Pressespiegel


Archiv 2010     Archiv 2009     Archiv 2007/2008


Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 04.05.2012

29 Seiten voller Ideen für Rio

EKG-Schüler entwickeln Thesen für Nachhaltigkeitskonferenz - Lob vom Abgeordneten



In sechs Wochen spricht die Welt bei der Konferenz von Rio über die Zukunft des Planeten. Worauf es ankommt, haben zwölf Schüler des Erich Kästner Gymnasiums erarbeitet – und dem Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch mit auf den Weg gegeben.

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE. Seit einigen Wochen zieht Miersch durch die Schulen seines Wahlkreises, um für die Nachhaltigkeitskonferenz von Rio+20, die vom 20. bis 22. Juni läuft, zu werben. In jeder der zwölf Kommunen hat der Laatzener Kontakt zu einer Schule aufgenommen, in Laatzen mit dem Erich Kästner Gymnasium.
Miersch wird im Juni in Rio mit dabei sein. Der Ruf ist nicht verhallt. Zwölf EKG-Schüler haben sich in einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Die Mühe hat sich gelohnt: Was die Elftklässler gestern vorlegten, würde Miersch „gern eins zu eins als Verhandlungsdrucksache für Deutschland vorlegen“, wie er betonte.
Auf 29 Seiten umreißen die Gymnasiasten fünf Kernbereiche, die ihnen wichtig sind – Waldrodung, Erneuerbare Energien, Migration, Arbeitslosigkeit und Armut/Soziale Gerechtigkeit. Es geht ihnen um gesetzliche Änderungen, aber auch um gesellschaftliches Bewusstsein. Beispiel Waldrodung: „Ein Fünftel des Regenwaldes wurde bereits abgeholzt“, sagt Josephine Rabehl – zum großen Teil für die Produktion von Soja und Palmöl. Daran haben europäische Verbraucher großen Anteil: Kosmetik, aber auch viele Lebensmittel enthalten dieses Öl.
„Das Problem ist, dass vielen Leuten das nicht bewusst ist“, ergänzt ihre Mitschülerin Katharina Gabriel. Auf den Packungen gebe es nur den Hinweis auf Pflanzenfett – selbst bei Biomarken. Die Schüler weisen Wege aus der Misere auf: Richtlinien für den Palmölanbau, aber auch eine verstärkte Zertifizierung von Holz.
Eine konferenzreife Diskussion führten die Schüler auch über Erneuerbare Energien: Dafür bedarf es des Baues intelligenter Stromnetze, aber auch der Weiterentwicklung von Speichermedien wie Batterien, erläuterte Alexey Stepanyuk. Die okölogischen Folgekosten müssen sich in den Energiepreisen widerspiegeln, ergänzte Co-Autor Martin Pintjak. „Ihr legt genau den Finger in die Wunden“, lobte Matthias Miersch abschließend. Wären statt der Staatschefs Laatzens Gymnasiasten in Rio, würde ihm um die Ergebnisse der Konferenz nicht bange.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe gibt es auf einem Blog im Internet auf www.erichgoesrio.blogspot.de. Am Montag, 4. Juni, wollen die Schüler mit einem Stand am Leine-Center über die Rio-Konrerenz und ihre Ziele aufklären sowie Spenden sammeln.

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 30.03.2012

Rat ist gegen die Abschiebung

Laatzens Politiker fordern per Resolution, Familie Meng nicht auseinanderzureißen

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN. Der Rat der Stadt lehnt eine Abschiebung der Familie Meng aus Rethen ab. Alle im Rat vertretenen Parteien haben sich auf eine gemeinsame Resolution geeinigt, die bei der nächsten Sitzung am 19. April beschlossen werden soll.
In dem Schreiben bittet die Stadt die Landesregierung und die Regionsverwaltung, von einer Abschiebung abzulassen und sich für einen dauerhaften Aufenthalt der Familienmitglieder einzusetzen. Wie berichtet, genießt zwar die 18-jährige Tochter XiaoWei Meng einen solchen Aufenthaltsstatus, ihre Eltern Fanjie Meng und Yinhan Liu sollen das Land jedoch verlassen und nach China ausgewiesen werden. Nachdem der ehemalige Landtagspräsident Jürgen Gansäuer eine Eingabe an die Härtefallkommission des Landes gemacht hat, setzte die Region als Ausländerbehörde das Verfahren vorläufig aus.
Der Rat begrüßt in seiner Resolution ausdrücklich die Eingabe – aber auch das Engagement der Mitschüler von XiaoWei Meng am Erich Kästner Gymnasium: Die Schüler hatten Regionspräsident Hauke Jagau vor rund zwei Wochen Unterschriften gegen die Abschiebung übergeben.
Die Familie Meng lebt seit mehr als elf Jahren in Laatzen. „Auch wenn ihr Antrag auf politisches Asyl abgelehnt wurde, besteht am Grund für die Flucht aus China kein Zweifel“, begründet das All-Parteien-Bündnis sein Engagement. „Der unbewiesene Vorwurf, die Eltern würden sich nicht um chinesische Pässe bemühen beziehungsweise sie hätten falsche Angaben zu ihrer Person gemacht, kann und darf nicht zu ihrer Abschiebung führen“, heißt es weiter. Dies wäre ein „Schlag ins Gesicht derer, die sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen als Flüchtlinge um Integration bemühen“.
Laatzens Kommunalpolitiker bemühen auch den Vergleich zur Familie Nguyen aus Hoya, die aufgrund einer Abschiebung ebenfalls auseinandergerissen wurde. Am Ende durften die Eltern und zwei Kinder wieder nach Niedersachsen zurückkehren. „Was im Falle der Familie Nguyen möglich war, darf bei uns nicht unmöglich sein“, fordert der Rat.

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 22.03.2012

EKG-Sanierung: Gutachten soll Klarheit bringen

Für 50000 Euro soll im A-Trakt exemplarisch der Reparaturbedarf überprüft werden



Die Mitglieder des Schulausschusses haben sich vor der Sitzung den A-Trakt des Erich Kästner Gymnasiums (EKG) angesehen. Die Stadt hat dort bereits in einigen Klassenzimmern den 30 Jahre alten Teppichboden gegen Linoleum ausgetauscht und neues Mobiliar aufgestellt. Die Mängelliste der Schule ist dennoch lang genug. Zum Beispiel haben sich etliche Wasserflecken gebildet, außerdem sind einige Deckenelemente kaputt.
Über den Sanierungsbedarf bestand parteiübergreifend Konsens. Im Haushalt sollen nun 50 000 Euro für ein Gutachten eingestellt werden. Exemplarisch für das Gebäude soll der A-Trakt unter die Lupe genommen werden. Die Verwaltung fürchtet, dass sich vor allem hinter der Deckenverkleidung Schäden verbergen, erläuterte Marcus Türr vom Team Hochbau und Liegenschaften.
Bürgermeister Thomas Prinz rechnet damit, dass das Gutachten einen Sanierungsbedarf "im zweistelligen Millionenbereich" ergibt. Dementsprechend werde sich die Erneuerung "über Jahre hinziehen". Vorrang habe die Sicherheit, zum Beispiel der Brandschutz. Für Schönheitsreparaturen habe die Stadt kein Geld. sc

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 05.03.2012



VON MICHEAL MOMMERTZ

LAATZEN-MITTE. Unter dem Motto „Eine Welt für alle“ stand am Freitag der Tag der offenen Tür im Erich Kästner-Schulzentrum. Beide Schulen – Gymnasium und Oberschule – rückten das Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in zahlreichen Aktionen in den Vordergrund. Außerdem hatten die Schüler und Lehrer jede Menge Workshops und Ausstellungen organisiert und boten den Besuchern in der Pausenhalle internationale Leckereien zum Kauf an.
Den Auftakt im Forum machte am frühen Nachmittag die Hip-Hop-Tanzgruppe des Gymnasialzweigs: Rund 20 meist weibliche Schüler hüpften auf der Bühne im Takt zu treibenden Bässen. Weitere Programmpunkte auf der Bühne: Chorgesänge, eine Filmvorführung, Theater, Musical, sogenannter Latin Dance und eine Zirkusvorführung – ein multikulturelles Unterhaltungsprogramm, bei dem für jeden etwas dabei war.
Bei den Workshops und Projekten in den Klassenzimmern wurde getrommelt, gehäkelt, gefilzt. Es gab Ausstellungen zum Leben in der Wüste, der Welt der Meere, über die Zukunft unseres Planeten und zu aktuellen Problemen wie Armut und Obdachlosigkeit, Umweltkatastrophen, Kinderarmut und Jugendkriminalität.
Die Naturwissenschaftler im sogenannten C-Trakt erläuterten interessierten Eltern in einzelnen Experimenten, warum Klimaschutz so wichtig ist: Mit einer speziellen Konstruktion, bei der sie eine Glühbirne in Wasser tauchten, ohne dass es einen Kurzschluss gab, zeigten sie, dass die Birne nicht nur Energie in Form von Licht abgibt, sondern vor allem in Form von Hitze.
Für Tierfreunde war wie in jedem Jahr Anke Steinauer vom Ponyreitverein Laatzen mit zwei Pferden dabei, auf denen die Kinder ein paar Runden drehen konnten. Um kurz vor 18 Uhr beendeten die Schulleiter Hella Kohl und Oliver Brandt den bunten Nachmittag.

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 03.03.2012

Schüler packen Rucksack für Rio

Gruppe aus Siebt- und Neuntklässlern stellt ökologische Badekugeln und Haarkuren her


Schüler der Erich-Kästner-Schule haben während einer Projektwoche unterschiedliche Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit vorbereitet.

VON CHRISTOPH KÄFER

LAATZEN. Mit äußerster Sorgfalt schreibt Alexey „Klimakatastrophe“ auf ein gelbes Blatt. Der 17-jährige Schüler der Erich Kästner Schule in Laatzen hat gemeinsam mit neun weiteren Elftklässlern während der Projektwoche zu dem Oberthema „Eine Welt für alle“ damit begonnen, insgesamt fünf Themen zu Aspekten der Nachhaltigkeit auszuarbeiten, die ihnen besonders am Herzen liegen. Diese wollen sie dem SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch (Laatzen) als Reisegepäck für seinen „Rucksack für Rio“ mitgeben. In der brasilianischen Metropole findet vom 4. bis 6. Juni der Welt-Nachhaltigkeits-Gipfel statt, an dem Miersch teilnehmen wird. „Dabei ist es eine glückliche Fügung, dass das Thema der Projektwoche gut geeignet ist, um das Projekt Rio +20 von Herrn Miersch zu fördern“, sagt Lehrer Stephan Riese.
Seine Schüler gründeten außerdem einen Internet-Blog, der bereits online ist. Zu finden ist er auf erichgoesrio.blogspot.com. „Die Bezeichnung ist als Anspielung auf den Namenspatron unserer Schule in Kombination mit dem Nachhaltigkeits-Gipfel zurückzuführen“, sagt Schüler André. „Da unser Projekt bis Juni weiterläuft, sollen dort Ergebnisse unserer Arbeit veröffentlicht werden und die Möglichkeit zum Austausch bestehen“, erläutert Riese. Bis dahin trifft sich die Gruppe außerhalb des Unterrichts, um die Aktionen vorzubereiten. „Das ist eine wunderbare, freiwillige Zusatzleistung der Schüler“, sagt Riese.
Im Juni soll es dann Aktionen in Laatzen geben, bei denen die Elftklässler die Bürger über das Thema Nachhaltigkeit informieren wollen. „Aber noch sind wir in der Findungsphase und wissen nicht, wie die Aktivitäten konkret aussehen werden“, sagt Riese. Möglich sei ein Informationsstand, aber „nur mit Plakaten erreichen wir die Leute nicht“, ergänzt seine Kollegin Julia Holtzhauer. Daher hat sich ihre Projektgruppe aus Siebt- und Neuntklässlern um ökologisch hergestellte und fair gehandelte Kosmetikprodukte und Kleidung gekümmert. „Wir stellen Badekugeln und Haarkuren aus ökologisch einwandfreien Zutaten her“, sagt sie. Diese wollen sie während der Schüler-Aktionen im Juni an Laatzener Bürger verkaufen.
„Das Interesse an dem Thema ist bei allen da und zudem dient das Projekt als Möglichkeit sich politisch zu beteiligen“, sagt der Schüler Martin. Sein Mitschüler Alexey findet, dass es immer Spaß macht in einer guten Gruppe zu arbeiten.

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 11.02.2012

Hemmingerin gewinnt den Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“

HANNOVER. Geballtes Nachwuchswissen: Rund 80 Teilnehmer des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ sind gestern und vorgestern in einer Halle des Unternehmens Nexans Deutschland in Hannover zusammengekommen.
Die Schüler hatten unterschiedliche Experimente aus sechs Fachgebieten aufgebaut, um sie den Juroren zu präsentieren – und bei den Biologen siegte eine Hemmingerin: Sophie Dankert hatte nachgewiesen, dass Hochleistungsmais auch nicht ertragreicher ist als ursprüngliche Maissorten. „Das war eine große Überraschung“, sagte die 18-Jährige. Schließlich habe sie sich auch an den anderen Ständen umgeschaut und sei „von der Konkurrenz beeindruckt“ gewesen. Vom 19. bis 21. März stellt die junge Forscherin ihr Projekt beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld vor.
Alexey Stepanyuk und Adrian Ernst vom Erich Kästner-Gymnasium in Laatzen zeigten in Hannover ihre Versuche mit UV-bestrahlter Hefe und belegten den dritten Platz. sig/sc/Mehr auf Seite 4

Jugend forscht im Leinetal

Laatzener und Hemmingerin machen beim Regionalwettbewerb mit



VON SIGRID KRINGS

LAATZEN/HEMMINGEN. Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima war der Auslöser. Wie wirkt sich radioaktive Strahlung auf menschliche Zellen aus? Dieser Frage sind Alexey Stepanyuk und Adrian Ernst aus dem elften Jahrgang des Erich Kästner Gymnasiums nachgegangen. „Natürlich konnten wir nicht mit atomarer Strahlung und auch nicht mit menschlichen Zellen experimentieren“, erklärte Stepanyuk.
UV-Strahlung aber ließ sich in den Fachräumen der Schule erzeugen. Statt menschlicher Zellen verwendeten die beiden 17-Jährigen Hefezellen.
Mit ihrem Projekt haben die Schüler am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen und sind Dritte geworden. An ihrem Stand bei Nexans Deutschland in Hannover zeigten sie sehr anschaulich mit Fotos, Proben und Schautafeln, wie sie vorgegangen waren.
Anhand ihrer Versuche haben Stepanyuk und Ernst bewiesen, dass die Strahlung die DNA der Zellen verändert und dadurch ein unkontrolliertes Wachstum verursacht. „Ob man diese Ergebnisse tatsächlich auf menschliche Zellen übertragen kann, wissen wir natürlich nicht“, betonte Ernst.
Wettbewerbssiegerin Sophie Dankert hatte nachgewiesen, dass sogenannter Hochleistungsmais nicht ertragreicher ist als indigener Mais – also Mais, der sich in einem bestimmten Gebiet ohne den Einfluss des Menschen ausgebreitet hat. „Dafür habe ich mir selbst ein kleines Feld in Arnum angelegt“, berichtete die 18-jährige Hemmingerin.
Auf diesem pflanzte Dankert, die die Sophienschule in Hannover besucht und sich selbst als „leidenschaftlich neugierig“ beschreibt, eine hochgezüchtete und eine ursprüngliche Sorte des Gemüses an. „Dann musste ich erst einmal dauernd wässern und Unkraut jäten“, erinnert sich die Gymnasiastin. Mit Erfolg: Beide Sorten entwickelten sich prächtig, Dankert konnte ihr Projekt erfolgreich auswerten und beenden.
Alle drei Schüler aus dem Leinetal können sich vorstellen, nach dem Ende der Schulzeit tatsächlich in der Forschung tätig zu werden. Stepanyuk, Sieger des Regionalwettbewerbs 2011, hat im vergangenen Jahr in seiner Freizeit bereits Vorlesungen an der Leibniz Universität in Hannover besucht.

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.01.2012

Lehrerin Sibylle Dordel liebt das Darstellende Spiel

Verabschiedung nach 30 Jahren am EKG

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN-MITTE. Vor allem zwei Aspekte sind es, die Sibylle Dordel im Rückblick auf ihre Laufbahn am Erich Kästner-Gymnasium (EKG) besonders hervorhebt: „Das Darstellende Spiel und der Austausch mit Norwegen“, sagt die 63-Jährige. Den Unterricht im Darstellenden Spiel hatte Dordel 1999 an der Schule initiiert, fast ebenso lange gibt es den Austausch mit Schülern aus Lillestrøm bei Oslo. Auch dieser wäre ohne die Initiative der beliebten Lehrerin wohl nie zustande gekommen.Gestern wurde sie nach 30 Jahren am EKG von Rektorin Hella Kohl in den Ruhestand verabschiedet.
Dass die 63-Jährige sehr mit ihrer Schule verwachsen ist, zeigten die Programmpunkte, die Lehrer und Schüler organisiert hatten: In Anspielung auf ihr Interesse an der französischen Kultur und Sprache kam Dordels Kollegin Nande Röhlmann als Comedian Alfons auf die Bühne. Mit Puschelmikrofon und französischem Dialekt machte sie sich auf die Suche nach Geschichten aus Dordels Schulleben – und förderte allerhand amüsante Anekdoten zutage.
Danach zogen alle Gäste von der Mensa ins Forum. Vor der Bühne lagen Gegenstände aus Theaterstücken, die Dordel einst mit ihren Schülern inszeniert hatte. „Wie lauten die Titel der Stücke, aus denen die Requisiten stammen?“, wollte Theaterpädagogin Julia Vohl wissen. Sobald Dordel eine Requisite erraten hatte, öffnete sich der Vorhang, und schon spielten heutige und ehemalige Schüler des Faches Darstellendes Spiel kurze Szenen aus den Stücken. Diese hatten sie für die Verabschiedung eigens umgeschrieben.

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 18.01.2012


Austausch: Schüler aus Lillestrøm und Laatzen lassen die Kugel rollen

LAATZEN. An den Tischen quasseln die Schüler in gleich drei Sprachen: Deutsch, Englisch und Norwegisch. Zwischendurch stehen immer wieder einige von ihnen auf, um sich eine der schweren Kugeln zu schnappen und damit auf die Pins zu zielen. Dass alle Schüler an dem internationalen Treffen offensichtlich viel Spaß haben, kann man leicht an ihren Gesichtern ablesen.
13 Norweger aus der Stadt LillestrØm bei Oslo sind seit Freitag zu Gast in Laatzen. Die 17-Jährigen wohnen in den Familien von Schülern des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) – und verleben offensichtlich eine gute Zeit mit den deutschen Schülern.
Die Jugendlichen lernen sich gegenseitig kennen und unternehmen viele gemeinsame Aktionen – so wie am Montagabend, als die norwegisch-deutsche Gruppe beim Bowling in Hannover-Wülfel zusammenkam. Verständigungsschwierigkeiten gab es kaum – und wenn doch, dann half die sportliche Komponente ganz problemlos darüber hinweg.
Noch bis Freitag sind die Norweger zu Gast – es ist bereits der zehnte Besuch einer Schülergruppe aus LillestrØm an der Laatzener Schule.
dj/Weiter auf Seite 4

Die ersten Bedenken sind schnell verflogen

Fortsetzung von Seite 1: Norweger zu Gast

Mir gefällt der Austausch fantastisch“, sagt Kristina Jolanta Schmidt. Erste Bedenken, dass der Besuch in Deutschland schwierig verlaufen könnte, waren schnell verflogen. „Ich hatte erst Angst davor, dass mich die Eltern meiner Gastschülerin nicht verstehen würden“, gibt die Norwegerin zu. „Aber es läuft viel besser, als ich erwartet hätte. Das geht auch mit wenigen Worten.“
Mit den Laatzenern spricht die 17-Jährige auf Deutsch und Englisch. So war auch beim Bowling am Montag ein Gewirr aus mehreren Sprachen zu hören. Das Miteinander klappt so gut, dass sich Kristina Jolanta schon jetzt sicher ist, dass sie die Freundschaft mit ihrer Gastgeberin Julia Rinaldi ausbauen wird.
Im Sommer würde sie gern wiederkommen und die Natur rund um Hannover erleben. „Ich mag all die Parks und Seen. Die Herrenhäuser Gärten sind so schön, das ist unglaublich. Ich möchte gern sehen, wie das im Sommer aussieht.“ Auch die großen Einkaufszentren hätten es ihr angetan. „So etwas haben wir in Norwegen nicht.“ Børre L'orange ist vom Austausch ebenfalls angetan. Im vergangenen Jahr war er schon einmal in München. „Bei diesen zwei Besuchen habe ich mehr Deutsch gelernt als in den ganzen Jahren davor“, sagt der 17-Jährige. Ihm gefällt vor allem der Austausch mit anderen Schülern. Auch er möchte wiederkommen – im Rahmen einer halbjährigen Weltreise.
Gestern wurden die Schüler im Rathaus empfangen, am Abend ging es zum Spiel der Hannover Scorpions gegen die Kölner Haie. Heute steht ein Besuch des Klimahauses in Bremerhaven auf dem Plan, am Freitag geht es dann zurück nach LillestrØm.dj

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 06.01.2012


Theatergruppe des Kästner-Gymnasiums nimmt ein Hörspiel auf

LAATZEN-MITTE. „Achtung, Wiederholung von Szene Neun. Und bitte!“, sagt der Amateurfunker und Journalist Wilfried Knauer, und Kübra spricht ihre Textpassage ins Mikrofon. „Ich möchte, dass Du das stärker betonst“, gibt Lehrerin Sibylle Dordel noch ein paar Tipps. Kübra beginnt von vorn, dann ist die Szene im Kasten.
Der Theater-Wahlpflichtkursus des Erich Kästner-Gymnasiums nimmt gerade ein Hörspiel auf: „Der Schwur vom Tschadsee“ heißt das Stück, dass sich frei an Erich Kästners „Konferenz der Tiere“ anlehnt. „Das ist mein Abschiedsgeschenk an die Schüler“, sagt Dordel – sie geht nach diesem Schuljahr in den Ruhestand.
Die 17 Schüler sind mit vollem Eifer dabei: Seit sechs Wochen sprechen die Achtklässler ihre Texte ein, an dem Stück gearbeitet haben sie schon seit den Sommerferien. Unter der Regie ihrer Lehrerin wurde Kästners Stück passend für die Theatergruppe umgeschrieben. „Die Schüler haben sich erst mal mit den Texten vertraut gemacht“, sagt Knauer, der das Hörspiel zusammen mit Dordel produziert. „Dann haben wir die Rollen nach der Anzahl der Schüler verteilt und entsprechend angepasst“, erklärt die Lehrerin. Nun geht die Produktion der CD, die noch in diesem Monat fertig werden soll, in die letzte Runde.dj/Weiter auf Seite 4

Hörspiel erscheint Ende Januar

FORTSETZUNG VON SEITE 1 Bevor es mit den richtigen Aufnahmen losgehen konnte, machten die Schüler zunächst einige Testläufe: „Wir haben ausprobiert, welche Stimme zu welcher Rolle passt“, sagt Knauer. Als die Rollen verteilt waren, standen Sprechübungen auf dem Plan – schließlich müssen die Stimmen später glaubwürdig zu den Rollen passen. Die 15 Mädchen übernehmen jetzt die Position der Tiere, die beiden männlichen Mitglieder des Kurses sprechen die Menschen.
Vor sechs Wochen begann die Gruppe mit den eigentlichen Aufnahmen, viel Zeit blieb aber nicht: „Wir können nur vier Unterrichtsstunden pro Woche nutzen“, sagt Knauer, der dafür jedes Mal die Aufnahmetechnik neu aufbauen muss. Wer gerade nicht ins Mikrofon sprach, kümmerte sich um andere Dinge: Die Schüler nahmen auch die Hintergrundgeräusche selbst auf – zum Beispiel für die Straßenszenen. Manchmal unterstützten die Jugendlichen Knauer auch hinter dem Mischpult, die CD-Hülle gestalteten die Schüler ebenfalls selbst.
Die etwa 45-minütige Aufnahme soll ab Ende Januar in einer Auflage von 500 Stück verkauft werden. Das Geld will die Theatergruppe dem Kinderhospiz Löwenherz spenden.dj

Ausgabe:  Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 05.01.2012

EKG informiert über Oberstufe

Laatzen-Mitte. Das Erich Kästner-Gymnasium (EKG) lädt Schüler und Eltern zu einem Informationsabend über die Einführungsphase – die zehnte Klasse – der gymnasialen Oberstufe ein. Das Treffen beginnt am Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr im Forum der Schule an der Marktstraße. Rektorin Hella Kohl stellt die Oberstufe, die Struktur der zehnten Klassen und das Fächerangebot vor.

Der Informationsabend richtet sich besonders an Jugendliche, die bislang noch nicht das Gymnasium besuchen.sc

Ausgabe: LAATZENER WOCHE  Datum: 07.12.2011


Neuer Tresen für das Bistro

„Mamamia“ im Erich Kästner-Schulzentrum erhält Unterstützung

LAATZEN. Das Bistro Mamamia im Erich Kästner-Schulzentrum, betrieben vom Förderverein Gymnasium der Bildungseinrichtung an der Marktstraße, hat einen neuen Tresen. „Möglich geworden ist das aber nur deshalb, weil sich der Bundestagsabgeordnete und Laatzener Ratsherr Dr. Matthias Miersch dafür eingesetzt hat, dass die uns fehlende Restsumme von sechstausend Euro aus der Laatzener Stadtkasse bezahlt worden sind“, betont Heike Irmler, die Vorsitzende des Fördervereins, gegenüber der Laatzener Woche.
Der alte Tresen entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen und musste zudem repariert werden. Aber es gibt für dieses Modell keine Ersatzteile mehr. Nun war guter Rat teuer. Heike Irmler fasste sich eines Tages ein Herz, und sprach während einer Wahlveranstaltung der SPD im Leine-Center Matthias Miersch an und trug ihm das Problem vor.
„Wir hatten nur zehntausend Euro auf dem Konto“, erklärte Heike Irmler die Bredoullie des Fördervereins. „Herr Miersch sagte spontan seine Unterstützung zu und leitete in die Wege, dass der Rat der Stadt Laatzen der überplanmäßigen Ausgabe von sechstausend Euro zustimmte“.
Der neue Tresen ist inzwischen in Betrieb. Täglich werden dort zwischen 250 und 300 Schüler bedient. Es gibt belegte Brötchen, Snaks, Gebäck und andere Angebote. Geöffnet ist das Bistro zwischen acht und zwölf Uhr.
„Der neue Tresen entspricht allen Standards“, betont die Vorsitzende. Überdies sei er auch energiesparend und die Kühlung sei wirksamer als die des bisherigen Tresens. Hinter dem Tresen stehen ehrenamtliche Verkaufskräfte. rk

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 02.11.2011

90 Schüler zählen für Cafeteria

Jugendliche machen im Supermarkt Inventur – Mit Lohn wird das Schülercafé aufgemöbelt



VON DANIEL JUNKER und BAHAR VAHIDI
 
WÜLFEL/LAATZEN-MITTE. Langsam arbeiten sich Michelle, Julia und Diana durch die dicht an dicht vor ihnen stehenden Zahnbürsten, Zahnpastatuben und durch zahllose andere Hygieneartikel. Die Handgriffe sind immer dieselben: Waren herausnehmen, durchzählen, die Menge notieren und wieder ins Regal zurückstellen.
Auch wenn das Zählen auf Dauer etwas eintönig werden kann, haben die drei Schülerinnen des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) ihren Spaß. „Und es gibt einen guten Einblick, wie es wirklich im Berufsleben ist“, sagt Michelle.
Zusammen mit rund 90 anderen Zehnt- und Elftklässlern haben Michelle, Julia und Diana gestern den ganzen Vormittag lang im Rahmen des Projekttags „Wirtschaft erleben“ im Edeka-Markt in Wülfel bei der Inventur mitgeholfen. „Die Schüler sollen Erfahrungen machen, die sie im Schulalltag nicht haben“, sagt Schulleiterin Hella Kohl. Dass das aber nicht nur spaßig ist, bemerkt Julia ziemlich schnell: „Manchmal ist es ganz schön anstrengend, vor allem wenn die Waren mal etwas durcheinander stehen.“
Der halbtägige Nebenjob hat noch einen ganz anderen Effekt: Die Schüler werden bezahlt wie 400-Euro-Kräfte, die sich das Unternehmen sonst für die Inventur angeheuert hätte. Mit dem verdienten Geld wollen die Gymnasiasten den Aufenthaltsraum der Sekundarstufe II, das sogenannte Kaff, aufmöbeln. „Deshalb haben wir uns freiwillig für das Projekt gemeldet“, sagt Ceri, und Lisa ergänzt: „Wir tun etwas dafür, um unser Kaff zu erneuern.“
Das ist auch bitter nötig: Das Mobiliar, das vor allem aus Spenden zusammengetragen wurde, ist ziemlich in die Jahre gekommen. Mit den etwa 3000 Euro, die bei der Inventur zusammenkommen, wollen die Schüler neue Tische und Sofas anschaffen. „Und wir hoffen, dass die Stadt einen neuen Fußboden beisteuert“, sagt Kohl. Die Idee hatte Marktleiter Klaus-Dieter Hippauf. An seinem ehemaligen Arbeitsort Bad Nenndorf verdienen Schüler schon seit drei Jahren Geld für ihre Schule dazu. Auch am EKG soll es weitergehen: Gestern waren erste Ideen für weitere Kooperationen im Gespräch.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 20.10.2011

Schulleiterin: Das EKG ist verwohnt

Stadt ersetzt am Gymnasium nach und nach das Mobiliar und renoviert - Rektorin sieht weiteren Handlungsbedarf



Im Erich Kästner-Gymnasium legt die Firma Siemens in den Ferien neue Kabel. Auch einige Reparaturen stehen an. Möglichst bald wünscht sich Schulleiterin Hella Kohl eine Grundsanierung.

VON SANDRA SCHÜTTE

LAATZEN-MITTE. Wasserflecken an einigen Decken, mit scharz-gelben Aufklebern notdürftig geflickte Risse im Bodenbelag, Mobiliar aus den siebziger Jahren und verdreckte Teppiche: "Verwohnt" nennt Schulleiterin Hella Kohl die Einrichtung des Erich Kästner Gymnasiums (EKG). Die Rektorin ist froh, dass die Stadt in etlichen Räumen nach un nach bereits neue Tische und Stühle aufgestellt hat. Auf Dauer wünscht sich Kohl aber eine Grundsanierung der von 1978 bis 1980 gebauten Schule.
Momentan werden im Verwaltungstrakt in einigen Räumen Decken erneuert. Auf dem Außengelände wird die Feuerwehrzufahrt instand gesetzt. Mitarbeiter der Rima Siemens legen zudem im A-, B-, C- und D-Trakt sowie in der Mensa und im Forum neue Internetleitungen. 50000 Euro nimmt die Stadt dafür indie Hand, sagt Holger Thiel, Teamleiter Bildung und Sport. Auf lange Sicht sieht die Rektorin trotz der schrittweisen Erneuterung weiteren Handlungsbedarf. Zum Beispiel, was die Teppichböden in den Räumen und die Metallwände im Gebäude angeht.
"Die Bausubstanz ist gut", sagt der Erste Stadtrat Arne Schneider. Beim Bau des Schulzentrums seien hochwertige Materialien verwendet worden. Auch die Möbel hätten bis jetzt "gut gehalten". 41 Millionen D-Mark habe der Bau seianerzeit gekostet, sagt Thiel. Was die Teppichböden angeht, sei bereits mit verschiedenen Materialien experimentiert worden, sagt Schneider. Bei einem Linoleumbelag sei die Akustik aber deutlich  schlechter. Und ob die Blechwände einfach durch Mauerwerk zu ersetzen seien, müsse erst von einem externen FAchmann geprüft werden, sagt Thiel. 2012 könnte ein 500000 Euro teures Gutachten in Auftrag gegeben werden, um Raumakustik und Statik am EKG zu untersuchen. MIt einem Sanierungsbeginn rechntet Schneider "frühestens 2013" - wenn überhaupt. Denn auch andere Schulen hätten Bedarf. In der Grundschule Alte Rathausstraße etwa müssten Duschen erneuert werden, in der Grundschule Pestalozzistraße die Toiletten. Nun ist auch noch die Sporthalle Im Langen Feld gsperrt.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 18.10.2011

ARBEITSGEMEINSCHAFT AM ERICH KÄSTNER-GYMNASIUM

Im EKG wird's jetzt japanisch

Schule bietet eine Arbeitsgemeinschaft über das Land der aufgehenden Sonne an

Am Erich Kästner-Gymnasium beschäftigen sich die Schüler mit japanischen Sitten und Gebräuchen und lernen die Schrift kennen.

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN-MITTE. Vorsichtig schwingt Arina den breiten Pinsel über das Blatt. "So richtig gefällt mir das noch nicht", sagt die 13-Jährige, als sie ihren Namen in der japanischen Zwei-Silben-Schrift Hiragana auf Papier bringen will. Mit jedem neuen Versuch gelingen ihr die Schriftzeichen aber immer besser.
In diesem Schuljahr bietet das Erich Kästner-Gymnasium erstmals eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Japan an. Unter der Leitung von Susanne Schieble lernen die Jungen und Mädchen das Land der aufgehenden Sonne näher kennen. Dabei werfen die Schüler einen Blick auf Land und Leute sowie Sitten und Gebräuche. Auch die verschiedenen Schriften sind Teil des Seminars, das das Gymnasium jetzt erst einmal wöchentlich anbietet.
"Katakana ist eher die Männerschrift", erklärt Schieble. "Die Zeichen sind etwas zackiger als die Schrift Hiragana, die eher von Frauen benutzt wird." Nachdem die Schüler gelernt haben, wie man den Pinsel über dem Blatt ansetzt, versuchen sie, ihre Namen selbst in Hiragana und Katakana aufs Papier zu bringen. Dass es gar nicht so leicht ist, das Schreibgerät in japanischer Tradition elegant über das Blatt zu führen, merken die Schüler schnell.
Mit dem Angebot will Schieble das Interesse an dem fernen Land bei ihren Schülern schüren. "Durch die Katastrophe im April haben sie geografisch gesehen schon gewisse Vorstellungen von Japan", sagt die freie Dozentin, die auch in der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Hannover aktiv ist. Im Laufe des Jahres werden die Schüler aber auch an die japanische Kultur und Geschicht herangeführt: Auf dem Plan stehen Exkurse in die japanische Ästhetik, zudem sollen die Jungen und Mädchen auch einige Traditionen kennenlernen.
So ist die Arbeitsgemeinschaft am 2. November bei einer Teezeremonie im Stadtpark Hannover dabei, bei der eine japanische Teemeisterin die Jugendlichen in die Hintergründe dieser Tradition einführt. "Die Schüler können ihren Tee dann selbst schlagen", sagt Schieble. Zudem werden die Schüler Origami falten, Sushi selbst herstellen und Haikus - traditionelle japanische Gedichte - verfassen.




Konflikte von Vornherein vermeiden

Die Schüler erfahren beim Aikido mehr über das Zusammenspiel von Körper und Geist

Mit einer gehörigen Portion Respekt tritt der neunjährige Ferdinand dem größeren und schwereren Franz Renz entgegen. Als dieser einen Angriff simuliert, packt Ferdinand den erwachsenen Mann aber beherzt am Handgelenk und dreht es gegen den Körper: Schon rollt Renz nach einem gewaltigen Überschlag über den mit Matten ausgelegten Boden.
Die Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums lernen nicht nur Japan kennen, in einer zweiten AG werden 40 Jungen und Mädchen in diesem Schuljahr auch in Aikido eingeführt. Einerseits geht es dabei um die traditionellen Riten dieser defensiven japanischen Kampfkunst, andererseits sollen die Schüler lernen, sich in Gefahrensituationen möglichst gewaltfrei zu verteidigen. Einmal wöchentlich kommen die Jungen und Mädchen unter der Leitung des Trainers und Hochschulprofessors Franz Renz im Gymnastikraum der Schule zusammen.
Renz betrachtet das aikidotypische Zusammenspiel von Geist und Körper als gutes Mittel zur Gewaltprävention. "Es geht absolut darum, Konflikten von Vornherein aus dem Weg zu gehen", sagt der Träger von zwei schwarzen Gürteln. Aikido schule daher auch die Sozialkompetenz. "Die meisten machen den Fehler, auf einen Angreifer zuzugehen", sagt er. "Ausweichen ist aber der bessere Weg."
Renz, der hauptberuflich als Chemieprofessor an der Leibniz-Universität Hannover arbeitet, betrachtet die Sportart zudem als angewandte Naturwissenschaft: "Wenn ich eine Dehnung mache, kann ich gleich erklären, wie und warum das funktioniert", sagt er. Die Schüler lernen physikalische Phänomene wie die Hebelgesetze, Energie- und Kraftübertragung und Impulserhaltung in der Praxis kennen. "Wenn der Arm um etwa 90 Grad angewinkelt ist, funktioniert die Hebelwirkung am besten, um jemanden zu Fall zu bringen", erklärt Renz seinen Schülern.
Es ist das erste Mal, dass Japan-Kenner Renz eine solche AG für Schüler in der Region Hannover anbietet. EKG-Lehrerin Beate Brase freut sich darüber, dass sie den vielseitigen Experten für ihre Schule gewinnen konnte. Auch bei Schülern kommt der Kursus gut an. "Die Anmeldezahlen sind enorm", sagt Brase.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 06.10.2011

Geschichten sind aus dem Leben gegriffen

Die Autorin Sigrid Zeevaert liest im Erich Kästner-Gymnasium

VON SANDRA SCHÜTTE

LAATZEN-MITTE. Ihre Geschichten stammen mitten aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen: Es geht um das Erwachsenwerden, die erste Liebe, Freundschaft, aber auch um den Tod. Nur eines ist für Autorin Sigrid Zee- vaert Tabu: Über konkrete Erlebnisse ihrer eigenen beiden Kinder schreibt sie nie, erzählte die 51-Jährige gestern im Erich Kästner-Gymnasium. Die Aachenerin ist derzeit auf Lesereise und stellte in Laatzen Fünft- bis Siebtklässlern eine Auswahl ihrer Bücher vor.
Die Geschichte, die Zeevaert für die Siebtklässler ausgesucht hatte, haben einige der Mädchen und Jungen vielleicht selbst schon erlebt. Da ist dieser gut aussehende Junge aus der zehnten Klasse, in den sich Teresa verliebt. Mit Finn erlebt das Mädchen das erste Kribbeln im Bauch. Aber anders als die meisten hat Teresa eine Zwillingsschwester, die ebenfalls ein Auge auf Finn geworfen hat. Es kommt zum Streit zwischen Sus und Teresa, die bis dahin unzertrennlich waren, sich alles erzählt haben und nun getrennt die Ferien verbringen. Unabhängig voneinander erfahren sie, was vor ihrer Geburt mit ihrem Bruder Luis passiert ist, der als Fünfjähriger im Urlaub ertrank und dessen Tod die Beziehung der Eltern belastet.
„Wer ich bin“ heißt der Roman, es ist Zeevaerts zweite Geschichte über Zwillinge. In ihrem Erstlingswerk „Max, mein Bruder“ geht es darum, dass Johannas Bruder Max krank ist und sterben muss. Vielleicht kein Zufall, denn Zeevaert ist selbst Zwilling, wie sie den Schülern verriet.
Die hatten im Anschluss an die Lesung noch viele Fragen an die Autorin. Zum Beispiel, ob sie manchmal auch Fantasy- oder Actionromane schreibe. Sie suche sich lieber Themen aus der Realität, sagte sie. Für ihre Geschichten aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen wurde die Aachenerin bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2006 mit dem Friedrich-Bödecker-Preis. Viele ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt und eines sogar verfilmt. Unter anderem interessierte die Siebtklässler noch, was Schriftsteller so verdienen. Jedenfalls nicht so viel wie J. K. Rowling, die dank Harry Potter Millionenumsätze macht, sagte Zeevaert lachend.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 05.10.2011

EKG-Tüftler sind ausgezeichnet

Schüler erhalten für Weltraum-Hotel-Entwurf Publikumspreis bei Ideen-Flug-Wettbewerb



VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE/BREMEN. Das Erich Kästner-Gymnasium mausert sich zur naturwissenschaftlichen Tüftlerwerkstatt. Fünf Schüler des Gymnasiums haben jetzt gleich zwei Preise bei zwei Wettbewerben eingeheimst. Für das Modell eines Weltraumhotels bekamen sie den Publikumspreis beim Schülerwettbewerb Ideen-Flug – und auch ein selbst konstruierter Papierflieger flog am weitesten.
Bereits am vergangenen Mittwoch fuhren die jungen Tüftler gemeinsam mit ihrer Lehrerin Beate Brase zum Luft- und Raumfahrtkongress in Bremen. Dort nahmen sie den Preis der Jugendzeitschrift Spiesser entgegen, die gemeinsam mit dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS den Wettbewerb Ideen-Flug ausgeschrieben hatten. 30 Schülerteams bewarben sich bundesweit. Am Ende lagen die Laatzener bei einer Internetabstimmung in der Gunst des Publikums am höchsten.
Entworfen haben die Sechstklässler das „Hotel Spacer“. Das Weltraumhotel verfügt über ein klassisches Restaurant und Schlafbereiche, aber auch über einen Pool, einen Zoo mit außerirdischen Tieren sowie Rutsche und Trampolin. Für Strom sorgen Zitronenbatterien und Solarkraft, angetrieben wird die Station mit Wasserstoff.
Eine Raumkapsel transportiert Lebensmittel und Bewohner zum Hotel. Und nicht nur dies: „Der Kreuzer fliegt, je nach Wunsch, einen Planeten oder Mond an, der in unserer Milchstraße liegt“, heißt es im Hotelprospekt – und weiter: „Für Sonderwünsche sind der Kapitän und seine Mannschaft auch gerne mal offen, wie zum Beispiel für einen Flug zur Andromeda-Galaxie“.
Die Schüler haben das Ganze im Modell nachgebaut – und stellen es nun im Internet per Video vor. Der Film, für den Kameramann Henning und das übrige Team 16 Anläufe gebraucht haben, ist unter der Adresse http://www.spiesser.de/taxonomy /term/2594 einzusehen.
Beim Kongress in Bremen holte das Laatzener Schülerquintett nicht nur den Ideen-Preis ab, sondern wurden auch gleich für den Papierfliegerwettbewerb nachnominiert. „Sie konstruierten den ultimativen Papierflieger, der am weitesten fliegen konnte“, berichtet Brase.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 27.08.2011/02.09.2011


Experimentieren und staunen  (27.08.2011)

Schüler und Auszubildende aus Laatzen und Pattensen stellen bei der Ideen-Expo aus

VON SIGRID KRINGS
 
Wenn heute zum dritten Mal die Ideen-Expo auf dem Messegelände Hannover beginnt, sind etliche Schüler und Auszubildende aus Laatzen und Pattensen als Aussteller mit von der Partie.

LAATZEN/PATTENSEN. Rund 20 Jungen und Mädchen aus dem Laatzener Erich Kästner-Gymnasium sind gemeinsam mit Schülern aus zwei hannoverschen und einer Garbsener Schule mit dem Projekt HannoverGen an Stand 415 im Pavillon der Ideen vertreten. 27 Schüler der KGS Pattensen erklären den Besuchern an ihrem Messestand 433 im Ideenpavillon den Versuchszirkel „Gift im Biss“. Den Stand 401 von Siemens mit verschiedenen Exponaten aus der Industrie-, Energie- und Medizintechnik betreuen mehr als 40 Lehrlinge des Unternehmensstandorts in Laatzen.
„Das Interesse der Bevölkerung an HannoverGen ist riesig“, sagt Bio- und Englischlehrerin Hendrika van Waveren, die im Erich Kästner-Gymnasium für das Projekt zuständig ist, begeistert. Deswegen sei es schon zum zweiten Mal auf der Ideen-Expo, dieses Mal habe man sogar noch mehr Platz zur Verfügung als vor zwei Jahren. Besucher können unter dem Titel „DNA-Check bei Tomate, Erdbeere, Kiwi & Co.“ in einfachen Versuchen herausfinden, wie Desoxyribonukleinsäure (DNA) aus Obst und Gemüse gelöst und nachgewiesen werden kann.
Die Pattenser Schüler erklären Interessierten mithilfe ihrer Versuchsanordnung, wie sich Lebensmittel auf ihren Gehalt an Kohlehydraten, Fett und Zucker prüfen lassen. „Die Schüler sind während der gesamten Messezeit im Schichtdienst vor Ort“, sagt Chemielehrer und Projektbetreuer Jürgen Steffenhag zufrieden. Auch am Wochenende seien die Neunt- und Siebtklässler, die sich lange auf die Ideen-Expo vorbereitet hätten, jeweils vier Stunden täglich im Einsatz.

Schnell die DNA nachweisen  (02.09.2011)

Schüler und Azubis aus Laatzen und Pattensen stellen bei der Ideen-Expo Versuche aus

VON SIGRID KRINGS

Pattensen/Laatzen. „Mal gucken, ob im Ketchup wirklich Zucker drin ist“, sagt Reglindis Plasch und saugt ein wenig rotes Mus mit einer kleinen Pipette auf. Vor den Augen eine schützende Plastikbrille, die Hände in Einmalhandschuhe verpackt, lässt sie das Ketchup in ein mit Säure gefülltes Glasröhrchen gleiten. „Und jetzt?“, fragt sie. Viktoria und Maxi helfen weiter. Die beiden Mädchen besuchen die achte Klasse der Ernst-Reuter-Schule (KGS Pattensen). Sie haben das Experiment mit dem lustigen Namen Zuckerbunt, das einer von insgesamt fünf Versuchen der KGS auf der Ideen-Expo ist, gemeinsam mit 29 Mitschülern entwickelt. Und sie sind stolz darauf, es in diesem Umfeld zu präsentieren.
Einen Besuch wert ist auch der Stand des Projekts HannoverGen, der von Schülern des Laatzener Erich Kästner-Gymnasiums gemeinsam mit zwei hannoverschen und einer Garbsener Schule betreut wird. Dort ist Matschen angesagt: „Banane und Erdbeere gehen am Besten“, erklärt die 17-jährige Mira Wotschke, die gemeinsam mit einigen Mitschülern an zwei Tagen für den reibungslosen Ablauf am Stand zuständig war. In zerdrückten Früchten wird mithilfe von Alkohol, Spülmittel, Salz und Fleckenteufel die DNA nachgewiesen. Am Stand von Siemens zeigen mehr als 40 Auszubildende des Unternehmensstandorts in Laatzen anschaulich neueste Entwicklungen aus der Energie-, Industrie- und Medizintechnik.
Die Ideen-Expo ist noch bis Sonntag, 4. September, täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Das Veranstaltungsgelände befindet sich auf der Expo Plaza und in der Messehalle 9.


Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 24.08.2011

STADTINDIANER

Außenbereich soll Pausen bereichern

Wenige Stunden nach der Übergabe des neuen Medienraums (Anmerkung: der Oberschule im EKS) wurde gestern der neue Außenbereich an der Mensa eröffnet. Gemeinsam mit Frank Diederich vom Architekturbüro Strate entfernte Bürgermeister Thomas Prinz die riesigen Planen. Darunter waren drei Schächte versteckt, die das Gebäude mit Frischluft versorgen und jetzt mit Federn aus Metall verziert sind: "Thema der Außenanlage sind die Stadtindianer von Erich Kästner", sagt Diederich.
Außer den Schächten prägen zwei Tische samt Sitzgelegenheiten den neuen Außenbereich. Die Sitze wurden von acht Schülern bunt bemalt. Einen der Tische hat der Förderverein des Gymnasiums für run 1200 Euro gespendet. "Es ist schön, wenn die Schüler die Möglichkeit haben, sich in ihren Pausen draußen hinzusetzen", sagt die Vorsitzende Heike Irmler. Die Schüler waren an den Planungen beteiligt: "Wir haben über die Entwürfe diskutiert und geagt, was uns gefällt und was nicht", dagt Minh Ho, die Mitglied der Arbeitsgruppe war.  mim

Sind zufrieden: Bauleiter Björn Hemmelskamp (von links), Architekt Carsten Strate, Schülerin Minh Ho und Architekt Frank Diederich.  Mommertz

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 11.08.2011

Die neue Rektorin will das Profil der Schule schärfen

Hella Kohl wechselt von der Albert-Einstein-Schule ans EKG



VON SANDRA SCHÜTTE
 
LAATZEN-MITTE. Es gab Jahre, da wäre ein Wechsel von der Albert-Einstein-Schule (AES) ans Erich Kästner-Gymnasium (EKG) undenkbar gewesen. Ihr habe aber noch niemand gesagt, dass sie jetzt zum „Gegner“ überlaufe, sagt Hella Kohl. Die 57-Jährige war elf Jahre Leiterin des Gymnasialzweigs an der AES, seit dem 1. August ist die Hannoveranerin die neue Rektorin am EKG. Erste Gratulantin sei AES-Rektorin Renate Kruse gewesen und auch das neue Kollegium habe sie gut aufgenommen. Die Kooperation zwischen KGS und Gymnasium will Kohl in Zukunft noch verstärken.
„Wir brauchen eine engere Zusammenarbeit“, betont die Nachfolgerin von Hans-Ulrich Becker. Die Oberstufe am EKG sei zu klein, die Schüler sollen aber die Wahlmöglichkeiten haben, die sie brauchen. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit sei auf beiden Seiten vorhanden, sagt Kohl und verweist auf den Kooperationsvertrag.
Auch am EKG selbst gibt es noch Baustellen. Das bezieht sich nicht nur auf Kohls Büro, das noch renoviert wird. Während Vorgänger Becker 33 Jahre lang von Zimmer 007 aus die Schule leitete, hat sich die neue Rektorin für Zimmer 011 entschieden, ein Zeichen für den Neuanfang.
Das EKG soll „kein Einkaufsladen sein, in dem man alles bekommt“, hat sich die Mutter eines 29-jährigen Sohnes vorgenommen. Vielmehr will sie Schwerpunkte setzen und das Profil des Gymnasiums schärfen, zum Beispiel im Bereich Sprachen. „Eine Europaschule wäre eine tolle Sache“, sagt die Deutsch- und Geschichtslehrerin, die in Hannover studiert und vor dem Wechsel an die AES sechs Jahre lang an der KGS Hemmingen gearbeitet hat.
„Ich bin aber nicht die Chefin, die anordnet“, sagt Kohl, die einen Führungsstil mit einer flachen Hierarchie bevorzugt und auf Kommunikation setzt. Demnächst will sie viele Gespräche führen – mit Eltern, Schülern und natürlich dem Kollegium, um unter anderem die Unterrichtsqualität zu verbessern. Sie will zuhören und erste Gedanken entwickeln, wo Ansätze zur Veränderung sind. „Eine Neuentwicklung ist nötig“, sagt Kohl, die schon bei ihrer Vorstellung eine „Aufbruchstimmung“ im Kollegium gespürt hat. Sie wolle die Rohdiamanten finden, schleifen und das EKG zu einem „Schmuckstück“ machen.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 07.07.2011

Becker geht nach 33 Jahren

EKG-Schulleiter wird verabschiedet



VON SANDRA SCHÜTTE
 
LAATZEN-MITTE. 2131 Abiturienten hat Hans-Ulrich Becker in seiner Zeit am Erich Kästner-Gymnasium (EKG) aus dem Schulleben entlassen – gestern hatte der 64-Jährige selbst seinen letzten offiziellen Schultag. Nach 33 Jahren geht der Laatzener in den Ruhestand. Das Kollegium verabschiedete Becker in der Mensa, für die der Schulleiter lange Jahre gekämpft hatte und die am 11. Mai eröffnet wurde.
Was die Mensa angeht, sei er „penetrant geblieben“, sagte Becker in seiner Abschiedsrede. Die fiel recht kurz aus, und auch die Kollegen hatte er im Vorfeld gebeten, nicht allzu lange zu sprechen. Ohne ein paar Worte wollten die Lehrer ihren Schulleiter aber nicht ziehen lassen. „Sie haben das EKG geprägt“, sagte Stellvertreterin Anneliese Schmidt. Seit 1978 ist Becker am EKG tätig, damit gehört er zu den Gründern. Die neue Mensa sei „sein Kind“, sagte die Konrektorin. Ansonsten sei er als Mathematiklehrer ein „Mann der Zahlen“ gewesen, dabei sei der Praxisbezug EKG-Schulleiter wird verabschiedet in seinem Unterricht nie zu kurz gekommen. Was die Organisation angeht, habe Becker auch für schwierige Fälle immer die richtige Lösung gefunden, lobte Schmidt. Das mag mit der Nummer seines Büros zu tun haben – 007.
Die Zeit bis zum 31. Juli, seinem letzten Arbeitstag, wird Becker nutzen, sein Zimmer aufzuräumen und noch einige Dinge zu erledigen. Danach bleibt dem Vater einer Tochter und eines Sohnes mehr Zeit für die zweijährige Enkelin Liv-Greta. Und für das Reisen mit seiner Frau – nach Spanien, in die USA, nach China und vielleicht nach Australien will erfliegen. „Endlich muss ich nicht mehr in den Ferien Urlaub machen“, sagt Becker, der sich zunächst entspannen will, schließlich klingelt der Wecker ab August nicht mehr um 7 Uhr.
Am EKG war es zeitweise alles andere als ruhig. Nachdem er nach dem Studium zunächst am Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium in Hannover und zwei Jahre in Mellendorf Lehrer war, kam der gebürtige Uelzener nach Laatzen. Vorerst an die KGS, wo er in den zehnten Klassen des Gymnasiums und den KGS-Schulzweigen Mathematik, Erdkunde, Sozialkunde und Geschichte unterrichtete. 1978 ging Becker ans EKG und war jahrelang stellvertretender Schulleiter. 2003 wurde er Vertreter im Amt, bevor er 2005 offiziell zum Schulleiter ernannt wurde. Zeitweise fehlten aber die Konrektoren. „Ich saß auf zwei Stellen“, sagte Becker. Der größte Einschnitt sei die zunehmende Eigenverantwortlichkeit der Schulen gewesen. Die Ganztagsschule hätte sich Becker verpflichtend statt offen gewünscht.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 29.06.2011

Macher des Spargels holen vier gute Platzierungen

Das Team überzeugt im Schülerzeitungswettbewerb des Spiegels

VON JULIA OSTERWALD

LAATZEN-MITTE. Nachdem der Spargel, die Schülerzeitung des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG), gerade erst beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder einen Sonderpreis bekommen hat, gab es jetzt vom Magazin Spiegel weiteres Lob in Form von besten Platzierungen: Im Schülerzeitungswettbewerb des Spiegels, der jededes Jahr die besten jungen Blattmacher auszeichnet, erreichte das Redaktionsteam drei zweite und einen dritten Platz.
In insgesamt sieben Kategorien und zu einem Sonderthema begutachteten die Juroren Hefte und Beiträge. In den Kategorien Heftinhalt und Titelblatt belegte das Redaktionsteam des Spargels den zweiten und in der Kategorie Foto den dritten Platz. Außerdem wurden die Schüler zweiter Sieger im Gesamtvergleich - das ist die beste Platzierung, die die Laatzender in diesem Wettbewerb bisher erreicht haben.
Gemeinsam mit 60 anderen Nachwuchsjournalisten und 20 Schülerzeitungsredaktionen waren die Spargel-Macher am Montag un Dienstag zu Gast in der Hamburger Redaktion des Spiegels. Dort bekamen sie ihre Preise überreicht, das Magzin hatte zudem ein Rahmenprogramm unter anderem mit verchiedenen Workshops sowie einer Hafenrundfahrt organisiert.
"Die Schüler haben viel gelernt und haben sich für das kommende Jahr einen Sieg vorgenommen", sagte Lehrer Thomas Göhmann, der die Rdaktion betreut. Dafür hätten die Schüler schon Ideen.
Bereits zum 15. Mal hatte die Spiegel-Chefredaktion in diesem Jahr den Schülerzeitungswettbewerb ausgelobt.


Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 25.06.2011



Wurden Beste ihres Jahrgangs: Mareijke Mariak (von links) mit einem Notendurchschnitt von 1,0 und
Lika Drakhlis sowie Christopher Werlein mit je einem Durchschnitt von 1,1.

Schöne Zeit auf der Leinwand

Mit einer Liebeserklärung verabschieden sich 85 Abiturienten des EKG ins Leben

85 von 88 Abiturienten des Erich-Kästner-Gymnasiums haben ihre Prüfungen bestanden. Gestern erhielten sie ihre Zeugnisse und verabschiedeten sich mit einer Liebeserklärung an die Schule.

VON JULIA OSTERWALD

LAATZEN-MITTE. 85 Gesichter strahlen, als Schulleiter Hans-Ulrich Becker gestern in der Aula des Erich Kästner-Gymnasiums die Zeugnisse für den diesjährigen Abiturjahrgang ausgibt. Auf 55 Mädchen und 30 Jungen wartet nach erfolgreich absolvierten Prüfungen jetzt das Leben nach der Schule.
Situationsbedingt ist der Blick geteilt: Er geht nach vorne in eine Zukunft voller Möglichkeiten, aber auch Unwägbarkeiten. „Wie geht es weiter? Wohin führt der Weg?“, fassen Carina Bukowski, Martin Kokot und Schülersprecherin Katharina Piel stellvertretend für ihre Mitschüler die Fragen zusammen, die vermutlich allen durch den Kopf gehen.
An diesem Vormittag wird aber vor allem auf die schönen Momente der vergangenen sieben Jahre zurückgeschaut. Per Beamer werden Bilder von gemeinsamen Jahrgangs- und Abiturfahrten auf eine große Leinwand projiziert. Sie zeugen von der guten Stimmung unter den Schülern: In Bulgarien, London, Norwegen und Potsdam sowie im Rahmen einer Mottowoche, in der sich die Schüler in schräge Kostüme geworfen hatten.
Zu den Bildern läuft Howard Carpendales „Ti amo“, ein anderer Titel beschwört die „wunderbaren Jahre“. Ausdrücklich danken die Schüler ihren Lehrern, mit denen im Laufe der Zeit „eine sehr persönliche Atmosphäre“ entstanden sei.
Allen Diskussionen um Sinn und Unsinn des Doppelabiturs zum Trotz haben die Abiturienten in diesem Jahr nicht schlechter abgeschnitten als im vergangenen: 2010 lag der Gesamtdurchschnitt bei 2,51, in diesem Jahr liegt er bei 2,41. „Das sind völlig normale Schwankungen“, sagt Schulleiter Becker. Im internen Vergleich habe der jüngere Jahrgang sogar besser abgeschnitten als der ältere.
Unter den acht Schülern mit den besten Abiturnoten sind sechs Mädchen. Einen Durchschnitt von 1,0 hat als Einzige eine Schülerin: Marejke Mariak. „Auch das ist eine normale Schwankung“, sagt Becker. „Zumal zwei Drittel des Jahrgangs Mädchen sind.“
Für den Schulleiter war es die einunddreißigste und letzte Verabschiedung seiner Laufbahn. Im Juli geht er nach 40 Jahren Schuldienst in Pension.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 24.06.2011

Im EKG biegen sich die Körper

Beim Talentschuppen zeigen die Gymnasiasten ihrem Publikum, was alles in ihnen steckt


Beim dritten Talentschuppen haben am Mittwochabend Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) ihr Publikum mit Gesang, Akrobatik und Tanz in den Bann gezogen.


VON DANIEL JUNKER

LAATZEN-MITTE. Um kurz vor 19 Uhr steigt die Stimmung im Erich Kästner-Schulzentrum. Das Forum ist voll besetzt. Einige Besucher finden schon vor Beginn der Veranstaltung keine Sitzplätze mehr. Gespannt warten Schüler, Eltern und Lehrer auf das Bühnenprogramm – schließlich wollen alle sehen, was ihre Mitschüler und Freunde alles auf dem Kasten haben. Und das ist so einiges.
Einige Besucher sind schon aus dem Häuschen, als Nicole und Karina als Erste des Abends mit ihrem Hip-Hop-Tanz über die Bühne wirbeln. Nach diesem stimmigen Auftakt ist es für Andreas und Michael gar nicht so einfach, wieder Ruhe im Saal einkehren zu lassen. Doch mit Franz Schuberts „Moments Musicaux“, das die beiden als Duo auf dem Piano präsentieren, ziehen sie das Publikum schnell in ihren Bann.
Irem ist die erste und einzige Interpretin des Abends, die nur mit einem Text arbeitet. „Es ist das erste Mal, dass sie vor einem so großen Publikum auftritt“, kündigen die Moderatoren Anna-Lena Senk und Milan Wülfing an. Das selbst verfasste Gedicht über einen Vampir trägt Irem zwar aufgeregt, aber dennoch mit Bravour vor.
Anna Lisa setzt wenig später auf vollen Körpereinsatz – und der Titel „Lisa?s Crazy Sport“ passt ganz und gar zu ihrer Vorstellung. Mit kräftiger Körperspannung und einer Menge Freude löst die Fünftklässlerin Jubelstürme beim Publikum aus. Tosenden Applaus erntet auch Überraschungsgast Michelle, die zu heißen Samba-Rhythmen nicht nur über die Bühne, sondern auch durch die Zuschauerreihen wirbelt.
Nach eineinhalb Stunden und 15 Programmpunkten ist dann wohl allen im Saal klar, dass die Gymnasiasten neben ihren schulischen Leistungen noch einiges zu bieten haben. Der Talentschuppen bietet den Schülern bei der dritten Auflage erneut einen würdigen Rahmen, sich einmal ganz anders als gewohnt zu präsentieren. Nur eines störte ein wenig: Bei künftigen Veranstaltungen sollten die Organisatoren darauf achten, dass die Interpreten auf dem Weg zur Bühne nicht ständig durchs Forum laufen müssen. Schließlich stören sie damit die Darbietungen ihrer Mitschüler.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 21.06.2011

Spargel für Recherche geehrt

EKG-Redaktion bekommt Sonderpreis beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder



VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN/BERLIN. Der Spargel, die Schülerzeitung des Erich Kästner-Gymnasiums, ist erneut ausgezeichnet worden. Beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2011 erhielten die Macher den Sonderpreis „Tiefgründige Recherche“ der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen.
In der Gesamtwertung kam der Spargel diesmal zwar nicht unter die ersten drei – enttäuscht war die Redaktion aber keineswegs – im Gegenteil: „Wir freuen uns darüber ganz besonders“, sagte Lisa Haase vom Spargel-Team gestern nach der Preisverleihung im Bundesrat.
Tatsächlich habe die Redaktion für die prämierte Ausgabe, die sich mit dem Thema Zukunft befasst, extrem viel Aufwand getrieben. Das erkannte auch die Jury an: „Pluralität der Standpunkte und Perspektiven, Transparenz der Positionen, Sorgfalt in der Nachprüfung von Fakten“ bescheinigten die Juroren den Machern der Augabe „Welt 2050 – die Zukunft in unseren Händen“.
Für die Laatzener Delegation, zu der neben Lisa Haase auch die Spargel-Redakteure Luisa Oelmann, Claudia Noack und Felix-Thiel zählten, hat sich der Abstecher nach Berlin doppelt gelohnt. Am Sonnabend machten die Schüler eine Tour durch das politische Berlin einschließlich einem Besuch der ZDP-Hauptstadtstudios, am Sonntag gab es unter anderem einen Workshop über Musikjournalismus. Und neben der Urkunde gab es ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro, mit dem die Redakteure die Ausstattung verbessern wollen. Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der Jugendpresse Deutschland.
Schon jetzt steht fest, dass es nicht die einzige Ehrung 2011 bleiben wird. Wie das Spargel-Team verrät, geht es am nächsten Montag beim Schülerzeitungswettbewerb des Spiegel in Hamburg weiter. Schon jetzt stehe fest, dass die Laatzener Zeitung es unter die ersten Drei geschafft habe.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 31.05.2011

Schülerinnen des EKG sind erfolgreich 

Zwei Klassen holen den Landesmeistertitel

VON JULIA OSTERWALD 

LAATZEN-MITTE. Die Urkunden, die die acht Schülerinnen vom Erich-Kästner-Gymnasium gestern Morgen von Bürgermeister Thomas Prinz bekommen haben, haben sie wahrlich verdient: In zwei Wettkampfklassen haben die Mädchen die Landesmeisterschaft im Geräteturnen gewonnen.
Die "Kleinen", das heißt die Zehn- bis Zwölfjährigen, durften für fünf Tage sogar zum Bundesentscheid  nach Berlin fahren. Dort erreichten sie den achten  Platz. Für die vier "Großen" wurde aus der Reise in die Hauptstadt in diesem Jahr leider nichts: "Es gab nicht genug Herausforderer, also Meister aus ,den anderen Bundesländern", sagte Lehrerin Bettina Schmans.
Die Lehrerin hatte vor sechs Jahren die Idee, die Schüler im Geräteturnen zu fördern und ihnen zu ermöglichen, an Wettkämpfen teilzunehmen. Dazu hatte sie eine Arbeitsgemeinschaft (AG) zusätzlich zum regulären Unterricht ins Leben gerufen, die seit zwei Jahren von einer ehemaligen Schülerin und Tumerin sowie einer der älteren Schülerin betreut wird. Dass diese Initiative aufgegangen ist, zeigen die sportlichen Erfolge der Mädchen.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 21.05.2011

Laatzener Schüler lernen die Natur spielerisch kennen

Waldaktionstag im Wisentgehege in Springe

SPRINGE/LAATZEN. „Geweihe haben bei Rehen nur die Jungs“, erklärt Moritz den anderen Laatzener Jungen und Mädchen und hält sich ein Geweih an den Kopf. Der Elfjährige ist einer von 53 Schülern aus den fünften Klassen des Erich Kästner-Schulzentrums, die gestern das Wisentgehege in Springe besucht haben. Beim sogenannten Waldaktionstag standen die Themen Natur und Umweltschutz im Mittelpunkt.
„Viele Kinder verbringen heutzutage mehr Zeit vor dem Computer als draußen“, sagte Realschulleiter Oliver Brandt. Häufig seien die Kinder noch nicht einmal imstande, länger als einen Kilometer zu laufen.
Beim Quiz im Wald war nicht nur Ausdauer, sondern auch Grundwissen über die Natur gefragt: An unterschiedlichen Waldstationen schätzten die Schüler von Gymnasium und Realschule unter anderem das Gewicht eines Geweihs, bestimmten das Verfallsdatum von Müll und lernten, Giftpilze zu erkennen. „Es ist wichtig, dass die Kinder die Natur spielerisch kennenlernen“, sagte Cornelia Tripke, leitende Waldpädagogin im Wisentgehege.kap

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 12.05.2011




Kein Provisorium mehr: Erich Kästner-Schule eröffnet die neue Mensa Laatzen-Mitte.

LAATZEN-MITTE. „Das ist ja riesig“, hört man gleich mehrere Schüler raunen, als sie die neue Mensa im Erich Kästner-Schulzentrum betreten, und: „Das sieht ja richtig schön aus.“ Kein Zweifel: der neue Anbau kommt bei den Jugendlichen gut an. „Die Mensa ist viel besser als die alte, da hatte man immer Platzprobleme“, bestätigt der 13-jährige Christoph, als er sich im neuen Gebäude umschaut. „Früher musste man immer losstürmen, um noch einen Platz zu bekommen.“
Seit gestern ist das Geschichte: Den provisorischen Speisesaal, den die Schule 2006 notdürftig in der Aula eingerichtet hatte, können die Schüler nun links liegen lassen. Am Vormittag gaben Bürgermeister Thomas Prinz, Hans-Ulrich Becker, Leiter des Gymnasiums, und Realschulleiter Oliver Brandt den Anbau frei. Erster in der Schlange war Kushtrim (12), der sich für eine Portion Calamares entschied. Passend zum Namen der Schülerzeitung Der Spargel gaben die Mitarbeiter der Dorff-Küche, die die Küche betreibt, auch Spargelcremesuppe aus. dj/Weiter auf Seite 3

Warten auf die Mensa hat endlich ein Ende

Fortsetzung von Seite 1: Schüler loben den Anbau am Schulzentrum

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN-MITTE. Die Zeit, in der die Schüler des Erich Kästner-Schulzentrums in einer provisorischen Mensa speisen mussten, ist vorbei: „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Hans-Ulrich Becker, Leiter des Gymnasiums, im Hinblick auf die lange Wartezeit.
Die Gesamtkonferenz habe schon 2002 beschlossen, Ganztagsschule zu werden, blickte Becker zurück. Dies wurde aber erst 2008 Wirklichkeit. Dann zogen sich auch noch die Arbeiten am Neubau hin, der eigentlich schon im Herbst 2010 eröffnet werden sollte. „Die Bauphase dauerte länger als geplant“, räumte Bürgermeister Thomas Prinz ein. Schuld sei das Konjunkturpaket gewesen: Einige Firmen hatten so viele Aufträge gehabt, dass sie nicht fristgerecht fertig wurden.

1,4 Millionen Euro hat die Stadt in den Anbau investiert, in dem rund 100 Schüler Platz finden. Prinz geht davon aus, dass die Stadt aufgrund des Passivhausstandards langfristig Kosten spare.
Realschulleiter Oliver Brandt hob auch die Bedeutung für die Zukunft der Schule heraus: Der Ganztages- und Freizeitbereich, den Gymnasium und Realschule gemeinsam eingerichtet haben, soll noch ausgebaut werden.
Auch die Schüler sind mit dem Neubau sehr zufrieden. „Es wirkt alles sehr freundlich und offen“, sagte der 17-jährige Sebastian. Julian freute sich darüber, dass es „endlich mal einen modernen Teil in unserer Schule gibt“.
Milan stimmte in den Tenor mit ein: „Die Mensa zeigt, was man aus unserer Schule rausholen kann, wenn man etwas hineinsteckt.“ Auch Lisa war beeindruckt – allerdings mit einer Einschränkung: „Ich finde das offen liegende Lüftungsrohr nicht so schön“, sagte die 17-Jährige.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 09.05.2011

Turnen: Jugend trainiert für Olympia

VON DORIS MÜNNEKHOFF

332 Schulmannschaften aus 16 Bundesländern sind zum Frühjahrsfinale des Schulsportwettkampfes Jugend trainiert für Olympia nach Berlin gereist. Neben Geräteturnen standen auch die Finals in den Sportarten Badminton, Basketball, Handball, Tischtennis und Volleyball auf dem Programm.
Gleich am ersten Finaltag musste die Carl-Friedrich-Gauß-Schule Hemmingen im Wettkampf II (Jahrgänge 1996 bis 1999) in der Sporthalle Schöneberg an die Geräte. Das Team von Trainerin Wiebke Draht sicherte sich Silber. Anna Wienecke, Virginie ten Voorde, Lucie Gerbrecht, Henrike Fricke und Lisa Klingsporn mussten sich unter 15 Riegen lediglich dem Titelverteidiger, der Werner-Seelenbinder-Schule aus Berlin, geschlagen geben. Nach einem perfekten Wettkampf lagen sie mit 251,050 Punkten vor der niedersächsischen Mannschaft (248,150). Rang drei sicherte sich das Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe (145,700).
Beste Einzelturnerin aus Hemmingen war die Bundesligaturnerin Gerbrecht mit 62,600 Zählern, gefolgt von den punktgleichen Wienecke, ten Voorde und Fricke (61,800). Klingsporn erturnte 59,000 Zähler. Gerbrecht konnte besonders am Stufenbarren und Schwebebalken die Punktrichter überzeugen und erhielt die Höchstnoten (16,000). Fricke gelang dieses Kunststück am Schwebebalken.

Einen Tag später mussten die Schülerinnen des Erich-Kästner-Gymnasiums Laatzen (Hervorhebung der Homepage-Red.) ran, die von ihrer Sportlehrerin Bettina Schmans betreut wurden. Im Wettkampf IV (Jahrgänge 1998 bis 2001) war frühes Aufstehen angesagt, der erste Durchgang stand um 9 Uhr auf der Agenda. Mit 28 Ranglistenpunkten überraschten die Laatzenerinnen auf Rang sieben unter 16 Teams. Die Mädchen des Wirtemberg-Gymnasiums Stuttgart setzten sich gegen das Goethe-Gymnasium Hessen und das Landkreisgymnasium Annaberg durch. Nach 24 Jahren war erstmals wieder eine Turnriege des Erich-Käster-Gymnasiums in Berlin am Start. Damals turnte Wiebke Drath in der Riege und wurde Siebte, jetzt gehörte ihre Tochter Shania Drath zum Team.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 26.04.2011

Wechsel an der Spitze des Gymnasiums

Neue Konrektorin beginnt nach den Osterferien – AES-Lehrerin ist als Nachfolgerin von Becker im Gespräch

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE. In der Schulleitung des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) ist weiter Bewegung: Nach der Konrektorin Christine Klein wird im Sommer auch Schulleiter Hans-Ulrich Becker das Gymnasium verlassen. Für die Nachfolge ist ein Wechsel aus dem Kollegium der Albert-Einstein-Schule (AES) im Gespräch.
Auf Anfrage bestätigte die Landesschulbehörde jetzt, dass die Nachfolge von Christine Klein, die die Schule im August 2010 verließ, geregelt sei: Nach den Osterferien wird Anneliese Schmidt den Posten der stellvertretenden Schulleiterin übernehmen. Die 54-Jährige ist bislang an der Humboldtschule in Hannover als Lehrerin tätig. Ihre Fächer sind Deutsch und evangelische Religion.
Das Bewerbungsverfahren für die Stelle Beckers, der in Pension geht, ist hingegen noch am Laufen. Aus diesem Grund macht das zuständige Kultusministerium noch keine Angaben zur Nachfolge. Die Stelle ist zum Beginn des nächsten Schuljahres ausgeschrieben. Becker selbst bestätigt lediglich, dass eine externe Bewerberin sich bereits dem Schulvorstand vorgestellt habe.
Nach Informationen dieser Zeitung dürfte es auf eine Laatzener Lösung hinauslaufen: Demnach hat eine Kollegin der AES beste Chancen auf den Job. Die Pädagogin hat sich dem Vernehmen nach bereits dem Laatzener Schulausschuss vorgestellt und Zustimmung geerntet. Sollte der Wechsel klappen, könnte sich ein in der Stadt lange diskutiertes Ärgernis zum Besseren wenden. Das Verhältnis zwischen den beiden Schulzentren Albert Einstein und Erich Kästner gilt seit Jahren als verbesserungswürdig. Die Laatzener Ratsgremien haben sich schon mehrfach mit dem Thema befasst. Mit der in Aussicht stehenden Besetzung wäre ein kurzer Draht zwischen Gymnasium und Gesamtschule gesichert.
Mit der Pensionierung von Hans-Ulrich Becker verliert die Lehrerschaft des Erich Kästner-Gymnasium ihren dienstältesten Kollegen. Der 63-Jährige ist seit 1977 Lehrer am EKG. Er war über viele Jahre hinweg stellvertretender Schulleiter, im Mai 2003 übernahm er die Nachfolge von Schulleiter Heiner Hoffmeister zunächst kommissarisch, 2005 dann offiziell.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 19.03.2011


Jury ist vom Engagement beeindruckt

Der 15-jährige Alexey Stepanyuk wird im Landeswettbewerb Jugend forscht ausgezeichnet

VON JULIA OSTERWALD

LAATZEN-MITTE. Der Blick durch ein Rastermikroskop habe ihn besonders beeindruckt, sagt Alexey Stepanyuk. Mit anderen Teilnehmern hat er am Landeswettbewerb von Jugend forscht teilgenommen und dazu vier Tage in Clausthal-Zellerfeld verbracht. Für seine Untersuchung, in welchem Maße Bodenbakterien gegenüber verschiedenen Antibiotika resistent sind, ist der 15-Jährige mit dem zweiten Platz ausgezeichnet worden. Sechs Konkurrenten hat er überholt. Nur zwei Mädchen überzeugten die Jury mehr: Sie hatten die Durchlässigkeit von Kalkschale und Eihaut bei Hühnereiern untersucht.
Insgesamt zwei Stunden musste Alexey der Jury Rede und Antwort stehen, sein Projekt erklären und verteidigen. Bei einer Feierstunde in der Universität bekam er eine Urkunde und 300 Euro, für die seine Schule, das Erich Kästner-Gymnasium, Unterrichtsmaterial kaufen kann. Außerdem darf der Laatzener Ende August an einem Seminar im Deutschen Museum teilnehmen. Die 300 Euro waren eine Überraschung. „In der Regel sind solche Projekte sehr kostenintensiv“, sagt Alexeys Lehrerin Hendrika van Waveren.
Auf das Seminar in München ist Alexey besonders gespannt. Fünf Tage wird er mit anderen jungen Forschern und Lehrern aus den Bundesländern das Museum entdecken und mit Spezialisten sprechen können. „Ich lasse mich überraschen“, sagt der Gymnasiast. Aber vorher muss er die Klausuren nachholen, die geschrieben wurden, während er in Clausthal-Zellerfeld war.

Nachtrag
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 09.03.2011

Trittin modelt für neuestes "Spargel"-Heft

EKG-Schülerzeitung räumt weitere Preise ab

VON ASTRID KÖHLER   

LAATZEN-MITTE. Das Team der Schülerzeitung "Der Spargel" hat sich im vergangenen Jahr stark verändert. Trotzdem haben die Zeitungsmacher des Erich Kästner-Gymnasiums wieder abgeräumt. Mit ihrem Dezemberheft "Welt 2050 - Die Zukunft in ihren Händen" belegten sie beim Juniorenpressepreis Niederschsen/Bremen Platz zwei. Außerdem erhielten sie im Schüerzeitungswettbewerb der Länder den Sonderpreis für tiefgründige Recherche.
" Es macht richtig Spaß", sagt Betreuungslehrer Thomas Göhmann, der die Ausgabe mit den Schülern fast ein halbes Jahr lang vorbereitet hat. Der 36-Jährige knüpft damit an die Erfolge seine Vorgängers Hans-Werner Bertram an, der den Spargel 16 Jahre lang mit prägte. Nach Bertrams Abschied hat sich das Team gewandelt: Vorrangig gestalten den "Spargel" jetzt Zehnt- und Eltklässler, diskutiert und redigierd wird nach stärker per Internet und die Zahl der Aktiven hat sich nahezu verdoppelt auf mehr als ein Dutzend Schreiber, Layouter und Fotografen.
Julius (16) und Mona (17) sind zwei von ihnen. Der Ingeln-Oesselser organisierte unter anderem den Zugang zu einem professionellen Fotostudio für das Titelbild und lichtete außerdem Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin ab. Anzeigenorganisatorin und Artikelschreiberin Mona führte zusammen mit einer Mitschülerin das Interview. "Jürgen Trittin kann man gut fotografieren. Er ist wie ein Model. Jede Geste sieht gut aus", sagt Julius, der mehr als 300 Bilder aus Berlin mitgebracht hat.
Außerdem haben die "Spargel"-Macher für das vom Layout deutlich weiterentwickelte 86-Seitenheft mit dem VW-Abteilungsleiter für Umwelt gesprochen und beschrieben, wie eine Fernsehsendung bei RTL-Regional entsteht. Die nächsten Ziele sind, mehr Farbseiten im Innenteil zu generieren und Teamnachwuchs zu interessieren.
Die nächste Ausgabe der Schülerzeitung soll bereits im Juni erscheinen. Darin widmen sich die Jugendlichen dem Thema "Ist Schule noch zeitgemäß?", interviewen den Restauranttester Christian Rach, ffn-Morgenmann Franky und den niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 17.03.2011

Laatzener Turnerinnen sind beim Bundesfinale dabei

Sie dürfen die Koffer packen für das Bundesfinale in Berlin: Die Turnerinnen des Erich-Kästner-Gymnasiums Laatzen, Marie Schindelhauer, Theresa Ladwig, Charlene Casjens, Shania Drath, Marie Schäfer und Victoria Windel, haben den Landesentscheid im Wettkampf IV des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia in Winsen/Luhe gewonnen. „21 Jahre mussten wir warten, nun ist es endlich geschafft“, freute sich die Sportlehrerin Bettina Schmans.
Die Laatzenerinnen setzten sich knapp vor dem gastgebenden Luhe-Gymnasium Winsen durch. Insgesamt hatten sich vier Schulen für das Landesfinale qualifiziert. Das Bundesfinale steht vom 3. bis 7. Mai auf dem Programm. mü


Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 19.03.2011
Turnen

Favoritinnen nach Berlin

Einen ungefährdeten Sieg haben die Turnerinnen des Erich-Kästner-Gymnasiums Laatzen beim Schulsportwettkampf Jugend trainiert für Olympia in Schneverdingen gefeiert. Svenja Hansen, Ann Christin Hagedorn, Minh Ho und Marijke Meyer erreichten beim Landesentscheid 232,800 Zähler.
Den Athletinnen der Carl-Friedrich-Gauß-SchuleHemmingen gelang mit 250,500 Punkten der Sieg. Betreut von Sportlehrerin Wiebke Drath ließen die Favoritinnen Virginie ten Voorde, Lucie Gerbrecht , Henricke Fricke, Anna Wienecke und Lisa Klingsporn nichts anbrennen und gewannen den Landesentscheid souverän. Die Riege wird Niedersachsen beim Bundesfinale vom 3. bis 7. Mai in Berlin vertreten. mü


Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 12.03.2011
PROJEKTWOCHE AM ERICH KÄSTNER GYMNASIUM

Volles Programm auf der Bühne



Was ein lebendiges Schulleben bedeutet, konnten die Besucher des Erich Kästner-Gymnasiums gestern erfahren. Zum Abschluss der Projektwoche stellten etliche Schülergruppen vor, womit sie sich von Dienstag bis Freitag beschäftigt hatten. Michael (12) zeigt im Chemieraum, wie man aus Emser Salzpastillen mit Spiritus und Asche federleichte Kohlenstoff-Schlangen macht, die Schülerzeitschrift Spargel warb für ihre neueste Ausgabe, Tänzer und Musiker trugen das Erlernte im Forum vor. Manche Famlien nutzten den Besuch als Hilfe für die Schulwahl: „Meine Tochter hat sich heute für das EKG entschieden“, sagte ein beeindruckter Vater.jd

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 12.03.2011

Das EKG erhält für sein Genlabor den Preis
„Ort im Land der Ideen“ 



LAATZEN-MITTE. Das Genlabor im Erich Kästner-Gymnasium ist seit gestern „ausgewählter Ort im Land der Ideen“. Detlef Schneidereit, Vertreter des „Land der Ideen“-Sponsors Deutsche Bank, überreichte den Preis gestern Nachmittag an EKG-Lehrerin Hendrika van Waveren.
Die Biologin hatte vor einigen Jahren gemeinsam mit anderen Pädagogen aus der Region das Projekt HannoverGen angeschoben. Vier Schulen in und bei Hannover wurden daraufhin für eine Million Euro mit Genlaboren ausgestattet und wissenschaftlich begleitet. Die Schüler bekommen Wissen über die Gentechnik vermittelt, erörtern aber auch ethische Fragen.
„Grüne Gentechnik gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und ist dennoch umstritten“, stellte Niedersachsens neuer Landwirtschaftsminister Gert Lindemann bei der Preisverleihung fest. Das Projekt ermögliche den Schülern, „komplexe fachliche Hintergründe und Grundlagen experimentell vermittelt zu bekommen.“ Im Ministerium feile man bereits an Plänen, das Pilotprojekt landesweit auszuweiten. Bis dahin müsse aber noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.jd/Mehr auf Seite 5

Zukunft des Genlabors ungewiss

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE. Am Anfang standen auch kritische Stimmen: Werden die Schüler am Erich Kästner-Gymnasium von der Gentechnik-Lobby indoktriniert? Dies wollten Greenpeace und Landtagsgrüne wissen, als dort das Genlabor eingerichtet wurde.
„Wir bekommen keine Meinung aufgedrückt“, meint hingegen Lika (17). Mitschülerin Lena (19) ergänzt: „Ich habe nicht das Gefühl, wir werden manipuliert.“ Entsprechend viele Argumente können die EKG-Schülerinnen für und wider die Gentechnik ins Feld führen. Bei jeder Form von Genmanipulation verhalte sich die Sache ohnehin anders, betont Lena. „Es ist eine große Verantwortung.“
Beide haben schon viele Stunden im Genlabor verbracht – jeder Schüler des EKG ist dort mindestens bei einem Projekt dabei. In der Oberstufe lernen sie unter anderem, wie man Tumore in Kartoffeln einpflanzt oder die DNA von Mais isoliert und auf Manipulationen untersucht. Transgene Gemüse entstehen hier zwar nicht, das wäre verboten, sagt Lehrerin Hendrika van Waveren. Aber die einzelnen Schritte würden während des Biologieunterrichts modellhaft nachvollzogen.
Möglich ist dies nur dank der üppigen Ausstattung – darunter teure Mikropipetten und sogenannte PCR-Maschinen – sowie Extra-Lehrerstunden und der wissenschaftlichen Unterstützung durch die Universitäten Hannover und Oldenburg. Die Uni-Zuarbeit ist jetzt jedoch in Gefahr: Zum August läuft die Förderung aus, der Rest des EKG-Projekts samt Lehrerstellen zum Jahresende. Was danach wird, weiß zurzeit noch niemand.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 12.03.2011

Die Küchenreibe der Zukunft überzeugt mit Touchscreen

VON FABIENNE GRETSCHEL

Vier aufregende Geschäftsjahre liegen hinter den 23 Elftklässlern des EKG, die während der Projektwoche das Management Information Game (MIG) gespielt haben. Das computerunterstützte Planspiel soll wirtschaftliche Zusammenhänge im Unternehmen und am Markt veranschaulichen.
Die Jugendlichen gründeten am Montag drei virtuelle Aktiengesellschaften, ein Tag entsprach dabei einem Geschäftsjahr. Am Donnerstagabend stellten die drei Schülergruppen Teile ihrer Ergebnisse in den Räumen des Maschinenbauunternehmens Troester in Hannover-Wülfel vor.
Die 16- bis 19-Jährigen mussten ihr Produkt einem Großhändler – in diesem Fall ihren Eltern sowie Vertretern von verschiedenen Hochschulen und Sponsoren – verkaufen. Angesichts der Präsentation waren die Elftklässler ein wenig nervös, zeigten sich aber vor allem stolz auf ihre Arbeit.
Dies offenbarte sich auch in den Präsentationen der neuartigen elektrischen Küchenreiben. Die drei „Vorstände“ der Aktiengesellschaften legten ihre Marktforschungsergebnisse, die technischen Daten und Zahlungsbedingungen dar, entwickelten ein Werbekonzept und überraschten durch überzeugende Schlagfertigkeit. Am Ende gewann die von den Schülern erdachte Firma Küchenkönig nur knapp vor Küchenlieb, deren Reibe mit Touchscreen ausgestattet war, und KTech.
Vor echten Firmenvertretern zu sprechen, sei interessant, die ganze Woche eine spannende Erfahrung gewesen, waren sich die Jugendlichen einig. Lehrerin Beate Brase hatte das Projekt in Zusammenarbeit mit Mark Appun-Schönwälder von der Stiftung Niedersachsen, Träger des Planspiels, in die Wege geleitet. Brase lobte das Engagement ihrer Schüler. „Man hat sie von einer anderen Seite gesehen.“

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 11.03.2011

Mensen öffnen nach den Ferien

Bauarbeiten an Laatzener Schulen verzögern sich erneut - Es stehen noch Restarbeiten aus




VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN. Die Schüler der Grund- und Hauptschule in Alt-Laatzen und des Erich Kästner-Schulzentrums in Laatzen-Mitte müssen sich weiter gedulden: Die Bauarbeiten an den beiden neuen Mensen ziehen sich weiter in die Länge. Als neuen Fertigstellungstermin nennt die Stadt Anfang Mai – nach den Osterferien.
Es geht nur noch um Restarbeiten. Der Rohbau und der größte Teil des Innenausbau sind in beiden Gebäuden nahezu fertig. Die kleineren Arbeiten, die noch anstehen, werden aber noch einige Wochen dauern, erläutert Marcus Türr, Projektleiter bei der Stadt.
Im Erich Kästner-Schulzentrum sind vor allem die Tischler unterwegs. Aktuell wird die neue Bühne installiert, es fehlen unter anderem noch Tresen, Verkleidungen an den Heizungen und Fensterteile. Auch die Wärmedämmung an der Fassade steht noch aus.
Der freundliche Raumeindruck stellt sich aber schon jetzt ein: Die bogenförmige Glasfassade bringt den Schülern künftig viel Licht, die hohe, schräg abfallende Decke wirkt großzügig. Bis zu 100 Schüler sollen hier künftig gleichzeitig Platz finden.
Ein paar Kilometer weiter harrt die Jugendkantine der Schule an der Alten Rathausstraße ihrer Fertigstellung. „Maler, Fußbodenleger und Elektriker kümmern sich derzeit um Restarbeiten“, berichtet Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Auch Heizungs- und Sanitärarbeiten stünden teilweise noch aus. Als Architekt beauftragt wurde für beide Schulen Carsten Strate aus Alt-Laatzen.
Ursprünglich hatten die Schulen viel früher fertig werden sollen – die EKS-Mensa im Oktober und die Jugendkantine im Dezember. Für Verzögerungen hätten sowohl der frühe Wintereinbruch Ende November, aber auch Probleme bei Ausschreibungen gesorgt: Offenbar hätten viele Firmen wegen des Konjunkturpakets II volle Auftragsbücher, sodass sie teilweise gar keine Angebote abgaben. Es gab aber auch Überraschungen wie unvermutete Stromkabel beim Bodenaushub. „Beim Bau im Bestand passiert so etwas“, sagt Türr

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 02.03.2011

Spargel erhält Sonderpreis für Recherche

LAATZEN-MITTE. Die Schülerzeitung des Erich Kästner-Gymnasiums, Der Spargel, hat beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder den Sonderpreis „Gründliche Recherche“ erhalten. Die Spargel-Redakteure setzten sich dabei gegen 73 weitere Schülerzeitungsredaktionen von Gymnasien durch, die sich für die Auswahl qualifiziert hatten. Insgesamt beworben hatten sich an dem Wettbewerb 1800 Redaktionen von Grund-, Haupt-, Real-, Förder- und Berufsschulen sowie Gymnasien.
Ihren Sonderpreis nehmen die Laatzener im Frühjahr in Empfang. Vom 18. bis 20. Juni sind sie und weitere 26 ausgezeichnete Schülerzeitungsredaktionen aus dem Bundesgebiet nach Berlin eingeladen. Die Preisverleihung übernimmt Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft.  akö

Ausgabe: LAATZENER WOCHE  Datum: 16.02.2011

Die Idee einer Mutter

Das Schulbistro "Mamma mia" besteht seit zehn Jahren

LAATZEN. Das Bistro "Mamma mia" im Erich Kästner-Schulzentrum an der Marktstraße besteht seit zehn Jahren. Grund genug, vergangenen Freitag ein wenig zu feiern. Mit dabei war die Initiatorin Karin Zentgraf-Hoppe. Sie hat damals die Idee gehabt und steht heute noch hinter dem Verkaufstresen - obwohl ihr Kind diese Bildungseinrichtung bereits verlassen hat.

Karin Zentgraf-Hoppes Sohn war damals von der Albert-Einstein-Schule in das Erich Kästner-Schulzentrum gewechselt und kannte aus der Schule an der Wülferoder Straße ein Schulbistro. Sie griff diese Idee auf, und heute, zehn Jahre und so manches belegte Brötchen später läuft der Laden sprichwörtlich immer noch.
Lange Zeit hat eine ABM-Kraft mit Ehrenamtlichen den Verkaufstresen besetzt, inzwischen sind es gerinfügig Beschäftigte. "Für Ehrenamtliche war das zu viel geworden", sagt Heike Irmler, die Vorsitzende des Fördervereins der Schule. Der Förderverein ist der Träger von "Mamma mia".

Neben Karin Zentgraf-Hoppe ist Rita Wittke verpflichtet worden. Zudem stehen 26 Frauen, eine Großmutter und auch ein Vater ehrenamtlich zur Unterstützung zur Verfügung. Täglich holen sich etwa 200 Schüler im Bistro ihr Frühstück. 63 verschiedene Angebote liegen aus, belegte Brötchen oder gefüllte Fladenbrote stehen in der Gunst der jungen Kundschaft ganz oben. Die Einrichtung des Bistros hat im Wesentlichen der Förderverein der Schule angeschafft, "Mamma mia" ist von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Name ist die Erfindung einer Mutter. "Die Mammas der Schüler haben das hier schließlich gemacht", sagt Heike Irmler.   rk

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 12.02.2011

Schüler untersucht Bakterien


Erster Platz bei Jugend forscht  

LAATZEN-MITTE: Alexey Stepanyuk hat ein Ziel erreicht, auf das er lange hingearbeitet hat. Der 16-jährige Schüler vom Erich Kästner-Gymnasium hat gestern beim vierten Anlauf erstmals den Regionalwett-bewerb Jugend forscht in der Kategorie Biologie gewonnen. Damit hat er sich für den Landesentscheid im März in Clausthal-Zellerfeld qualifiziert.
 
Für sein Projekt hat der Zehntklässler viel Freizeit investiert: „Ich wollte nachweisen, dass Bakterien im Boden gegen Antibiotika resistent sein können.“ Deshalb habe er Erdproben von einem Acker, aus einem Garten und von der Wiese vor seiner Schule genommen. Spuren davon hat er auf Petrischalen geträufelt, die er vorher mit Nährboden und verschiedenen Antibiotika präpariert hatte. Schnell stellte sich heraus, dass sich die Kulturen trotzdem vermehren. Mit diesen Ergebnissen überzeugte der 16-Jährige, der von Lehrerin Hendrika van Waveren begleitet wurde, die Jury in Hannover.kon

Interesse für Technik liegt in der Familie

Das Interesse für die Naturwissenschaften wurde Alexey Stepanyuk fast in die Wiege gelegt. „In meiner Familie interessieren sich alle Männer für Technik“, sagt der 16-Jährige. Schon als Kind habe er tagelang alle Versuche aus einem Chemiebaukasten ausprobiert. Eines seiner Vorbilder ist sein älterer Bruder Sergey, der Wirtschaftsingenieurwesen studiert.
Die ersten Glückwünsche zum Erfolg mit seinem Forschungsprojekt bekam Stepanyuk von seiner Biologielehrerin am Erich Kästner-Gymnasium, Hendrika van Waveren. Sie unterstützt den Zehntklässler schon seit Jahren bei dessen Experimenten und lobt seine Hartnäckigkeit und Disziplin. „Bei der Verkündung der Platzierung war ich mindestens so aufgeregt wie Alexey“, sagt sie. Immerhin begleite sie seit zehn Jahren Jungen und Mädchen zu dem Wettbewerb Jugend forscht – ein erster Platz sprang zum ersten Mal dabei heraus.kon

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 12.02.2011

Die Kanzlerin mit ihren Gästen, die unter anderem aus Laatzen kommen (vorn, von links): Henrik (11), Lukas (12), Tobias (13), und Henning (13) nehmen die Gratulationen von Angela Merkel entgegen. Physiklehrerin Beate Brase (hinten, links) ist stolz auf ihre Schüler.

Merkel gratuliert den jungen Tüftlern

Gymnasiasten gewinnen Wettbewerb "Formel Eins" in Berlin mit Zitronenfahrzeug

LAATZEN-MITTE. Große Ehre für vier Jungen vom Erich Kästner-Gymnasium und ihre Physiklehrerin Beate Brase: Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte dem Team zum Sieg beim Wettbewerb „Formel Eins“ in Berlin. Zudem nahmen die jungen Tüftler 500 Euro Preisgeld und einen Pokal mit nach Hause, den ihnen Sat-1-Moderator Ulrich Meyer überreichte.
Dabei waren Henrik (11), Lukas (12), Tobias (13) und Henning (13) vor der Auftaktveranstaltung zum Jahr der Chemie ziemlich nervös, berichtet Brase. Bis zuletzt haben sie an ihrem Projekt gefeilt. „Wir haben ein Fahrzeug aus Legosteinen gebaut, das mit regenerativer Energie aus Zitronensäure, Kupfer und Magnesium angetrieben wird“, erzählt die Gymnasiallehrerin. Damit transportierten die Schüler problemlos ein rohes Ei 20 Meter weit, wie von der Jury gefordert.
Ihre Schützlinge haben bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb aber auch nichts dem Zufall überlassen, sagt Brase. Sie statteten sogar dem Chemieprofessor Franz Renz einen Besuch in seinem Labor in der Universität Hannover ab, um sich Tipps vom Fachmann zu holen.
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 20.01.2011

Schweinerotte hält Austauschschüler auf

13 Norweger besuchen für eine Woche EKG - Sprachkenntnisse werden aufgefrischt - Abschied mit Theaterstück



Besuch aus dem Norden: Noch bis morgen sind 13 norwegische Austauschschüler aus der bei Oslo gelegenen 14 000-Einwohner-Gemeinde Lillestrøm zu Gast am Erich Kästner-Gymnasium (EKG).

VON FELIX THIEL

LAATZEN-MITTE. Für die Laatzener ist schon der Ankunftstag der Norweger unvergessen: Ihre Zugfahrt nach Berlin, wo die Zwölftklässler am vergangenen Donnerstag ihre Austauschpartner in Empfang nehmen wollte, wurde von einer Wildschweinrotte verzögert, die auf den Schienen stand. Letztlich gelang es aber noch, die Schüler der Lillestrøm Videregaende Skole abzuholen.
Bei dem achttägigen Austausch stand neben gemeinsamen Besuchen in Hannover und der Autostadt Wolfsburg auch ein weiterer Berlintag auf dem Programm. Die Norweger waren von der Bundeshauptstadt begeistert und konnten beim Rundgang durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen sogar eine Führung in ihrer Muttersprache erleben.
Doch auch in Hannover gab es für sie viel zu sehen. „Die alten Gebäude sind sehr schön“, schwärmte Benedikte (17). Außerdem seien die Shopping-Center viel größer als zu Hause, bemerkte die Schülerin. EKG-Lehrerin Sibylle Dordel, die den Austausch gemeinsam mit Kollegin Bettina Schmans von Anbeginn im Jahr 2003 organisiert, freut sich über die Entwicklung. „Es ist schön mit anzusehen, dass dieser Austausch jedes Jahr zustande kommt.“ Der Besuch in Laatzen helfe den Norwegern, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Weiterer positiver Aspekt: „Schüler, die in den vergangenen Jahren dabei waren, haben meist immer noch Kontakt zu ihren Austauschfreunden“, sagt Dordel.
Die Laatzener und LillestrØmer kennen sich bereits seit August, als die EKG-Schüler in Norwegen zu Besuch waren. Seitdem tauschen sie sich übers Internet und anderweitig aus. „Es ist einfach interessant, die Kultur in anderen Ländern kennenzulernen“, sagt die 17-jährige Lisa Haase.
Schon Morgen geht es aber zurück. Zuvor werden die Gäste heute Abend verabschiedet. Dabei zeigen sie einige Szenen des frisch einstudierten Theaterstücks „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Außer den Gastfamilien können auch weitere Interessierte das Schauspiel mit norwegischen Akzenten sehen. Beginn ist um 19 Uhr im EKG an der Markstraße 33. Der Eintritt ist frei.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 17.12.2010

Schüler basteln Fahrzeug mit Zitronenantrieb

Gymnasiasten nehmen an Wettbewerb teil

Zitronensaft ist vielseitig in der Küche und im Haushalt einsetzbar. Dass damit aber auch ein elektrischer Motor angetrieben werden kann, hat ein Team aus vier Schülern des Erich Kästner-Gymnasiums bewiesen.

VON KATHARINA BENGSCH

LAATZEN-MITTE. Ein rohes Ei 20 Meter weit transportieren und der Antrieb des Gefährts muss aus regenerativen Stoffen kommen: Das waren die einzigen Bedingungen zur Teilnahme an dem Wettbewerb „Formel Eins“, den die Dechema-Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie ausgeschrieben hat. Tobias (13), Lukas (12), Henning (13) und Henrik (11) bauten daraufhin das „Lemon Powered Car“, ein durch Zitronensaft angetriebenes Auto – und hoffen, damit zu gewinnen.
Bereits im Sommer hatten die vier an dem naturwissenschaftlichen Wettbewerb der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) teilgenommen – und sie gewannen. Physiklehrerin Beate Brase unterstützte damals die Schüler und schlug ihnen auch dieses Mal die Teilnahme vor. „Wir sind gerade in einem richtigen Wettbewerb-Feeling“, sagt Brase mit einem Lächeln im Gesicht.
Die Idee der Gymnasiasten: Der Motor eines sogenannten Lego-Mindstorm-Autos wird an einen Block aus 30 Küvetten – das sind kleine rechteckige Gefäße, die sonst in der Spektroskopie benutzt werden – angeschlossen. In die kleinen Plexiglasgefäße der Stromquelle füllt das Team Zitronensäure, die mit Wasser und Salz verdünnt ist. In jedes Gefäß kommen außerdem ein Kupferstreifen und Magnesium. Alle Küvetten werden untereinander mit Metallklemmen verbunden. Durch die Kombination der verschiedenen Metalle und der Säure entsteht ein Austausch von Elektronen zwischen den einzelnen Komponenten. Das Ergebnis: Es fließt Strom, der den Motor antreibt.
Was nach einer runden Sache klingt, kostete die Schüler viel Zeit und noch mehr Geduld. Seit dem Sommer saßen die Jungs gemeinsam mit Brase jeden Montag freiwillig zwei zusätzliche Unterrichtsstunden in einem Physikraum des Gymnasiums und feilten an ihrer Idee. Rückschläge gehörten dazu. „Wir mussten feststellen, dass reine Zitronensäure viel zu sehr schäumt“, erklärt Brase. Auch Kurzschlüsse waren des öfteren ein Problem, mit dem sich die jungen Wissenschaftler herumplagen mussten.
Erst wenige Tage vor Ablauf der Wettbewerbsfrist hatte das Team dann schließlich die richtige Mischung der einzelnen Komponenten herausgefunden. Das Auto fuhr, wie in der Ausschreibung verlangt, 20 Meter – und das Ei blieb unversehrt. Den Beweis liefert das Team mit einem Video, das im Internet einsehbar ist.
Warum die Schüler lieber Zeit in den Bau eines außergewöhnlichen Fahrzeugs investierten als draußen zu bolzen, darüber waren sich alle einig: „Weil es einfach Spaß macht.“

Wer Interesse hat, sich das Konzept des Autos genauer anzuschauen, kann sich die beiden Wettbewerbsvideos der Schüler auf dem Internetportal www.youtube.de unter dem Stichwort „the lemon powered car“ anschauen.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 19.11.2010

Stadt soll Schule renovieren

EKG-Schüler beklagen Zustand der Räume - Bürgermeister macht wenig Hoffnung

Im Erich Kästner-Gymnasium gibt es einige Räume, die renovierungsbedürftig sind. Da die Schule dafür aber kein Geld aufbringen kann, baten zwei betroffene Achtklässler um ein Gespräch mit dem Bürgermeister. Mit mäßigem Erfolg.

VON KATHARINA BENGSCH

LAATZEN-MITTE. Im Erich Kästner-Gymnasium gibt es Renovierungsbedarf. 30 Jahre alte Teppichböden, verschmierte Toilettentüren und zerkratzte Tische stören einige Schüler. Etwa die der Klasse 8b, die sich über den Zustand ihres Klassenraums beschweren: Vor zehn Jahren hat der damalige Kunstlehrer Hans-Werner Bertram die Wände tapeziert und anschließend Laatzens Skyline darauf gemalt. Jetzt blättern die Bahnen an allen Ecken ab, Schüler scheinen außerdem Teile abgerissen zu haben.
Schulleiter Hans-Ulrich Becker kennt den Zustand der Räume. Doch er sieht sich zurzeit nicht in der Lage, dies zu ändern, sagt er. Die Schule habe kein Geld.
Jedes Jahr gibt es mit Vertretern der Stadt, die als Eigentümerin für den Unterhalt zuständig ist, eine Schulbesichtigung. Dabei wird eine Prioritätenliste darüber erstellt, was erneuert werden muss. „Ein Loch im Fußboden hat natürlich Vorrang vor ästhetischen Mängeln“, sagt Becker.
Die beiden Achtklässler Vivien Werner und Tobias Nießen wollten die Aussage so nicht hinnehmen und baten Anfang November um ein Gespräch mit Bürgermeister Thomas Prinz. „Unser Wunsch ist es, dass Sachen verschönert und repariert werden, die es unserer Meinung nach müssten“, sagt Tobias.
Bei dem Gespräch lobte Prinz zwar das Engagement der Schüler, sieht jedoch kaum Handlungsmöglichkeiten. Sicherheitsmängel wie eine kaputte Steckdose würden selbstverständlich repariert. Ästhetische Mängel wie ein 30 Jahre alter Teppich oder verschmierte Toilettentüren hätten aber keine Priorität. „Bei aller berechtigter Kritik geht es unseren Schulen aber gut. Wir investieren viel in Bildung“, sagt Prinz.
Immerhin: Der Bürgermeister versprach, dass sich die Verwaltung um das Thema kümmern werde. Ob tatsächlich Geld für die Verschönerung von Klassenräumen bereitgestellt wird, ließ er offen: „Geld ist endlich.“
Am Ende gab es viel Lob. Prinz findet es „toll, wenn sich Schüler direkt mit der Situation auseinandersetzen“. Und Becker ergänzt: „Es ist schön, dass die Schüler ihre Finger in die Wunde legen.“

Kommentare zu diesem Pressebericht 


Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 11.11.2010

Liegt auf dem Mars Schnee?



VON KATHARINA BENGSCH

LAATZEN-MITTE: Gibt es Leben auf dem Mars? Wie schwer ist der Planet, und warum ist der Himmel dort rot? Die Schüler im Erich Kästner-Schulzentrum haben viele Fragen. Kein Wunder, denn Nasa-Mitarbeiter Franz Renz hat sich Zeit genommen, um ihnen vom roten Planet zu erzählen.
Zu den beiden Doppelstunden mit dem Professor für anorganische Chemie der Leibniz-Universität Hannover sind gestern jeweils rund 250 Grundschüler der Pestalozzistraße, aus Rethen und Grasdorf, sowie Fünft- und Sechstklässler des Gymnasiums ins Foyer gekommen. Renz präsentierte den Schülern zunächst einen Kurzfilm über die Nasa-Mission 2005 zum Mars. Seinerzeit wurden zwei Roboter auf den Planeten geschickt, die Renz mit entwickelt hatte. Konkret baute er sogenannte Mössbauer-Spektrometer an die im Original 1,40 Meter hohen Maschinen. Das besondere am Spektrometer: Er erkennen Eisen im Gestein. Forscher können somit ableiten, aus welchen Materialien der Mars besteht.
Nachdem der 42-Jährige erklärt hatte, dass die Roboter mit Solarenergie betrieben werden, dass sie niemals zur Erde zurückkehren und dass das Projekt fast 600 Millionen Euro gekostet hat, war Zeit für Fragen der Neun- bis 13-Jährigen: „Liegt im Winter auch auf dem Mars Schnee?“, wollte ein Schüler wissen. „Ja, jeden Tag, da es da so kalt ist“, sagte Renz. „Kann man dort Bäume pflanzen?“, fragte ein anderer Schüler. Der Professor verneinte – die Atmosphäre um den roten Planeten sei dafür zu dünn.
Den Kontakt zu Renz, der als Professor schon in den USA und Japan gearbeitet hat, vermittelte Beate Brase, Physiklehrerin am EKG. Brase lernte den 42-Jährigen vergangenes Jahr auf der Ideen-Expo in Hannover kennen und begeisterte ihn für den Vortrag. „Wenn man Kinder nicht schon in dem Alter für Raumfahrt und Technik begeistert, ist es zu spät“, sagte Renz.

weitere Presseberichte aus dem Jahr 2010 im Archiv