Pressespiegel 2009

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 10.12.2009

Mensabau: Stadt will Passivhaus

Ökostandard soll die Kosten senken



LAATZEN-MITTE. Die Monate, in denen Schüler des Erich Kästner-Schulzentrums im Forum ihr Mittagessen verspeisen, sind gezählt. Im nächsten Jahr will die Stadt eine Mensa anbauen. Nach den Herbstferien 2010, so der Plan, sollen die Räume eröffnet werden.
Dabei hält die Stadt an ihrem Grundsatz fest, möglichst energiesparend zu bauen: Die neue Mensa wird im Passivhausstandard errichtet. Dafür hat sich jetzt der Schulausschuss einstimmig ausgesprochen. Die Planer versprechen sich von der Entscheidung nicht nur geringere Energiekosten im neuen Gebäudeteil. „Durch die angestrebte Mehrfachnutzung des Neubaus wird es auch zu einer Verlagerung von kleineren und mittleren Veranstaltungen aus dem großen Forum kommen“, heißt es in der Begründung für die Passivhauspläne.
Das schlechter gedämmte und für Kleinveranstaltungen überdimensionierte Forum, das aus den siebziger Jahren stammt, muss dann nicht mehr aufgeheizt werden. Mit der Öko-Bauweise steigen allerdings auch die Kosten. Der beauftragte Architekt rechnet damit, dass der Bau dadurch um 206?200 Euro teurer wird. Die Stadt rechnet mit einer Bausumme von zusammen 1,32 Millionen Euro. In den Kosten enthalten ist die neu in die Pläne aufgenommene Außenbestuhlung. jd


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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 09.12.2009

Französin will EKS-Schüler für ihre Sprache gewinnen

France-Mobil stoppt in Laatzen: Klassen besuchen Schnellkursus

LAATZEN-MITTE. „Je suis Emilie. Et toi?“, fragte Emilie Heimburger die Schüler im Erich Kästner-Schulzentrum. Seit September ist die 28-jährige Französin in Niedersachsen und Bremen mit dem sogenannten France-Mobil unterwegs – einer Art mobilem Schnupperkursus, mit dem in Schulen und anderen Einrichtungen für die französische Sprache geworben wird. Gestern hielt Heimburger mit ihrem kleinen Renault in Laatzen.
Fünf Klassen der Stufe fünf bis sieben erlebten mit ihr jeweils 45 Minuten anschaulichen Sprachunterricht. Zunächst durften sie die Lektorin aber über ihr Heimatland und ihre Muttersprache ausfragen.
Für die Fünftklässler steht Französisch zwar noch nicht auf dem Lehrplan, doch bei dem Schnellkursus gestern lernten sie die Vokabeln für einige Farben und die Zahlen bis zehn. „Un, deux, trois“: Im Stuhlkreis sitzend zählten die Schüler, und Heimberger war erstaunt, dass einigen die französichen Worte bereits recht flüssig über die Lippen kamen. „Das habe ich beim Ballett gelernt“, sagte ein Mädchen.
Das von der Robert-Bosch-Stiftung unterstützte Projekt beruht auf einer Initiative des deutschen Kulturzentrums Maison de Heidelberg in Montpellier, das im Jahr 2000 ein Deutsch-Mobil in Frankreich auf die Straße schickte. Im Gegenzug werben seit 2002 jährlich zwölf Lektoren für Französisch in Deutschland.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 30.11.2009


Glücklich für einige Momente

Es ist nicht schwierig, krebskranke Kinder froh zu machen, meint FreiSchwimmerin Alla

Endlich sind wir angekommen. Und da steht sie vor mir. Sie ist klein und süß wie ein Engelchen. Doch mir läuft ein eiskalter Schauer über den Rücken. Denn die kleine Jasmin ist krebskrank. Sie lächelt. Die Siebenjährige hat schon lange auf uns gewartet. Ihre Ärztin sagte, sie sei schon ganz aufgeregt gewesen. So wie ich –und die anderen bestimmt auch.
Wir sind hier, weil wir helfen wollen. Wir, das sind vier Schülerinnen und eine Lehrerin des Erich Kästner-Gymnasiums in Laatzen. Im Zuge des Projekts „Humanitäre Schule“ besuchen wir die Kinderkrebsstation in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Zusammen mit den Kindern basteln und malen wir heute.
Ich hätte nie gedacht, dass es in einem Krankenhaus so nett und herzlich sein könnte und dass man mit erkrankten Kindern so einfach etwas unternehmen kann und ihnen damit eine große Freude macht. Auch, wenn wir nur mit Kindern basteln können, die schon auf dem Weg der Besserung sind.
Die anfangs schüchterne Jasmin blüht total auf, als wir zusammen mit ihr malen und basteln. Immer mehr Kinder setzen sich zu uns an den Tisch. Und als die 4-jährige Elisabeth abgeholt wird, will sie gar nicht gehen. Mich freut das. Wir haben erreicht, was wir wollten: den Kindern einen schönen Tag bereiten. Jetzt wird nur noch der Scheck im Wert von 3699,80 Euro übergeben. Das Geld wurde von Schülern unserer Schule beim Spendenlauf gesammelt.
Im Moment darf niemand die Kinderkrebsstation besuchen, der nicht gegen Schweinegrippe geimpft ist. Die Ansteckungsgefahr ist einfach zu groß. Wir planen aber eine Weihnachtsüberraschung. Es soll Puderzucker schneien, Geschenke regnen und Gelächter donnern. Denn das Schönste ist, zu sehen, wie man mit so wenig so viel erreichen kann und die Kinder für ein paar Momente glücklich macht.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 20.11.2009

„Spargel“ gibt es in der Bücherei

Schülerzeitung wird ins Archiv der niedersächsischen Landesbibliothek aufgenommen

„Der Spargel“ ist bald in der niedersächsischen Landesbibliothek einsehbar: Die Einrichtung hat die Schülerzeitung angeschrieben, weil sie jeweils ein Exemplar ins Archiv der Bibliothek aufnehmen will.

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN/HANNOVER. „Wir waren total überrascht“, sagt Lehrer Hans-Werner Bertram, der die Redaktion an der Erich Kästner-Schule betreut. Die Landesbibliothek hatte mitgeteilt, dass die Zeitschrift nach dem Landespressegesetz dort archiviert werden darf. Zudem werden die Exemplare in elektronischen Leihkatalogen verzeichnet, die über das Internet weltweit einsehbar sind.
Aufmerksam auf die Zeitung wurde die Landesbibliothek dank eines Artikels in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zum 20-jährigen Bestehen des Spargels. „Es ist seltsam“, sagt Bertram mit einem Lächeln. „Wir haben schon 25 Preise gewonnen, aber keiner von der Landesbibliothek hat es bislang in der Zeitung gelesen.“
Freilich ist die Redaktion der Anfrage gern nachgekommen: Gestern überreichten die „Spargel“-Redakteure Lisa Haase und Sven Brannys dem Bibliothekssekretär Holger Veleba in Hannover 46 noch verfügbare Ausgaben. 50 Veröffentlichungen sind seit 1989 entstanden, etwa 15?000 Zeitschriften wurden verkauft. Veleba regte an, dass die Redaktion zwei Spargel-Exemplare an die Nationalbibliothek in Frankfurt am Main schickt. Jeweils ein Exemplar würde dann dort und in Leipzig eingelagert.
Kurios: Die „Spargel“-Ausgaben kommen nach der Einarbeitung ins Büchereisystem zurück nach Laatzen. Sie werden im Rethener Magazin, dem sogenannten Haus 2, archiviert.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 27.10.2009



Das neue Jugendparlament trifft sich zur konstituierenden Sitzung

LAATZEN. Das neue Laatzener Jugendparlament ist gestern Abend zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Zingler verpflichtete die 14- bis 18-Jährigen für ihr Amt. Die 17 Jugendlichen des Gremiums wollen sich für die Interessen junger Laatzener einsetzen.
Auch wenn das Parlament gemeinsame Interessen verfolgt, haben viele bereits eigene Ideen, für die sie sich starkmachen wollen. Anna Soboleva will eine bessere Nahverkehrsanbindung für Ingeln-Oesselse. Kerstin Lies setzt sich für Toleranz gegenüber Immigranten ein. Dimitra Dermitzaki wünscht sich mehr Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche.
Vom 13. bis 15. November fährt die Gruppe zu einem Arbeitswochenende, um erste Schwerpunkte festzulegen. Bei der nächsten Sitzung am Mittwoch, 25. November, wird ab 18 Uhr der neue Jugendbürgermeister gewählt. dj

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 01.10.2009

Musikalischer Physiker erklärt die Schallwellen

Universitätsprofessor hält Vorlesung an der Erich Kästner-Schule

Was Schall ist und wie unterschiedliche Tonhöhen entstehen, haben gestern Schüler im Forum der Erich Kästner-Schule gelernt. Der Physiker Friedrich Balck sprach bei der Kinderuni über Akustik.



VON SUSAN REICHERT

LAATZEN-MITTE. Physik ist das, was tönt und klingt – jedenfalls tat sie das gestern im Forum der Erich Kästner-Schule (EKS). Professor Friedrich Balck von der Technischen Universität Clausthal hatte zur Akustikvorlesung keinen Oszillator mitgebracht, sondern Gitarre und Posaune. Er blies kräftig in das Instrument, schon hatte er die Aufmerksamkeit der Kinder.
Viertklässler von vier Laatzener Grundschulen drängten sich im Forum, die Stühle reichten kaum aus. Balck musste zwei Vorlesungen halten, damit alle Grundschulen der Stadt und die Fünftklässler der EKS teilnehmen konnten. „Physik mithilfe von Musikinstrumenten zu erklären, das kommt im Unterricht zu kurz“, sagte der Professor.
Balck verbindet auf diese Weise Hobby und Beruf: Der Physiker spielt seit seiner Schulzeit Klavier und hat jahrelang Klarinette im Sinfonieorchester der Universität Clausthal gespielt. Heute musiziert er nur noch privat: „Am liebsten improvisiere ich und spiele ohne Noten, einfach aus dem Bauch heraus“, sagt er. Mit den Instrumenten erklärt er den Schülern, wie Töne entstehen. „Alles, was sich bewegt, macht auch ein Geräusch“, sagt er – zum Beispiel die Saite einer Geige, wenn man darüber streicht. „Dann schwingt die Luft und überträgt den Ton.“ Wie hoch dieser ist, hänge bei einer Geige von der Dicke der Saite ab. Bei einem Klavier dagegen seien die angeschlagenen Saiten unterschiedlich lang. „Und eine lange Flöte macht tiefere Töne als eine kurze“, sagte Balck.
Wie Schall aussieht, zeigte er mit einem gespannten Gummiseil. Ein Motor ließ es schwingen und dabei aussehen wie eine Schallwelle in Zeitlupe.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.09.2009

Funkhausdirektor lobt die Blattmacher

20 Jahre Schülerzeitung "Der Spargel": Redaktion und Lehrer feiern mit NDR-Leiter

VON ANDRÉ NOWAK

LAATZEN-MITTE. Einen besonderen Ehrengast konnte die Redaktion der Schülerzeitung „Der Spargel“ am Freitag anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Heftes begrüßen. Arno Beyer, Direktor des Landesfunkhauses, sprach im Lichthof des Leine-Centers über Interviewtechniken und lobte die Arbeit der Nachwuchsjournalisten vom Erich Kästner-Gymnasium (EKG).
„Bedenken Sie immer die Balance zwischen Flexibilität und Planung beim Interview“, empfahl Beyer, den die Schüler vor einigen Monaten zum Thema Schleichwerbung befragt hatten. „Dann ist mir nicht bange um Sie. Aber das ist es mir bei Ihnen vom Spargel sowieso nicht“, sagte der Funkhausleiter anerkennend.
Einen langen, warmen Applaus spendeten Schüler, Lehrer und Besucher Hans-Werner Bertram nach seiner Rede. Der Pädagoge, der die Arbeit der Spargel-Redaktion seit Mitte der neunziger Jahre begleitet, geht am Jahresende in Ruhestand.
Ein selbst gedrehtes Video bot einen kleinen Einblick in die Anfangszeit der Zeitung. Dabei sprachen die ehemaligen EKG-Schüler Marcus Schwarze, Martin Schlüter und Claudius Freye in einem Interview über ihre Erlebnisse in der Redaktion. Welche „automatischen Abwehrmechanismen“ die aktuellen Spargel-Macher kennenlernten, als sie ein Interview mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler bekommen wollten, berichtete Sven Brannys.
Bereits seit Mittwoch können sich Besucher des Leine-Centers im Lichthof die Ausstellung mit 23 Exponaten anschauen. An Stellwänden präsentieren die Schüler unter anderem Titelbilder der Ausgaben, mit denen die Redaktion Preise gewonnen hatte. Auch eine Collage mit Abbildungen prominenter Spargel-Interviewpartner ist noch bis Mittwoch, 30. September, zu bestaunen. „Die Reaktionen waren durchweg positiv“, berichtet das 16-jährige Redaktionsmitglied Lisa. „Viele Menschen waren erstaunt, dass wir eine Schülerzeitung sind, weil die Plakate sehr professionell wirken.“

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 23.09.2009

170 Läufer sammeln Spenden

Das Geld geht an krebskranke Kinder



LAATZEN-MITTE. Mit Musik im Ohr ist das Laufen leichter. „Ich höre alles Mögliche, Fettes Brot, Peter Fox, Die Ärzte. Das gibt mir den richtigen Takt“, sagte Merle Ebeling, die auch nach acht Kilometern Dauerlauf noch gute Laune hatte. Die 19-Jährige hat zwanzig Runden um den Sportplatz des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) gedreht – für einen guten Zweck. Mit dem Lauf sammelten die Schüler Spenden für den Verein für krebskranke Kinder Hannover. Fast 170 Jungen und Mädchen gingen an den Start – das ist mehr als ein Viertel der EKG-Schüler. „Und sie machen das freiwillig nach dem Unterricht“, sagte Lehrerin Annelore Bülow, „das finde ich fantastisch.“ Zuvor hatten die Kinder und Jugendlichen im Verwandten- und Bekanntenkreis Sponsoren angeworben. Diese erklärten sich bereit, pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag zu zahlen. So brachte jede Runde Geld. „Wenn man viele Sponsoren hat, lohnt es sich, länger zu laufen“, sagte Anna Schiffmann. Auf der Sponsorenliste der 18-Jährigen standen elf Personen, nach 20 Runden hatte sie 75 Euro zusammen. Wie viel Geld alle Schüler gemeinsam erlaufen haben, steht noch nicht fest – Bülow rechnete aber mit mehreren Tausend Euro. sur

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 07.09.2009

Schall lässt Wasser sprudeln

Laatzener Gymnasiasten bieten Kindern auf der Ideen-Expo Physik zum Anfassen



Mit einfachen Experimenten haben gestern zehn Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) Kinder bei der Ideen-Expo auf dem Messegelände die physikalischen Eigenschaften des Schalls näher gebracht.

VON ANDRÉ NOWAK

LAATZEN/HANNOVER.Kräftig schlug die zehnjährige Vivien gestern mit einem Stimmgabel auf ein Stück Holz und versetzte das Metall in ihrer Hand damit in Schwingung. Anschließend tauchte sie die Stimmgabel in eine kleine, mit Wasser gefüllte Schale. Wegen der Schwingung sprudelte das Wasser einige Zentimeter hoch in die Luft. „Du spritzt ja alles nass“, sagte ihre Mutter Nicol Musche lachend. Vivien zeigte sich vom Ergebnis das Experiments nicht völlig überrascht. „Ein bisschen hatte ich das erwartet“, sagte sie.

Der Versuch war einer von insgesamt sieben, die gestern am Stand des EKG im Convention Center des Messegeländes ausprobiert werden konnten. Zehn Schüler erklärten die Versuche zum Thema Schall. In einem Workshop mit dem Titel „Physik für helle Köpfe“ assistierten die Zehnt- und Elftklässler zahlreichen Kindern bei Experimenten.
 
An sieben Ständen folgten die Jungen und Mädchen jeweils einem vorgegebenen Versuchsaufbau. Dabei zupften sie unter anderem an Gummibändern und hörten sich das Geräusch in einer Röhre an. Zudem überprüften sie, wie sich die Töne von unterschiedlich gefüllten Reagenzgläsern veränderte, wenn man über den Glasrand pfeift. Die Gymnasiasten erklärten den Kindern dabei die jeweiligen physikalischen Hintergründe.

Zum Abschluss der Workshops konnten die Besucher zusehen, wie Schall mit Hilfe eines Oszilloskops sichtbar und mit einen großen Gong fühlbar gemacht werden kann. „Es macht schon Spaß, wenn man Kinder Physik näher bringen kann, damit sie keine Angst davor haben“, sagte der 17-jährige Gymnasiast Jan-Thorben. Im Rahmen des Projektes Physik für helle Köpfe hatten die Schüler bereits zuvor im EKG jüngeren Kindern einen Einblick in die Physik gewährt. Die Präsentation auf der Ideen-Expo machte die Schüler aber zunächst doch etwas nervös, wie die16-jährige Annika zugeben musste.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 05.09.2009

Gerät zeigt Lautstärke von MP3-Playern

Wenn heute die Ideen-Expo auf dem Messegelände beginnt, sind auch einige Firmen und Schulen aus dem Leinetal dabei.

VON DANIEL JUNKER

LEINETAL. Mit Exponaten und Workshops wollen das Laatzener Erich Kästner-Schulzentrum, die Ernst-Reuter-Schule aus Pattensen, die Siemens AG aus Laatzen und das Hemminger Fernwärme-Forschungsinstitut junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften begeistern. Das Erich Kästner Gymnasium veranstaltet am Sonntag, 6. September, Workshops mit dem Titel „Physik für helle Köpfe“. Ab 10, 11.30, 13.30 und 15 Uhr werden im Saal 15 des Convention Centers Experimente zur Akustik vorgestellt, die sich vor allem an Grundschüler richten. Die Gymnasiasten vermitteln den Besuchern spielerisch die Grundprinzipien der Physik. Außerdem hat die Schule einen Fachraum eingerichtet, in dem die Arbeit im Genlabor vorgestellt wird.

Die Ernst-Reuter-Schule aus Pattensen beschäftigt sich in Halle 9 mit lauter Musik und ihren Folgen für die Ohren. Im naturwissenschaftlichen Kursus „Gift for your Ears“ haben die Schüler einen Bausatz für ein mobiles Schallpegeltestgerät entwickelt, das die korrekte Lautstärkeeinstellung bei MP3-Playern und anderen Abspielgeräten ermittelt und visualisiert. Dieses Gerät stellen die jungen Forscher an Stand K 305 vor. In der Themenwelt Leben und Umwelt stellt die Firma Siemens am Stand LU 101 etwa 20 Exponate zum Mitmachen aus. Unter anderem können sich die Besucher an einem 3D-Monitor in die Rolle eines Chirurgen versetzen und eine virtuelle Operation am Gehirn ausführen. Damit sollen Mediziner in Zukunft schwierige Eingriffe planen und üben.

Das Fernwärme-Forschungsinstitut  (FFI) aus Hemmingen zeigt am Stand E 413 in Halle 9 das Modell eines kleinen Fernwärmenetzes. Die Wärme wird in einem Blockheizkraftwerk aus Biogas erzeugt und über gedämmte Rohrleitungen zu einer Übergabestation transportiert. Das Bestreben der Ideen-Expo-Initiatoren ist es, bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Neugierde und den Spaß am Experimentieren zu wecken. Mehrere Unternehmen und Schulen aus dem Leinetal beteiligen sich an der Ideen-Expo auf dem Messegelände. Bis zum 13. September können Interessierte die Ideen-Expo in Halle 9 und im Convention Center auf dem Messegelände besuchen. Informationen gibt es im Internet unter www.ideenexpo.de.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.08.2009

Computerprogramm erkennt Gesichter

Kamera zum Schlucken und 3-D-Monitor: Schüler schauen sich im Fraunhofer-Truck die Technik von morgen an



In Zukunft tragen wir Solarzellen an der Kleidung. Und unser Auto erkennt, ob wir gut oder schlecht gelaunt sind. Wie die Technik von morgen aussehen könnte, haben sich Laatzener Schüler gestern im Fraunhofer-Truck angeschaut.

VON SUSAN REICHERT

LAATZEN-MITTE.
Die Gesichtserkennungssoftware des Fraunhofer-Instituts ist bestens dafür geeignet, pubertierende Jungen in eine mittelschwere Identitätskrise zu stürzen. Das Computerprogramm erkennt anhand der Gesichtszüge die Stimmung und das Geschlecht – doch letzteres funktioniert nur bei Erwachsenen. Männliche Teenager bezeichnet das Programm meistens als weiblich. „Vielleicht liegt es an deinen Haaren“, sagt Aleksandra (15) und streicht dem 13-jährigen Daniel die blonden Strähnen aus dem Gesicht. Es hilft nicht.

Wenn Daniel daraufhin traurig schauen würde, würde das Programm immerhin dies erkennen. Die Software unterscheidet vier Stimmungen: ärgerlich, fröhlich, traurig und überrascht. Einen Computerbildschirm böse anzuschauen, ist allerdings nicht leicht. Die Schüler runzeln die Stirn und pressen angestrengt die Lippen aufeinander, bis die Software den Gesichtsausdruck erkennt. Weil das Programm auch feststellt, ob die Augen offen oder geschlossen sind, könnte es zum Beispiel im Auto eingesetzt werden. „Es könnte den Fahrer vor Sekundenschlaf warnen“, sagt Heiko Becker.

Becker studiert Erlebnispädagogik und zeigt Schülern die Ausstellungsstücke im Fraunhofer-Truck, der gestern auf dem Festplatz in Laatzen Station machte. Unter anderem hat das Institut eine Kamera entwickelt, die kaum größer ist als eine Medikamentenkapsel. Verschluckt man sie, filmt sie den Körper von innen – und könnte in Zukunft die Magenspiegelung ersetzen. Organische Solarzellen ließen sich auf Kleidung oder am Rucksack anbringen. „Dann könntet ihr damit euer Handy aufladen“, sagt Becker. Und ein neuartiger Bildschirm zeigt dreidimensionale Objekte an, ohne dass der Betrachter eine 3-D-Brille tragen muss. Mit einer Handbewegung lassen sie sich in alle Richtungen drehen – dafür muss man nicht einmal den Monitor berühren.

Der Fraunhofer-Truck ist im September bei der Ideenexpo auf dem Messegelände in Hannover vertreten. Das Erich Kästner-Gymnasium bietet am Sonntag, 6. September, bei der Ideenexpo einen Akustikworkshop für Kinder an.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 24.08.2009

Die Schultafel wird interaktiv

Konjunkturpaket II ermöglicht der Stadt den Kauf von Whiteboards

Die Stadt Laatzen freut sich über einen weiteren Geldsegen aus dem Konjunkturpaket II: 139500 Euro hat der Bund für die Medienausstattung der Schulen bewilligt. Unter anderem werden davon interaktive Whiteboards gekauft.

VON ASTRID KÖHLER

LAATZEN. Die multimedial zu nutzenden Tafeln sollten noch in diesem Schulhalbjahr angeschafft werden, teilte die Stadt mit. Das Besondere an den berührungsempfindlichen, weißen Tafeln ist, dass sie sowohl herkömmlich beschrieben als auch mit einem Beamer und einem Computer verbunden werden können. So können Videos, Fotos und Internetseiten auf die Whiteboards projiziert, handschriftliche Anmerkungen hinzugefügt und das individuell gestaltete Tafelbild an den Computer geschickt und ausgedruckt werden. Der beigefügte Spezialstift kann wie eine Computermaus als Werkzeug eingesetzt werden, um Bildausschnitte zu vergrößern, zu verschieben oder um die Lautstärke eines Filmes zu regeln.

Die Leine-Volkshochschule (VHS) in Pattensen nutzt seit Ende der neunziger Jahre ein Whiteboard für EDV- und Spanischkurse. Die innovative Technik kostete damals rund 24?000 Mark, erzählt Dirk Wenzel, Geschäftsstellenleiter der Leine-VHS in Pattensen. Seitdem hat sich der Preis mehr als halbiert, sodass der Kauf von Whiteboards für Schulen in Deutschland interessant wird. In hiesigen Klassenzimmern ist die Technik noch weitgehend unbekannt – anders in Großbritannien, wo laut einer Studie aus dem Jahr 2007 alle Grundschulen und 98 Prozent der weiterführenden Schulen Whiteboards nutzen.

Die vorliegenden Angebote schwanken zwischen 3000 und 6000 Euro, teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Die Anschaffung von Whiteboards ist zunächst an sieben Schulen vorgesehen, die alle ein Medienkonzept haben: Förderschule Am Kiefernweg, Grund- und Hauptschule Rathausstraße, Erich Kästner-Realschule, Albert-Einstein-Schule sowie die Grundschulen Im Langen Feld, Grasdorf und Ingeln-Oesselse.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 12.08.2009

Schüler sorgen sich ums Klima



Globale Erwärmung, Arbeitslosigkeit und Schweinegrippe: Das sind die Themen, die die Schüler der Erich Kästner-Schule in Laatzen am meisten beschäftigen.

VON SUSANN REICHERT

LAATZEN-MITTE. „Was sagen Sie eigentlich zur Atomkraft?“ Gleich die erste Frage, die Schülerin Özlem den Bundestagskandidaten Matthias Miersch (SPD) und Maria Flachsbarth (CDU) bei der Podiumsdiskussion in der Erich Kästner-Schule stellt, zielt auf die Umweltpolitik. Beide Politiker sitzen im Umweltausschuss des Bundestages und beide betonen, wie wichtig erneuerbare Energien sind. Doch im Parteiprogramm gibt es einen großen Unterschied: „Wir wollen alte Kohlekraftwerke vom Netz nehmen und dafür Kernenergie länger nutzen. Das reduziert den CO2-Ausstoß“, sagt Flachsbarth. „Die Rückkehr zur Atomkraft ist unverantwortlich“, sagt dagegen Miersch. „Was wird eigentlich genau gegen die globale Erwärmung getan?“, fragt ein Schüler. „Ich habe das Gefühl, dass sich da nicht viel ändert.“ Miersch versucht, den zähen Politikbetrieb zu erklären: „Manchmal wünscht man sich als Politiker, dass man ganz allein entscheiden darf.“ Stattdessen müsse man sich mit Politikern anderer Parteien und anderer Staaten auf Kompromisse einigen. Jeder Einzelne könne etwas für den Klimaschutz tun und „selbst entscheiden, ob er zum Beispiel mehr Fahrrad fährt“, sagt Flachsbarth.

Die Fragen der Schüler drehen sich vor allem um Atomkraft und den Klimawandel – doch auch die Schweinegrippe ist ein Thema und die Sorge, keinen Ausbildungsplatz zu finden. Hier machen die Politiker den Schülern Mut. „Die geburtenstarken Jahrgänge sind vorbei“, sagt Flachsbarth. „Das heißt, ihr werdet immer weniger und damit immer wichtiger.“ Und Miersch ergänzt: „Nehmt euren Abschluss ernst– dann gibt es eine Chance für jeden, der hier in diesem Raum sitzt.“

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 07.08.2009

Spargel holt erneut Preis

LAATZEN-MITTE. Die Ferien sind zu Ende, und die Macher der Schülerzeitung Der Spargel am Erich Kästner-Gymnasium (EKG) können sich schon wieder über einen neuen Preis freuen. In der unterrichtsfreien Zeit ging in der Schule die Nachricht ein, dass die Januar-Ausgabe den vierten Platz beim Deutschen Schülerzeitungspreis 2009 des Vereins Junge Presse belegt hat.
Eine Jury aus Journalisten, Grafikern und Fotografen berücksichtigte insgesamt 752 Einsendungen. Im Vorjahr hatte das EKG den Wettbewerb sogar gewonnen.
Bei der Betreuung der Zeitung steht eine personelle Änderung bevor: Lehrer Hans-Werner Bertram, der die Arbeit der Redaktion seit 1994 begleitet, geht im Januar in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Studienrat Thomas Göhmann.an

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 07.08.2009

Hier ist jeden Tag Sonntag

Schüler aus den USA besuchen Laatzen und staunen, wie ruhig der deutsche Alltag ist.



Fünf Schüler aus dem US-Bundesstaat Connecticut sind seit einer Woche in Laatzen zu Gast. Gestern haben sie bei einer Quizrallye das Erich Kästner-Gymnasium (EKG) kennengelernt. In den nächsten zwei Wochen stehen noch Ausflüge nach Hamburg, Berlin, Köln und Hameln auf dem Programm.

VON SUSANN REICHERT

LAATZEN-MITTE. Was haben der Oberstudiendirektor Hans-Ulrich Becker und James Bond gemeinsam? Die Zahl 007 – sie steht für den Geheimagenten und ist außerdem Beckers Zimmernummer im EKG. Solche Fragen haben die amerikanischen Austauschschüler gestern bei einer Quizrallye beantwortet, bei der sie das Gymnasium besser kennenlernen sollten.
Als es bei einer Frage um Spargel geht, fragt Graham Mosher sofort das Kantinenpersonal um Rat. Der 16-jährige Amerikaner kann nicht wissen, dass mit Spargel nicht das Gemüse, sondern die Schülerzeitung gemeint ist.
Die fünf Austauschschüler kommen aus Cheshire im Bundesstaat Connecticut – das liegt zwischen New York und Boston im Nordosten der USA. Die Stadt ist mit knapp 30?000 Einwohnern kleiner als Laatzen. Trotzdem sei der Alltag in Deutschland viel ruhiger, sagt Grahams 14-jährige Schwester Isabel. „Zu Hause bin ich ständig unterwegs und gehe Reiten und Skifahren“, sagt sie. „Hier hänge ich viel rum und lese. Das ist, als sei jeden Tag Sonntag.“ Damit den Schülern nicht langweilig wird, sind Tagesausflüge nach Hameln, Hamburg, Berlin und Köln geplant.
Auch der Schulalltag ist in Laatzen ganz anders als in Cheshire. So beneiden die Austauschschüler ihre deutschen Partner um die langen Pausen. „Wir haben immer nur fünf Minuten Pause und eine halbe Stunde zum Mittagessen“, sagt Lehrerin Kristin Haase. Dafür dürfen die Schüler und Lehrer während des Unterrichts essen und trinken – was wiederum in deutschen Schulen nicht erlaubt ist.
Die Wirtschaftskrise ist für die Austauschschüler ebenfalls ein Thema, denn sie trifft Amerika deutlich härter als Deutschland. So sollten ursprünglich zehn Schüler an dem Austausch teilnehmen, jetzt sind es doch nur fünf – weil einige Eltern sich die Reise nicht mehr leisten können. „Sie zahlen jetzt erst einmal das Haus oder das Auto ab, bevor sie ihren Kindern den Flug nach Übersee spendieren“, sagt Haase. Trotzdem ist sie optimistisch: „Es geht schon wieder aufwärts.“


AUSTAUSCHPROGRAMM
US-Lehrerin lebte in Laatzen

Zum ersten Mal seit Jahren sind am Erich-Kästner-Gymnasium Austauschschüler aus den USA zu Gast. Denn nachdem der Lehrer der ehemaligen Partnerschule vor fünf Jahren in Pension gegangen war, musste ein neuer Partner für das German-American-Partnership-Programm (GAPP) gefunden werden. Das klappte schließlich über einen persönlichen Kontakt: Die amerikanische Lehrerin Kristin Haase hat vier Jahre lang in Hannover und zwei Jahre lang in Laatzen gelebt. Hier lernte sie auch ihren Mann kennen – sie unterrichtete Business English in seiner Firma. Im Jahr 2000 zog das Paar in die USA. Haase freut sich über die Partnerschaft mit dem EKG – so kann sie während des Austauschs Verwandte und Bekannte in Laatzen besuchen. „Für mich ist das wie Urlaub zu Hause“, sagt sie. sur

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 23.06.2009

EKG erreicht zweiten Platz

LAAZEN-MITTE. Das Erich Kästner-Gymnasium (EKG) ist beim Fan-Ecken-Wettbewerb von Hannover 96 mit dem zweiten Platz und einem Schulpaket im Wert von 150 Euro ausgezeichnet worden. Die Schüler hatten in der Pausenhalle eine acht Meter lange Fanwand errichtet und aus zwölf Garderobenschränken und einer gelben Tür die Umkleidekabinen der Spieler nachgebaut. Mit Wasserfarben malten sie Szenen aus 96-Spielen. Zu sehen sind auch Plakate von Robert Enke, Autogrammkarten und eine Collage der AWD-Arena. Laut Kunstlehrer Hans-Werner Bertram hatten sich Schüler aus dem siebten, achten, neunten, zwölften und 13. Jahrgang an dem Projekt beteiligt. zer

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 20.06.2009

EKG rollt roten Teppich aus



50 Abiturienten haben gestern am Erich Kästner-Gymnasium das Ende ihrer Schulzeit gefeiert.

VON STEPHANIE ZERM

LAATZEN-MITTE. Das Erich Kästner-Gymnasium hat gestern für seine Abiturienten den roten Teppich ausgerollt. In einer Feierstunde überreichte Schulleiter Hans-Ulrich Becker die Zeugnisse. Jeder der Absolventen ging dazu unter den Klängen seiner Lieblingsmusik über einen roten Teppich zur Bühne. Von 53 Abiturienten haben 50 ihre Reifeprüfung bestanden. Der Notendurchschnitt liegt laut Schulleiter Hans-Ulrich Becker bei 2,6. Drei der Schüler, sechs Prozent, haben die Note Eins vor dem Komma. Vergangenes Jahr waren es mehr als 25 Prozent. Das beste Abi machte Martin Vogt mit dem Notendurchschnitt 1,3. Besonders löblich ist laut Becker, dass elf der Abiturienten im Ausland geboren und als Kinder ohne ein Wort Deutsch zu sprechen nach Deutschland gekommen sind.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 08.06.2009

Musiker spannen den Bogen von Oper bis Pop



Der Musikkreis Laatzen ist in diesem Jahr besonders aktiv. Am Freitag gab er im Forum des Erich Kästner-Schulzentrums bereits sein zweites Sommerkonzert. Weiteres Novum: Erstmals traten die Band und der Chor der Schule mit auf.

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN-MITTE. Der Musikkreis nahm seine Gäste mit auf eine Reise durch Ägypten – zumindest optisch. „Die Bühnenabteilung ist nicht untätig gewesen und hat die Kulissen und Kostüme in der Werkstatt erstellt“, sagte Dietmar Lex am Freitag. Passend zum Bühnenbild kamen einige Musiker des Orchesters I mit ägyptisch anmutender Kopfbedeckung auf die große Bühne und spielten den Marsch aus der Verdi-Oper Aida – ein stimmungsvoller Auftakt für einen langen Konzertabend.

Mit dem Auftritt der Schulband des Erich Kästner-Gymnasiums unter Leitung von Maren Dannenbrink und dem Coldplay-Hit „Viva la Vida“ wurde es bedeutend poppiger. Die Schulband interpretierte das Stück der vierköpfigen, britischen Erfolgsgruppe und verlieh ihm einen ganz besonderen Klang, auch wenn der ein oder andere Ton etwas daneben ging.
Auf einer zweiten Bühne, seitlich zum Publikum, ging es gleich darauf mit der fröhlichen „Suite en Miniature“ weiter, die der Flötenchor unter Leitung von Bärbel Grützmacher präsentierte. Dass auch ein paar Quietscher entwichen, störte niemanden. Dafür waren die jungen Musikanten zu sehr mit dem Herzen dabei.
Der Schulchor verzichtete gänzlich auf instrumentale Begleitung als er „Vois Sur Ton Chemin“ aus dem französischen Spielfilm Les Choristes sang.

Einer der Höhepunkte des Abends war die überaus professionelle Darbietung des zweiten Satzes der Symphonie Nr. 5 von Ludwig van Beethoven, gespielt vom Orchester III des Musikkreises unter der Leitung von Matthias Grützmacher. Nach der Pause kam schließlich noch der Bläserkreis Wunstorf mit auf die Bühne, der die Laatzener Musiker an diesem Abend tatkräftig unterstützte.

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 29.05.2009

Der Spargel ist erneut beste Schülerzeitung



Laatzener Gymnasiasten planen für 20. Jahrestag Ausstellung

Zum elften Mal in 13 Jahren ist Der Spargel zur besten Schülerzeitung Niedersachsens gewählt worden. In der Ausgabe vom Juni 2008 hatten sich die rund 20 Jugendlichen vom Erich Kästner-Gymnasium (EKG) mit den Themen Erziehung und Bildung beschäftigt.

VON ANDRÉ NOWAK

LAATZEN-MITTE. Rund 90 Schülerzeitungen aus Niedersachsen und Bremen hatten sich in der Kategorie Gymnasium und Gesamtschule mit Oberstufe für den Wettbewerb Junioren-Presse-Preis 2008 beim Verband der Niedersächsischen Jugendredakteure (VNJ) beworben. Am Ende ging der Preis erneut an das Laatzener Gymnasium. Doch trotz zahlreicher Preise ist die Arbeit für die Jungen und Mädchen des EKG keineswegs Routine. „Eine Regelmäßigkeit kommt in der Redaktion nicht auf“, sagt der 17-jährige Sven Brannys, Leiter des Teams von Acht- bis Zwölftklässlern. „Aber es ist schön, dass man eine Bestätigung kriegt“, sagt Martin Kiefer (18). Sogar bei verschiedenen Bundeswettbewerben wurde die Zeitung bereits sechsmal ausgezeichnet.

Sven und Martin sind zusammen mit Tim Heine (18) seit fünf Jahren Redakteure beim Spargel und damit die Dienstältesten. Wöchentlich treffen sich die Nachwuchsjournalisten in einem eigens für sie eingerichteten Raum im EKG. „Gerade, wenn die Ausgabe in der heißen Phase ist, geht viel Freizeit drauf“, sagt Kiefer. Die Zeitung wurde ursprünglich 1989 von Schülern ins Leben gerufen, die sich von Schulleiter Helmut Stumme ungerecht behandelt fühlten, erinnert sich Lehrer Hans-Werner Bertram. „Er hat aber Humor gezeigt. Das war wie eine friedliche Revolution in der Schule“, sagt Bertram, der die Redaktion seit 1994 begleitet. „Ich bin so etwas wie der Coach und versuche, Ideen in Bahnen zu lenken.“ Ziel sei auch weiterhin, landes- und bundespolitische Themen, die Jugendliche betreffen, kritisch zu betrachten.

Anlässlich des 20. Geburtstags der Schülerzeitung werden die Schüler im Herbst im Leine-Center eine Ausstellung organisieren. Als Gast wird der stellvertretende NDR-Intendant und Direktor des Landesfunkhauses, Arno Beyer, bei der Eröffnung am 25. September sprechen.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.05.2009



Das Erich Kästner-Gymnasium hat am Dienstag erstmals eine Talentshow ausgerichtet. Dabei zeigten 80 Schüler Talente, die im Unterricht meist nicht zur Geltung kommen.

VON JACQUELINE BOHRMANN

LAATZEN-MITTE. Etliche Zuschauer mussten während der Show stehen, weil es keine Plätze mehr gab. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Die Schüler erhielten tosenden Applaus für ihren Mut und ihr Können. Besonders lauten Beifall bekamen die Einradmädels. Leoni Yildiz, Bianka Moritz und die Zwillinge Jessica und Michelle Drechsler zeigten beeindruckende Kunststücke. Sie sprangen Seil, drehten sich im Kreis und bauten sogar einen menschlichen Doppeldecker – und das alles auf ihren Einrädern. Ihr Können stellten die Mädchen bereits beim TV-Sender Kika unter Beweis. Dort kamen sie in einer Talentshow bis ins Finale.
 
Auch Pianistin und Sängerin Sabine Wiest hatte schon vor der Talentshow einige Auftritte, unter anderem bei Jugend musiziert und bei Kinderquatsch mit Michael. Dienstag sang sie „Hijo de la Luna“ von Loona mit einer klaren, ausdrucksstarken Stimme. Zudem begleitete sie Selin Dirlik bei „Cry“ von Rihanna am Klavier.
 
Jan Polworth sang zwar kein Lied, konnte das Publikum aber trotzdem begeistern. Der 18-Jährige zeigte eine Steppeinlage mit einem Wischmopp, mit dem er lässig tanzte. Nicht nur für Jan war das wohl sein bisher größter Auftritt. Auch viele andere hatten vorher noch nie auf der Bühne gestanden. Trotzdem war den Schülern ihr Lampenfieber kaum anzumerken. Besonders gut verstecken konnte seine Nervosität Matvey Nepomnyashelin. Der 13-Jährige spielte „Apologize“ von Timbaland auf dem Klavier und verließ danach gelassen die Bühne. Neben vielen Einzelvorstellungen traten auch der Schulchor, die Schulband und die Group Muli auf. Die Mädchengruppe sang einen Surfsong, bei dem auch das Publikum mit einstimmte. Nach dem Erfolg soll der Kästner-Talentschuppen im nächsten Jahr wiederholt werden.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 14.05.2009

Zum Frühstück gibt’s Croissants

Ehemaliger Kriegsgefangener spendiert französischen Schülern ein Begrüßungsessen

Vor mehr als 60 Jahren war der Alt-Laatzener Andreas Zeffner in französischer Kriegsgefangenschaft. Jetzt spendiert er französischen Schülern ein Frühstück.

VON STEPHANIE ZERM

LAATZEN-MITTE. Statt deutscher Brezeln gab es für 23 junge Franzosen am Erich Kästner-Gymnasium (EKG) schöne weiche Croissants zur Begrüßung. Andreas Zeffner hatte den Gästen das Gebäck spendiert. Der 86-Jährige war von 1945 bis 1948 in französischer Kriegsgefangenschaft. In Jallais hat der Rentner damals als Kriegsgefangener Straßen gebaut. „Dazu haben wir Bäume gerodet und später auch einen Steinbruch gebaut“, erinnert sich der 86-Jährige. „Während dieser Zeit sind viele Freundschaften entstanden.“ Fünf Mal war Zeffner seitdem wieder in Jallais. Die Straßen, die er mit gebaut hat, gibt es dort noch. Die Stadt hat ihm vor einigen Jahren sogar eine Ehrenmedaille verliehen.
Aufgrund der guten deutsch-französischen Kontakte hat Zeffner, der von den Schülern liebevoll „Monsieur Croissants“ genannt wird, nun den Gastschülern einen Karton voll Croissants spendiert. „Das ist besser als diese harten Brezeln, die die Franzosen sonst bekommen“, sagt der ehemalige Kriegsgefangene und lacht.
Die 23 Achtklässler sind noch bis Mittwoch mit ihren Lehrerinnen Christine Dessoudre und Françoise Depitre in Laatzen zu Gast. „Es gefällt mir gut in Laatzen, die deutschen Schüler sind sehr nett, und Laatzen ist viel schöner als Rouen“, sagt die 13-jährige Sarah aus Rouen. „Im Februar waren wir in Frankreich zu Gast, das ist jetzt der Gegenbesuch“, sagt Lehrerin Ulrike Schrader.
Die Freundschaft, die das EKG mit dem Collège Fontenelle aus Rouen in der Normandie unterhält, besteht bereits seit 35 Jahren. Schulleiter Hans-Ulrich Becker begrüßte die französischen Schüler. „Ich freue mich, dass der Austausch schon seit so vielen Jahren besteht“, sagte Becker. Ohne die regelmäßigen Besuche würde an der Schule etwas fehlen.
Das können die französische Lehrerin Christine Dessoudres und EKS-Lehrerin Christa Plute bestätigen. Für beide ist es bereits der 25. Austausch, an dem sie teilnehmen.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 30.04.2009

Interesse wecken für technische Berufe

Schulen und Firmen erneuern Vertrag für Kooperationsnetzwerk

Vertreter von Schulen, Firmen und der Fachhochschule Hannover haben gestern ihre erneute Teilnahme am Kooperationsnetzwerk Hannover-Süd beschlossen.

VON ASTRID KÖHLER

LAATZEN-MITTE. Schüler und Studenten für die Arbeit in technischen Berufen zu interessieren und zu fördern, ist das Ziel der Kooperation, die es im Kern seit dem Jahr 2000 gibt und die zu den landesweit 20 MINT-Kooperationsnetzwerken der Stiftung Niedersachsen-Metall gehören. MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Alle teilnehmenden Schulen – Albert-Einstein-Schule, Erich Kästner-Gymnasium, Erich Kästner-Realschule und Hauptschule Rathausstraße – sind wie die Fachhochschule und die vier Firmen Sensus Entering Systems, der Maschinenbauer Troester, Siemens und Eon-Avacon seit 2000 dabei.
„Ich finde es gut, dass es die Vereinbarung weiter gibt. Beide Seiten profitieren davon“, sagte Werner Seidensticker, Lehrer der Hauptschule Rathausstraße. Rund 300 Laatzener Schüler nehmen jährlich an Projekten in den Betrieben und den Schulen teil. „Wir können nicht jeden zum Mechatroniker oder Ingenieur machen“, sagte Mark Appun-Schönwölder, Koordinator des Netzwerkes. Doch könnten Interessen für technische und naturwissenschaftliche Berufe geweckt werden. Im 45-Minuten-Takt von Schulstunden ließe sich diese Art der praktischen Arbeit nicht vermitteln.

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.04.2009

Schüler inszenieren ein Gewaltdrama

VON STEPHANIE ZERM
 
LAATZEN-MITTE. Warum werden Menschen gewalttätig, und was kann man dagegen tun? Mit diesen Fragen hat sich der Kurs Darstellendes Spiel des zwölften Jahrgangs am Erich Kästner-Gymnasiums auseinandergesetzt. Ergebnis: ein 75-minütiges Schauspiel, das die Schüler gestern und vorgestern im Forum aufgeführt haben.
 
Das Stück basiert auf dem Roman „Evil“ von Jan Guillou, der 1981 in Schweden erschienen ist. Im Zentrum steht Erik, der zu Hause die Hölle erlebt. Sein Vater schlägt ihn fast täglich. Als Erik von der Schule fliegt, schickt ihn seine Mutter auf das Internat Stjärnsberg, wo er auf einen Neuanfang ohne Prügel hofft. Doch dort herrscht das Prinzip der Kameradenerziehung, ein System, das älteren Schülern erlaubt, die Jüngeren zwecks Erziehung zu erniedrigen und zu schlagen. Erik rebelliert gegen das System und verprügelt zwei ältere Schüler. Das Ende des Stückes bleibt offen. „Eine Lösung des Problems gibt es eben nicht“, sagt Lehrerin Sibylle Dordel, die zusammen mit Theaterpädagogin Julia Vohl Regie führte, „aber ein Dennoch“.
 
Nachdem die Schüler den Jugendroman nach den Sommerferien gelesen hatten, setzten sie sich im Unterricht wochenlang mit dem Thema Gewalt auseinander. Im Dezember fuhren sie eine Woche lang nach Hambüren und entwickelten dort gemeinsam mit Sibylle Dordel und Julia Vohl die Szenen.
„Wir haben intensiv geprobt, am Freitag und Sonnabend sogar zwölf Stunden“, berichtet Dordel. Gewalt solle nicht als ein gegebenes Faktum hingenommen werden. „Das Stück soll über das breite Spektrum von physischer und psychischer Gewalt sowie über die möglichen Hintergründe und die damit verbundenen Nöte der Opfer aufklären.“

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.04.2009


Trakt des Kästner-Schulzentrums erhält neue, dreischichtige Dachhaut
LAATZEN-MITTE. Die Sanierungsarbeiten auf dem seit Jahren undichten Dach des Erich Kästner-Schulzentrums haben begonnen. Eine Fachfirma ist derzeit damit beschäftigt, ein Isolierschicht aus Styroporplatten und zwei Bitumenschichten auf der 800 Quadratmeter großen Fläche aufzubringen. Zugleich wurde ein Gefälle eingerichtet, sodass bei Regen kein Wasser mehr auf dem Dach stehen bleibe, sagt Patrick Heine, Vorarbeiter der Rethener Firma Bölling. Noch etwa eine Woche würden er und sechs Kollegen damit beschäftigt sein. In der Vergangenheit war des Öfteren Feuchtigkeit in die darunter liegenden Räume der Bibliothek, der Verwaltung sowie in den geplanten Aufenthaltsraum für den Ganztagsbetrieb gedrungen. Ausbesserungen zeigten bisher keine Wirkung. „Es ist ein Vermögen aufs Dach geklebt worden“, sagte Hans-Ulrich Becker, Direktor des Erich Kästner-Gymnasiums. Mit dem Abschluss der Dacherneuerung hofft Becker, künftig keine Eimer mehr unter tropfende Stellen im Flur stellen zu müssen.akö

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 26.03.2009

Bauarbeiten für Schulmensa beginnen 2010



Die Mensa von außen: Glas prägt die gerundete Fassade. Der Musikraum (kleines Bild, grüne Fläche links) wird zur Küche, im Anbau (gelb) finden 96 Hungrige Platz. Geplant ist eine kleine Bühne (grün).
Grafik: Erdbrink (2)

Das Erich Kästener-Schulzentrum soll eine Mensa mit 96 Sitzplätzen bekommen. Der städtische Schulausschuss stimmte den Plänen und den Baukosten in Höhe von 1,036 Millionen Euro zu.

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE. Seit 2006 warten Gymnasium und Realschule des Erich Kästner-Schulzentrums darauf, dass die provisorische Essensausgabe in der Schulaula einer langfristigen Lösung weicht. Die ist nun gefunden: Am Dienstagabend stellte der Alt-Laatzener Architekt Carsten Strate die Pläne für einen Anbau vor.
 
An der Nordostseite des Schulgebäudes wird demnach auf Höhe von Aula und Musikraum ein bogenförmiger Speisesaal mit 209 Quadratmetern Fläche angebaut. Für Veranstaltungen ist der Saal unterteilbar, außerdem richtet die Stadt eine 30 Quadratmeter große Bühne ein. Bei gutem Wetter können die Schüler sogar im gestalteten Außenbereich vor der Glasfassade speisen.
Dort sorgt ein 1,5 Meter breites Vordach dafür, dass sich der Raum im Sommer nicht zu sehr aufheizt. Im Speisesaal haben die Schüler die Wahl, an normalen Tischen oder in einer barähnlichen Ecke zu sitzen. Entsprechend läuft der Mensaanbau auch unter dem Arbeitstitel „ekS-Bar“.
Auch innerhalb des bestehenden Schulgebäudes wird umgebaut. Im Musikraum kommen Küche und Lager unter, im angrenzenden Sammlungsraum der Bereich für das Küchenpersonal. Die ehemalige Ausgabestelle neben der Hausmeisterloge weicht einer Behindertentoilette.

An anderer Stelle im Schulzentrum sollen ein Textil- und ein Klassenraum zu einem neuen Musikraum zusammengelegt werden. Dafür warten die Planer noch ein Schallgutachten ab. Hinzukommt die Verlegung mehrerer Funktionsräume.
Um den Energieverbrauch gering zu halten, legen die Planer auf eine gute Dämmung Wert, wie Architekt Strate berichtete. Das Pultdach bekomme eine mindestens 30 Zentimeter dicke Dämmung, die Fassade werde im Passivhausstandard dreifach verglast. Ob sich Solarzellen angesichts der kleinen Dachfläche lohnen, müsse hingegen noch geprüft werden.
 
Die Pläne wurden nach Auskunft der Verwaltung im Vorfeld mit Lehrern und Schülern abgestimmt. Baubeginn wird voraussichtlich Anfang 2010 sein. Das Essen wird auch künftig nicht vor Ort gekocht, sondern angeliefert.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 21.03.2009

Marzipan-Igel verhelfen echten Tieren zu Futter

EKG-Schüler spenden ihren Verkaufserlös

    Spende

VON ANDRÉ NOWAK

LAATZEN-MITTE. Sie waren nur wenige Zentimeter groß und bestanden aus Marzipan, Zuckerglasur und Schokoladenstreuseln: Die Miniatur-Igel, die zehn Mädchen des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) während einer Projektwoche kreiert hatten, zählten beim Tag der offenen Tür der Schule zu den beliebtesten Mitbringseln. Gestern spendeten die Schülerinnen Igelhaus-Leiterin Heike Philipps ihren Verkaufserlös von 120,50 Euro.Die 90 Marzipan-Igel waren innerhalb von eineinhalb Stunden ausverkauft“, berichtet Lehrerin Nande Röhlmann. Die Schülerinnen hatten die Süßigkeit für 50 Cent das Stück angeboten. „Die meisten Besucher haben uns aber mehr gegeben“, sagt die 16-jährige Sina.
Auf die Idee, Miniatur-Igel zugunsten der Grasdorfer Einrichtung zu verkaufen, kamen die Gymnasiastinnen, als sie in den Leine-Nachrichten von der Raumnot und den geringen finanziellen Mitteln des Igelhauses lasen. Als Vorlage für ihre Arbeit diente den Mädchen einen Handpuppe.

Igelhaus-Leiterin Heike Philipps freute sich sehr über die Spende. Sie kündigte an, das Geld für zwei große Säcke Futter ausgeben zu wollen. „Das reicht unseren Igeln etwa ein Vierteljahr“, sagt sie. Zudem lud sie die Gruppe zu einer kostenlosen Besichtigung der Einrichtung ein.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 20.03.2009

Wird Gymnasium zur humanitären Schule?

Jugendliche helfen Krebskranken - Planspiel über Konflikt in Afrika

Das Erich Kästner-Gymnasium (EKG) bewirbt sich um den Titel „Humanitäre Schule“: Bei einem Planspiel haben Zehnt- bis Zwölftklässler die Lösung eines Konfliktes in Afrika simuliert. Nun wollen sie krebskranken Kindern helfen.

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN-MITTE. „Man hat mir morgens Blut abgenommen, und abends bekam ich die Diagnose. Ich war am Boden zerstört.“ Die 15-jährige Vivien sprach gestern offen darüber, wie schnell sich ihr Leben wegen der Krankheit verändert hat. Schon am nächsten Tag begannen die Vorbereitungen für die Chemotherapie, die sie ein halbes Jahr lang über sich ergehen lassen musste. Die Schülerin aus Lehrte leidet seit mehr als einem halben Jahr an Leukämie. Gestern stand sie mit Karl Welte, Professor für Kinderheilkunde und Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, und Bärbel Dütemeyer, Vorsitzende des Vereins für krebskranke Kinder, den 34 Laatzener Gymnasiasten Rede und Antwort.

Obwohl Vivien erst gestern ihre Intensiv-Chemotherapie beendet hat, stellte sie sich mutig den Fragen der Schüler. Welte informierte über die medizinischen Hintergründe. Die Laatzener wollen sich persönlich für krebskranke Kinder einsetzen und sie zum Beispiel im Krankenhaus besuchen. Um das Engagement nach außen zu tragen, bewirbt sich das EKG um das Zertifikat „Humanitäre Schule.“

Das Interesse an humanitärer Hilfe hatte ein Planspiel geweckt, bei dem sich die Gymnasiasten im Februar drei Tage lang mit einem imaginären Kriegskonflikt der fiktiven Länder Ratikar und Libaso in Afrika beschäftigt haben, in dem auch Kindersoldaten eingesetzt werden. Die 34 Schüler teilten sich in verschiedene Parteien auf, um den Konflikt politisch zu lösen. Sie übernahmen die Rollen von Delegationen aus Ratikar, Libaso, Deutschland, dem internationalen Roten Kreuz, der Presse und einem Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten.

„Die Schüler haben sämtliche Rollen durchgespielt und versucht, zu einer Lösung zu kommen“, sagte Lehrerin Anne Bülow. Tatsächlich haben sie in den drei Tagen aber nicht geschafft, zu einer Einigung zu kommen. „Aber so ist es im normalen Leben ja auch“, bewertet Bülow das Ergebnis.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 16.03.2009

96-TafelJetzt wird die 96-Tafel angebracht

EKG-Schüler sehen sich Heimspiel an

LAATZEN/HANNOVER. Schon seit drei Jahren ist das Erich Kästner-Gymnasium (EKG) eine Partnerschule von Hannover 96. Die Profispieler Arnold Brugging und Hanno Balitsch hängten damals eine Urkunde in der Schule auf. Jetzt kann endlich auch die offizielle Plakette am Schulgebäude angebracht werden. 96 EKG-Schüler und ihre Lehrer feuerten die Roten am Sonnabend beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund an, und noch vor dem Anpfiff bekam das Gymnasium in der AWD-Arena die Metalltafel überreicht.
Stellvertretend für ihre Schule nahmen Lars und Sven Brannys, Arne Schrader und Tim Heine von Mirjam Babbel, die bei Hannover 96 die Jugendprojekte betreut, das Schild entgegen. Einen Platz in der Fanecke des Gymnasiums werden ab heute auch zwei Mannschaftsfotos und eine grün-weiße Fahne finden. jbö

Ausgabe: HAZ  Datum: 16.03.2009

Großer Auftritt für junge Talente

EKG-TalenteVON JULIANE KAUNE
 
Sie haben jede Menge Energie, eine beachtliche Portion Mut und Lust auf etwas ganz Neues: Katharina Piel (16), Martin Kokot (16), Ariane Nguyen (17) und To Quyen Ngo (15) planen ihre persönliche Premiere. Die Gymnasiasten aus Laatzen sind fest entschlossen, bald vor und hinter den Theaterkulissen des Ballhofs mitzuwirken. Sie möchten sich als Schauspieler versuchen oder interessieren sich für Bühnenbilder und Kostüme. Und alle vier hoffen, dass sie zu den rund 40 Kandidaten gehören werden, die ab Juni mit den Profis der Jugendsparte des Schauspielhauses Hannover eine neue Inszenierung einstudieren.
 
Am Sonnabend zeigte sich, wie groß das Interesse ist. 180 Jugendliche waren zur Auftaktveranstaltung in den Ballhof gekommen, wo sie der künftige Schauspielintendant Lars-Ole Walburg (43) begrüßte. „Live“ wird das Stück von Autor und Regisseur Kristo Sagor (32) heißen, das von Plänen und Träumen rund ums Erwachsenwerden erzählt. Bereits zum dritten Mal machten das Jugendtheater und das Energieunternehmen enercity eine Produktion möglich, an der junge Leute zwischen 14 und 20 Jahren mitwirken, wie enercity-Vorstandschef Michael Feist (56) betonte. Das Besondere: Erstmals können die Nachwuchstalente mit eigenen Ideen auf die weitere Entstehung des Stücks Einfluss nehmen.
 
Neu ist auch, dass die Musik im Mittelpunkt steht – „Live“ dreht sich um die Geschichte einer Band. Sagor sucht darum nicht nur Jugendliche mit Schauspieltalent, sondern auch junge Musiker. Einen prominenten Werbeträger hat er bereits gefunden: Jens Eckhoff (33) alias Jean-Michel Tourette, Keyboarder und Gitarrist der Gruppe „Wir sind Helden“, wird die musikalische Patenschaft übernehmen. „Ich weiß noch nicht, was mich erwartet – gerade darum mache ich mit“, sagte er beim Gastauftritt am Sonnabend. Eckhoff, wohnhaft in Hannovers Südstadt, versicherte, dass er Zeit in das Projekt investieren werde – sofern es die Aufnahmen für das neue „Helden“-Album zulassen.

Spannend wird es schon vom 29. März bis zum 2. April, dann laufen die Castings. Danach stehen die etwa 30 Kandidaten fest, die Bühnenrollen übernehmen. Bis zu zehn Jugendliche werden für Aufgaben wie Regieassistenz, Bühnentechnik oder Maske gesucht – und etwa ein halbes Dutzend für die Band. Nach einer Reihe von Workshops beginnen im Juni die Proben. Die Premiere ist für den 23. Oktober geplant. enercity-Projektleite Ulrich Klessmann (36) machte den jungen Gästen deutlich, was das bedeutet: „Das ist kein Schultheater – es kommt viel Arbeit auf euch zu.“ Aber sicherlich auch eine Menge Spaß.

Bewerben können sich alle Interessierten bis zum 26. März unter www.enercity-network.de.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 07.03.2009

Schüler verlegen Cape Canaveral nach Laatzen

RaketenGymnasium zeigt beim Tag der offenen Tür zahlreiche Projekte

Mehrere Raketenabschussbasen stehen seit Kurzem in Laatzen – genauer gesagt auf dem Gelände des Erich Kästner-Schulzentrums. Beim Tag der offenen Tür flogen die Raketen gestern Nachmittag gen Himmel.

VON DANIEL JUNKER

Mehrere Raketenabschussbasen stehen seit Kurzem in Laatzen – genauer gesagt auf dem Gelände des Erich Kästner-Schulzentrums. Beim Tag der offenen Tür flogen die Raketen gestern Nachmittag gen Himmel. Von Daniel Junker Laatzen-Mitte. Vorsichtig legt Leah den Schlauch an die zu einem Viertel mit Wasser gefüllte Rakete an. Mit einer Pumpe füllt sie Luft ein – bis zu drei Bar. Das entspricht dem Dreifachen des normalen Luftdrucks. Plötzlich löst sich die Rakete und fliegt mit einem Knall bis zu 50 Meter hoch.
Die elfjährige Leah hat die Rakete selbst gebaut, aus Pappe und einer Colaflasche. Auch die Abschussbasis ist eine Eigenkreation, die seit Mittwoch bei den Projekttagen des Erich Kästner-Gymnasiums entstanden ist. Die Gruppe hat aber auch Geschosse gebaut, die mit Filmdosen und Vitamintabletten funktionieren.
Beim Tag der offenen Tür haben die Gymnasiasten gestern den Besuchern die Ergebnisse ihrer Versuche vorgestellt. Im Forum brachte eine Schauspielgruppe das selbst verfasste Stück „Schneewittchen und die sieben Ghettogirls“ auf die Bühne. Davor und danach wurden Standardtänze und Hip-Hop aufgeführt.
Auch Kunstprojekte haben die Jugendlichen entwickelt: Eine Gruppe um Lehrer Wolfgang Dippel und Hans-Werner Bertram befasste sich mit dem Privatmann Erich Kästner. „Trotz des Krieges ist seine Mutter noch bis 1944 zu ihm nach Berlin gekommen und hat ihm seine Wäsche gebracht“, sagte Bertram. Eine Installation aus mit Kaltleim bestrichenen bestrichenen Hemden und einem Koffer verweist auf einen solchen Wäschebund.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 06.03.2009

Kinder werden zu Detektiven

Jungen und Mädchen begeben sich in Berlin auf die Spuren von Schriftsteller Erich Kästner

5a in BerlinLAATZEN. Wenn eine Schule schon nach Erich Kästner benannt ist, dann sollten man auch einmal auf dessen Spuren wandeln. Das hat sich der Förderverein des Laatzener Erich-Kästner-Gymnasiums auch gedacht und einmal tief in die Tasche gegriffen: Der Verein sponserte jetzt eine Fahrt der Klasse 5a mit ihrer Referendarin Vera Jacobi nach Berlin. Nach eingehender Beschäftigung mit dem Buch „Emil und die Detektive“ während des Unterrichts fuhren die Jungen und Mädchen am Dienstag nach Berlin.
Sie schlüpften dort in die Rollen der Detektive. Im Rahmen einer organisierten Stadtrallye erkundeten die Kinder wie Emil, zu Fuß und mit der Bahn, die realen Schauplätze des Jugendbuches.
Seit Erich Kästner in Berlin lebte, hat sich natürlich einiges gewaltig verändert. Beispielsweise wurde die Straßenbahnlinie 177, in der Emil den Dieb Grundeis verfolgte, durch moderne U-Bahnen ersetzt. Die Kaiserallee heißt heute Bundesallee und auch die Schauplätze sahen etwas anders aus als zur damaligen Zeit. Dennoch konnten alle Handlungsorte problemlos wieder erkannt werden und alle hatten das Gefühl, mitten in der Geschichte zu stecken. Somit war dieser Tag, an dem der Unterricht einmal außerhalb der Schule direkt am Ort des Geschehens stattfinden konnte, für alle ein eindrucksvolles und unvergessliches Erlebnis.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 26.02.2009

Senioren

Lösen gemeinsam ein Computerproblem (von links): Eckhard Wähler, Lars Brannys, Hildegard Kruse und Sven Brannys. Schwier

Jugendliche geben Wissen an Senioren weiter

Computertipps im Internetcafé: Sven und Lars Brannys macht das Miteinander im Mehrgenerationenhaus Spaß

VON STEPHAN SCHWIER

PATTENSEN. Sie wirken meist im Stillen und sind doch unentbehrlich: Ehrenamtliche, die sich in vielfältigen Bereichen für das Gemeinwohl einsetzen. Die Leine-Nachrichten stellen in loser Reihenfolge einige von ihnen vor.

Bildbearbeitung, Musik aus dem Internet laden und bearbeiten, Daten sichern – für Lars und Sven Brannys ist der Umgang mit dem Rechner selbstverständlich. Im Internetcafé des Vereins Mobile im Mehrgenerationenhaus (MGH) geben die beiden Pattenser Jugendlichen ihr Wissen ehrenamtlich an andere weiter. Viele ältere Menschen nutzen das Angebot. „Sie sind nicht mit Internet aufgewachsen, bei uns ist das mit in die Wiege gelegt“, sagt der 17-jährige Sven mit einem Lächeln. Gemeinsam mit dem ehemaligen Datenverarbeiter Eckard Wähler hat er im Herbst 2006 den lockeren Treff aufgebaut. Dann werden bei Kaffee und Kuchen die Probleme mit Programmen und Computern besprochen und gelöst. „Mir macht vor allem das Miteinander Spaß“, sagt Sven. „Es ist schön, anderen Menschen etwas vom eigenen Können abgeben zu können“, sagt der 13-jährige Lars selbstbewusst. Er ergänzt seit Sommer 2008 das Team und entlastet seinen Bruder. „Die Schule nimmt inzwischen viel Zeit in Anspruch“, sagt Sven, der in der zwölften Klasse ist.

Beide gehen zum Erich-Kästner-Gymnasium in Laatzen, haben aber unterschiedliche Lieblingsfächer. „Ich habe mir den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt aus Überzeugung ausgesucht“, sagt Sven, der an ein technisches Studium denkt. Lars liebt dagegen das Fach Geschichte. Sportlich liegen sie auf gleicher Linie: Sie machen Bogenschießen in Jeinsen. Sven ist an der Schule auch der Leiter der Schülerzeitung „Spargel“. Und mit anderen Jugendlichen hat er im MGH spezielle Computerkurse für Senioren angeboten. Auch dort tritt Lars in seine Fußstapfen und arbeitet beim nächsten Kursus mit.

Das Internetcafé für Jung und Alt im Mehrgenerationenhaus, Göttinger Straße 13a, ist dienstags von 15.30 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (05101) 109030 und im Internet unter www. mobile-pattensen.de.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 24.02.2009

Turnerinnen 2009

Die siegreiche Laatzener Riege (von links): Svenja Hansen, Marijke Meyer, Thi Trieu Minh Ho, Lieselotte Kleier und Cansu-Nurhan Noyan

Laatzenerinnen erhalten die höchsten Haltungsnoten

Turnen: Jugend trainiert für Olympia - Erich Kästner Gymnasiastinnen gewinnen Wettbewerb

Beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ haben die Turnerinnen des Erich-Kästner-Gymnasiums aus Laatzen unter den Augen von Susanne Hogrefe (Vertretung der Landesschulbehörde) einen hervorragenden ersten Platz beim Bezirksentscheid im Wettkampf III (Jahrgänge 94 bis 97) belegt. Sie sind damit die einzige Mannschaft, die am 12.?März zum Landesentscheid nach Schneverdingen reisen darf.
Mit 238,550 Punkten verwiesen die Turnerinnen Svenja Hansen, Thi Trieu Minh Ho, Marijke Meyer, Lieselotte Kleier und Cansu-Nurhan Noyan das Gymnasium Burgdorf auf den zweiten Platz (235,200).

Doppelte Sarstedter

Das Gymnasium Sarstedt schickte gleich zwei Riegen in den Wettkampf und erreichte einen fünften Platz mit 218,850 Zählern. Für die Mannschaft turnten Sarah Sievers, Jana Rechenburg, Lina Hasse, Juliane Seyffert und Marie-Cathrin Gerbitz. 201,750 Punkte und Rang sieben erturnte das zweite Team mit Jaqueline Coldewey, Eveline, Siewert, Annika Henke und Kim Wagner.
Bei den jüngeren Turnerinnen im Wettkampf II (Jahrgänge 92 bis 95) traten für das Gymnasium Sarstedt Annika Purschke, Alina Weiner, Lara-Marie Worbs, Saskia Purschke und Jennifer Butte an. Sie erreichten den sechsten Rang mit 210,400 Zählern. Den Sieg im Wettkampf II sicherte sich die KGS Stuhr Brinkum mit 240,250 Punkten.mü

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 27.01.2009

Zehnjähriger vertritt das EKG

EhrungLAATZEN-MITTE. Elf Jungen und Mädchen der Tischtennis-AG des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) haben gestern das Finale ihres Miniturniers ausgespielt. In der Altersklasse der Neun- und Zehnjährigen siegte Andrej (10). Er wird nun das EKG beim Regionsentscheid der Schulen im März vertreten.
Für die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft, Martina Maack, war das Finale zugleich ihre letzte Sportstunde mit den Gymnasiasten. Aus beruflichen Gründen hat die 40-Jährige gestern die Leitung des Tischtenniskurses nach nur einem halben Jahr abgegeben. „Es ist wichtig, jungen Menschen Sport näherzubringen. Ich denke, das habe ich geschafft“, sagt Maack.
Ab Mitte Februar wird Hans Teile, Leiter der Tischtennisabteilung von Hannover 96, ihre Stelle übernehmen. Für den adäquaten Ersatz hat übrigens die bisherige Trainerin selbst gesorgt. „Ich kenne Hans Teile schon sehr lange“, sagte Maack.an

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 27.01.2009

Ganztagsbetrieb etabliert sich

Schulen ziehen nach erstem Halbjahr Bilanz – Künftig sollen mehr Lehrer eingesetzt werden

Ganztagsbetrieb

Das erste Halbjahr ist vorbei – und die Bilanz fällt überwiegend positiv aus: Realschule und Gymnasium*  im Erich Kästner-Schulzentrum unterrichten seit Schuljahresbeginn ganztags. Für das nächste Schuljahr denken die Leitungen über eine Kooperation nach.

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE. Die Zeiten, in denen die Stunden fast ausschließlich von Lehrern gestaltet wurden, sind an der Marktstraße vorbei. Das Ganztagsangebot bestreiten fast nur Honorarkräfte. Die Zusatzstunden sind freiwillig, werden von den Schülern aber gut nachgefragt. An der Realschule sind 84 der 126 Fünf- bis Siebtklässler dabei – hinzu kommen 61 Ältere. Am Gymnasium machen 72 von 120 Fünf- und Sechtsklässler mit. Gut angenommen wird an Realschule und Gymnasium die Hausaufgabenbetreuung mit älteren Schülern.

Das Konzept beider Schulen ist unterschiedlich: Setzt die kommissarische Realschulleiterin Claudia Linz vor allem auf die Leine-VHS als Partner, kooperiert der Rektor des Gymnasiums, Hans-Ulrich Becker, mit Sportvereinen, freien Trainern und Eltern. Entsprechend verschieden ist das Programm. An der Realschule überwiegen – neben einer Fußballgruppe – Computerkurse, Homepage-AG, Tanzen und Kochen. Das Gymnasium konzentriert sich vor allem aufs Sportangebote wie Fußball, Volleyball, Tischtennis, Turnen und Leichtathletik. Zu den Rennern zählen Raumfahrt und Fotografie, geübt werden auch Musik, Schach und Schreibmaschineschreiben.
 
Das Fazit ist bei beiden Rektoren weitgehend positiv. „Wenn Fußballtrainer die Schüler anleiten, ist das etwas ganz anderes“, sagt Becker. Außerdem könne sich die Schule dank der Honorarkräfte viel kleinere Kurse als bisher leisten. Auch Claudia Linz lobt die Neuerung: „Es bereichert die Stundentafel“, sagt sie, schränkt aber ein: „Im Moment ist es allerdings eher ein Freizeit- und kein Ganztagsangebot.“

Dies könnte sich ändern: Beide Schulleiter gehen davon aus, dass das Land künftig erlaubt, verstärkt Lehrer einzusetzen. Die Realschule plant mehr Förderunterricht und Verfügungsstunden. Becker wünscht sich zudem Extraangebote für gute Schüler – etwa im naturwissenschaftlichen Bereich. Laufen die Arbeitsgemeinschaften bislang getrennt, denken beide Schulen für 2009/2010 über eine Kooperation nach. „Im nächsten Schuljahr würde es funktionieren“, sagt Becker, der bislang Bedenken hinsichtlich der VHS-Kurse hatte.
Eine Zusammenarbeit könnte sich schon deshalb lohnen, weil der Ganztagsbetrieb ausgeweitet wird: am Gymnasium auf Jahrgang sieben, an der Realschule eventuell auf Jahrgang acht.

*nicht Hauptschule, wie im Originalartikel
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 16.01.2009

Gymnasiasten experimentieren im Genlabor

Schüler beim Pipettieren

LAATZEN-MITTE. 17 Zwölftklässler des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) haben gestern erstmals mit den Instrumenten ihres neuen Genlabors experimentiert. Das EKG ist eine von vier Stützpunktschulen für das Projekt HannoverGEN in der Region. Diese wurden für den Unterricht mit biotechnologischen Materialien ausgestattet. Das Land und die Leibniz Universität Hannover fördern das Projekt.
Die Schüler übten sich unter anderem darin, mit Mikropipetten kleinste Mengen Flüssigkeit aufzunehmen und sie zur Untersuchung in Röhrchen zu füllen. Andere gossen heißes Gel in Behälter, um DNA-Erbgut zu zerteilen und anzuordnen.
Die Gymnasiasten zeigten sich von der Arbeit mit den wissenschaftlichen Instrumenten fasziniert. „Vorher bin ich mit dem Thema nicht oft in Kontakt gekommen. Aber jetzt finde ich das schon interessant“, sagte die 17-jährige Ulrike.
an/Mehr auf Seite 3

Die Ethik der Gentechnik im Mittelpunkt

Zum Thema von Seite 1: Doktoranden helfen

Im neuen Genlabor des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) sollen Schüler in den nächsten drei Jahren den Umgang mit Biotechnologie lernen. Ziel des Projektes HannoverGEN ist es, Nutzen und Risiken der sogenannten grünen Gentechnik zu erörtern und ethische Fragen abzuwägen.

VON ANDRÉ NOWAK

LAATZEN-MITTE/SARSTEDT. Neben vier Stützpunktschulen in der Region Hannover, die jeweils mit Material für ein Genlabor ausgestatten wurden, nehmen auch rund 25 Partnerschulen an dem Projekt teil. Darunter sind auch die Albert-Einstein-Schule und das Gymnasium Sarstedt. Diese Partner können für ihre Unterrichtseinheiten die Labore der Stützpunkte nutzen.
„Das Leitthema des Projektes ist die grüne Gentechnik. Damit soll die Diskussion versachlicht werden“, sagte EKG-Lehrerin Hendrike van Waveren. In einfachen und ethisch vertretbaren Experimenten mit dem Erbgut von Pflanzen sollen Schülern des zehnten bis 13. Jahrgangs Fertigkeiten vermittelt werden, die ihnen helfen, sich ein eigenes Urteil zu bilden. „Zudem erlernen sie verschiedene Labortechniken und wissenschaftliches Arbeiten“, sagte van Waveren.
Die Pädagogin betreute die Gymnasiasten gestern zusammen mit ihrer Kollegin Andrea Preißner-Lorenz und den Doktorandinnen Katharina Klee und Wiebke Rathje vom Institut für Pflanzengenetik der Uni Hannover. In einem Experiment lernten die jungen Forscher, wie Gene mithilfe eines Bakteriums in das Erbgut einer Kartoffel übertragen werden können.
 Vorbereitung zur DNA-Analyse
Die Ergebnisse dieses Labortages werden die Schüler in den nächsten Wochen auswerten. Sie sind die Grundlage für eine Facharbeit im Seminarfach Biotechnik. „Die Schüler sollen lernen, fachübergreifend zu denken“, sagte Andrea Preißner-Lorenz.
Das Projekt HannoverGEN ist zunächst für eine Dauer von drei Jahren ausgelegt. „Wir hoffen aber, dass es noch weitergeht“, sagte van Waveren.



Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 15.01.2009
auf dem Rathaus

Die Norweger gestalten das Programm für die Party

Austauschschüler sind beeindruckt von Massen auf dem Maschsee

VON DANIEL JUNKER
 
LAATZEN. Seit einer Woche sind elf norwegische Austauschschüler aus Lillestrøm bei Oslo zu Gast in Laatzen. Gestern besuchten sie Bürgermeister Thomas Prinz im Rathaus. Das Stadtoberhaupt stellte den Zwölftklässlern die Stadt und ihre Entwicklung vor.
In den vergangenen Tagen besuchte die Gruppe schon das Phaeno in Wolfsburg. „Schön war auch der Besuch der Stadt Hameln“, sagt die 17-jährige Silje. Zwei Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) hatten dort eine Führung vorbereitet. Silje gefielen vor allem die alten Häuser – aber natürlich auch die vielen Geschäfte. „Und die Süßigkeiten in Deutschland sind gut und günstig“, wirft Jenny (17) lachend ein.
Mehrmals waren die Norweger mit ihren Gastgebern auch in Hannover unterwegs. Unter anderem liefen sie dort den Roten Faden ab. Richtig beeindruckt zeigten sich die Lillestrømer von der Eisparty auf dem Maschsee am Wochenende: „Es waren Tausende von Menschen am See. Das ist etwas, das wir gar nicht kennen“, meint Silje. Nach Hannover sind die Norweger mit der Stadtbahn gefahren – und zeigten sich erfreut über die gute Anbindung der Stadt durch den öffentlichen Nahverkehr.
Morgen geht es wieder zurück in die Heimat. Für heute Abend haben die Schüler deshalb eine große Party im Forum des Kästner-Schulzentrums geplant – und die Gäste gestalten ein kleines Kulturprogramm. Heute wird dafür geprobt. Welche Überraschungen sich die Norweger ausdenken, wollten sie gestern noch nicht verraten.
Wer sich das Ergebnis anschauen will, kann sich ab 19 Uhr ein Bild davon machen. „Gäste sind willkommen“, sagt EKG-Lehrerin Sibylle Dordel, die mit Bettina Schmans und ihren nordischen Kolleginnen Guri Daus und Kjesti Følling das Austauschprogramm organisiert und begleitet hat.