Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 10.12.2008
Telefonhörer entführt in
Märchenwelt

Theaterklasse
führt ihre eigene Inszenierung im Schulzentrum auf
VON DANIEL JUNKER
LAATZEN-MITTE.
Hilflos kriecht
die alte Frau auf dem Boden herum: Sie hat ihre Brille verloren.
Brigitta und Paula finden die Dame in ihrer misslichen Lage. Kurz
entschlossen suchen die beiden mit, fündig wird aber
schließlich ihr Hund Jonathan.
Als Dank schenkt die Dame den dreien einen abgerissenen
Telefonhörer. Brigitta und Paula wundern sich noch, als
plötzlich der gestiefelte Kater, Schneewittchen und sogar der
Weihnachtsmann erscheinen – hervorgerufen durch den
Hörer.
Es beginnt eine spannende Reise durch die Märchenwelt.
Die Klasse 5a des Erich Kästner-Gymnasiums – eine
sogenannte
Theaterklasse, bei der die Schüler Schauspiel als Schulfach
belegen – hatte am Montagabend Premiere mit ihrem
Theaterstück „Der abgerissene
Telefonhörer“ im
Forum der Schule. Mithilfe von Theaterpädagogin Julia Vohl
haben
die Kinder das Stück selbst geschrieben. „Wir sind
Ende
September für ein Wochenende nach Celle gefahren und haben es
dort
erarbeitet“, sagt die zehnjährige Güllizar
Aslan, die
den Hund Jonathan spielt. Die Pädagogin habe das
Grundgerüst
der Handlung angeboten. „Wir konnten dann noch einzelne Dinge
vorschlagen“, sagt Marie-Sophie Kiefer, Darstellerin der
Brigitta. Seitdem wurde wöchentlich während zwei
Schulstunden
geprobt – mit vollem Erfolg, wie sich am Montag
herausstellte.
Denn auf der kulissenlosen Bühne brachte die Klasse das
Stück
sehr amüsant herüber. Auch wegen der vielen
geistreichen
Details: So erstickt Schneewittchen fast an einem Apfelstück.
Und
der Mond, der wegen einer Grippe nur hüsteln kann, weigert
sich
sogar aufzugehen.
Am nächsten Montag stehen die 17 Mädchen und zwei
Jungen noch
einmal auf der Bühne des Schulzentrums. In der
fünften und
sechsten Schulstunde spielen sie für Grundschüler an
der
Pestalozzistraße. Weitere Aufführungen sind
für Januar
2009 geplant.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 25.11.2008
Sporthalle erhält
Solaranlage
Neue
Module sollen rund 50 Prozent des Warmwasserbedarfs des
Gebäudes decken
Auf dem
Sporthallendach des
Erich Kästner-Schulzentrums sind seit gestern vier thermische
Solarzellen angebracht. Die neue Anlage soll künftig die
Hälfte des Warmwasserbedarfs der Halle decken.
VON ANDRÉ NOWAK
LAATZEN-MITTE. Der Fahrer bewies gestern viel
Fingerspitzengefühl, als er mithilfe eines Krans vier fast
zehn
Meter lange Solarmodule auf das Dach der Sporthalle am Erich
Kästner-Schulzentrum hob. Dort übernahmen Arbeiter
die mehr
als 200 Kilo schweren Zellen und trugen sie auf zwei montierte
Gestelle. Am Freitag soll die Sanierung der Sporthalle mit der
Inbetriebnahme der Solarzellen nach neun Wochen abgeschlossen werden.
Die Apparatur arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Die vier
Solarmodule fangen die Sonnenenergie auf einer Fläche von rund
40
Quadratmetern auf. Über installierte Rohre wird Wasser in die
Zellen gepumpt und durch Solarenergie erhitzt. Vom Dach
fließt es
anschließend in einen neu installierten Pufferspeicher im
Keller.
Die Stadt hat für die thermische Solaranlage rund 30?000 Euro
investiert.
Die neue Anlage soll die Warmwasserbereitung in der Halle
unterstützen und in Sonnenzeiten den
größten Heizanteil
leisten. „Im Winter wird das warme Wasser weiterhin
über die
Zentralheizung des Schulzentrums produziert“, sagt Stefan
Vietje
von der Stadt Laatzen.
Anders im Sommer: Die Stadt plant, dann die Zentralheizung der Schule
abzustellen. Die benötigte Energie soll die Solaranlage
erzeugen,
um so die Verteilverluste zu reduzieren. Den restlichen Heizbedarf soll
die Strombeheizung im Pufferspeicher decken.
Die Stadt will den Verbrauch anhand von eingebauten Zählern
nach
einem Jahr ermitteln. „Grundsätzlich ist die Anlage
so
ausgelegt, dass sie die Hälfte des Warmwasserbedarfs decken
wird“, sagt Vietje.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 23.09.2008
Der
Schall bewegt einen Tischtennisball

Grundschulprojekt:
Gymnasiasten zeigen Viertklässlern physikalische
Phänomene
VON ANDRÉ NOWAK
LAATZEN-MITTE. Was
passiert,
wenn man eine Stimmgabel ins Wasser hält? Wie hören
sich die
Vibrationen eines Gummibands in einer Röhre an? Mit diesen und
weiteren Fragen rund um das Thema Schall haben sich gestern mehr als 40
Schüler der Rethener Grundschule beschäftigt. Bei dem
Projekt
„Physik für helle Köpfe“ im Erich
Kästner-Gymnasium lernten die Jungen und Mädchen
mithilfe von
Zehntklässlern physikalische Phänomene kennen. An
neun
Stationen lernten die Viertklässler, dass Schall
hörbar,
sichtbar und fühlbar ist.
Die Aktion wurde von der Stiftung Niedersachsenmetall und dem
Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft ins Leben
gerufen.
Sie hatten im Vorfeld Experimentierkästen an 20 Schulen
verschickt.
Unter Anleitung der Gymnasiasten erfuhren die Kinder unter anderem,
dass Reagenzgläser, die mit unterschiedlichen Mengen Wasser
gefüllt sind, verschieden klingen. In einem weiteren Versuch
schlugen die Grundschüler auf ein Tamburin – und die
Schallwellen brachten einen Tischtennisball zum Schwingen.
„Unsere Gymnasiasten hatten die vorgeschlagenen Versuche
ausprobiert. Neun davon haben wir anschießend
ausgewählt und
für heute vorbereitet“, sagte Physiklehrerin
Charlotte Witt.
Zusammen mit ihrer Kollegin Beate Brase freute sie sich über
das
Engagement ihrer Schüler. Sie hatten das Projekt
zusätzlich
zum regulären Unterricht vorbereitet. Das Fazit von Witt:
„Für die Zehntklässler hat das Projekt
einen ungeheuren
Lerneffekt, und die Kleinen werden früh für
Naturwissenschaften begeistert.“
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 19.09.2008
Profisportler
trainieren mit Laatzener Gymnasiasten
Radprofi Roman
Jördens (großes Bild,
rechts) gibt Andreas (11) Hilfestellung beim Fahren auf der Rolle. Der
ehemalige Bundesliga Profi David Arigbabu (kleines Bild)
zeigt Sophie
(10) Tricks mit dem Basketball.
Nowak (2)
LAATZEN-MITTE. Mit mehr als zwei
Meter Körpergröße überragte der
ehemalige Basketball- Bundesligaprofi
David Arigbabu gestern die Sechstklässler des Erich
Kästner-Gymnasiums bei weitem.
75 Schüler hatten bei
der Aktion „Sport und Sportler zum Anfassen“ der
Sparkasse Hannover und der Agentur Eichels Event die
Möglichkeit, mit professionellen Radfahrern, Basketballern und
Triathleten zu trainieren. David Arigbabu von den UBC-Tigers Hannover
zeigte den Jungen und Mädchen spielerisch, wie sie am besten
auf den Basketballkorb zielen und werfen sollten. Die Siegerin des
Hannover-Triathlons 2008, Lena Brunkhorst, versuchte bei den Kindern in
der Sporthalle Spaß am Laufen zu wecken.
Der ehemalige
Radprofi Roman Jördens vom Team Heinz von Heiden hatte seine
Rennräder mitgebracht und aufgebockt. Beim sogenannten Fahren
auf der Rolle wurde anschließend gemessen, welche Distanz und
Durchschnittsgeschwindigkeit die Schüler in zwei Minuten
erreichen konnten. Der elfjährige Andreas war von der
Belastung erstaunt. „Das ist ganz schön schwer.
Draußen mit dem Fahrrad zu fahren, ist einfacher“,
sagte der Schüler. an
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 16.09.2008
Kochen
gehört zum Ganztagsangebot des Erich Kästner
Gymnasiums (von links): Anna (11), Christine (11) und Larena (12)
schneiden n ihrer ersten AG-Stunde Früchte für einen
Obstsolat. Nowak
Das Erich
Kästner Schulzentrum nimmt den Ganztagsbetrieb auf
LAATZEN-MITTE.
Mit Koch-,
Sport- und Computerkursen hat gestern der Ganztagsbetrieb am Erich
Kästner-Schulzentrum begonnen. In der AG Kochen des
Gymnasialzweigs lernten die
Schüler gleich in der ersten Stunde, wie sie einen gesunden
Obstsalat aus
Bananen, Äpfeln, Kiwis, Weintrauben, Quark und Joghurt
zubereiten. Gabriela
Kuhnert von der Leine-VHS half Realschülern beim Einstieg in
die Schreib- und
Rechenprogramme Word und Excel. Groß war der Andrang beim
Hip-Hop-Kursus: „Es
wollten so viele Schülerinnen teilnehmen, dass wir eine
weitere Gruppe
eingerichtet haben“, sagte die stellvertretende Schulleiterin
Christine
Klein.an/Mehr auf Seite 3
Mehrheit der Schüler nutzt Ganztagsangebot
Gymnasiasten und
Realschüler des Erich Kästner-Schulzentrums werden
seit
gestern ganztags unterrichtet. An drei Wochentagen können die
Jugendlichen unter anderem Sport treiben und Hausaufgabenhilfe in
Anspruch nehmen.
VON ANDRÉ NOWAK
LAATZEN-MITTE.
Das neue Ganztagsangebot wird gut angenommen: Rund 60 Prozent der
Schüler besuchen mindestens eine der zahlreichen neuen
Arbeitsgemeinschaften. Die Nachmittagskurse werden am Gymnasium
zunächst nur in den fünften und sechsten Klassen
angeboten
– in der Realschule auch in Jahrgang sieben. „Wir
hoffen,
dass die freiwilligen AGs den Wohlfühlfaktor für die
Jugendlichen an unserer Schule steigert“, sagte die
stellvertretende Schulleiterin Christine Klein.
Ein erster Erfolg hat sich bereits eingestellt: Für
Kursangebote
wie Hip-Hop, Tischtennis und digitale Fotografie gab es sehr viele
Anmeldungen. Geleitet werden die AGs am Gymnasium von Lehrern, Eltern
und Vereinstrainern.
Die Realschule wird bei ihrem Ganztagsangebot von der Leine-VHS
unterstützt. Drei Dozenten bringen den Jugendlichen unter
anderem
den Umgang mit den PC-Programmen Word, Excel und Powerpoint bei.
„Wir haben für diese Kooperation ein Budget vom Land
und der
Stadt Laatzen zur Verfügung gestellt bekommen“,
sagte die
kommissarische Realschulleiterin Claudia Linz. Neben den Computerkursen
ist besonders die Koch-AG gefragt. Viele Schüler nutzen auch
die
Hausaufgabenhilfe, die von speziell ausgebildeten Neunt- und
Zehntklässlern betreut wird.
Mit Einrichtung des Ganztagsangebots sei die Nachfrage nach dem
Mensaangebot gestiegen, sagt Christine Klein. Sie erwartet, dass sich
der Trend noch verstärken wird.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 09.08.2008
Für den Ganztagsbetrieb wird umgebaut
Die Schüler des Erich
Kästner-Gymnasiums und der -Realschule bekommen einen
großen Aufenthaltsraum
Im
Schulzentrum an der Marktstraße wird umgebaut: Nach den
Ferien beginnt am Erich Kästner-Gymnasium und an der
-Realschule der Ganztagsbetrieb. In der Mediothek entsteht derzeit ein
großer Aufenthaltsbereich für die Schüler.
VON JENNIFER
BÖHME
LAATZEN-MITTE. Die
Trockenbauer David Welke und Manuel Oehlmann waren gestern in der
Mediothek gegenüber der Schulbücherei damit
beschäftigt, die neue Deckenverkleidung anzubringen. Der alte
Fußbodenbelag ist bereits rausgerissen, die
Trennwände sind entfernt. Entstehen soll ein großer
neuer Raum mit Tischen und gemütlicher Sitzecke, den die
Schüler künftig als Aufenthaltsbereich nutzen
können. Die Diaprojektoren und Landkarten, die bislang in der
Mediothek gelagert wurden, sind jetzt in den Fachräumen
verstaut – wie im Erdkunderaum, sagt Christine Klein, die
stellvertretende Schulleiterin des Erich Kästner-Gymnasiums.
Das Gymnasium wird zunächst in den beiden unteren
Jahrgängen mit dem Ganztagsbetrieb beginnen. Das
Nachmittagsangebot ist wie für die Realschüler der
Klassen fünf bis sieben freiwillig. Etwa 280
Realschüler und Gymnasiasten könnten es nutzen
– wie viele es konkret sein werden, steht noch nicht fest.
„Die Erhebung ist noch nicht abgeschlossen“, sagt
der Erste Stadtrat Arne Schneider.
Auch Klein kann nicht
abschätzen, wie viele Schüler sich anmelden werden.
Das Gymnasium stellt sich ohnehin darauf ein, „dass es etwa
ein Jahr braucht, um den Ganztagsbetrieb zu etablieren“, sagt
Klein. Geplant sei, jedes Schuljahr einen weiteren Jahrgang
hinzuzunehmen.
Die Schulen sind noch dabei, das Nachmittagsangebot
auszugestalten. „Wir stehen in Verhandlungen mit
möglichen Kooperationspartnern“, sagt Klein. Auf
einen Aufruf der Stadt hatten sich diverse Vereine und Privatpersonen
gemeldet, die auf Honorarbasis eine AG anbieten würden. Die
Meldungen seien an die Schulen weitergegeben worden, sagt Schneider.
Bis 16 Uhr soll es Angebote geben.
Die Mittagsverpflegung ist geregelt.
Schon seit September 2006 gebe es einen provisorischen Mensabetrieb,
sagt der Erste Stadtrat. Die Dorff-Küche beliefert als Caterer
das Schulzentrum. Gegessen wird im Forum. Der Planungsauftrag
für eine Mensa sei aber schon an einen Architekten vergeben
worden, sagt Schneider. Nach den Ferien will die Stadtverwaltung eine
Arbeitsgruppe einsetzen, an der auch die Schulen beteiligt werden.
zum Bild:
Trockenbauer David Welke (vorne) und Manuele Oehlmann bringen die neue
Deckenverkleidung an. Die Mediothek im Schulzentrum an der
Marktstraße wird für den Ganztagsbetrieb umgebaut.
Es soll
ein Aufenthaltsraum für die Schüler entstehen.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 28.06.2008
Abschied
für die Abiturienten
LAATZEN-MITTE.
Am Ende standen sie alle auf der Aulabühne und sangen
„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ von De
Höhner – und demonstrierten ihren großen
Zusammenhalt, der in sieben Jahren auf dem Erich
Kästner-Gymnasium gewachsen ist. Patrick Mewes, der mit Brit
Jünemann gestern bei der Abientlassung die
Schülerrede hielt, schien das auszusprechen, was viele seiner
Mitschüler so empfanden: „Ohne die Schulzeit, die
Lehrer und diesen Jahrgang wäre ich nicht das geworden, was
ich bin – wir gehen erwachsen von dieser Schule.“
Die schönsten Momente der Schulzeit wurden auf eine Leinwand
projiziert – Fotos von den Studienfahrten, von Feten und
Ausflügen in den Heidepark. 68 von 70 Gymnasiasten haben ihre
Abiturprüfungen bestanden. „Heute ist Ihr
Tag“, wandte sich Schulleiter Hans-Ulrich Becker an die
Abiturienten. Er verabschiedete gestern den 28. Abiturjahrgang des
Erich Kästner-Gymnasiums – und den Jahrgang mit dem
zweitbesten Notendurchschnitt. 2,43 – das sei elf Hundertstel
besser als im vergangenen Jahr, lobte Becker die Absolventen. 18
Schüler haben eine Eins vor dem Komma. jbö
Hans-Ulrich Becker,
Leiter des Erich Kästner-Gymnasiums in Laatzen, gratuliert der
besten Abiturientin. Joana Witt (19) hat mit 1,4 bestanden.
DIE
ERFOLGREICHEN ABITURIENTEN
ERICH KÄSTNER GYMNASIUM
Linda Baranek, Christian Bartels, Oleg Bogdan, Julia Bokermann,
Sören Lennart Borchert, Jasper Brandes, Fabian
Brüder, Felix Carceles, Claudia Creter, Jacek Darwicki, Luisa
Nel Dera, Paul Derabin, Alexander Distelkamp, David Ehlers, Darja
Enkova, Svenja Fröhlich, Marius Fuhrberg, Viktor Gebel, Julian
Geppert, Olga Gluscova, Alexander Gusenko, Benjamin Güttler,
Maria Heym, Julian Michael Hoffmann, Brit Jünemann, Marc
karnatz, Elisa Kiehl, Judith Klein, Jan Kröger, Timo Krone,
Stephanie Kruse, Svenja Langner, Mathis Liebich, Marit Lindau, Timo
Lorenz, Olga Lysov, Sophie Manicke, Dominik Reza Menhaj, Patrick Mewes,
Sören Chritian Meyer, Christoph Neitzel, My Tram Anh Nguyen,
Melisa-Nihan Noyan, Jeanette Pasternack, Stefanie Peter, Andreas
Piepereit, Steffen Christian Platschek, Caroline Prokscha, Julia
Katharina Ramsay, Arno Maximilian Scharf, Maria Schneider, Marcel
Schrader, Marcel René Schumann, Kristin Seidel, Sergey
Stephanyuk, Miriam Stöter, Arne Strecker, Alexander Technau,
Julia Thiemann, Svenja Tolle, Wiebke Tönnies, Minh Anh Truong,
Sandra Vietgen, Tobias Vogel, Elisabeth Werner, Joana Witt, Mareike
Witt und Mohadsse Yaqubi.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 11.06.2008
Zehn
Jahre Austausch mit Rouen
22 Schüler aus Frankreich sind zu Besuch
22
Schüler aus Rouen sind zu Gast in Laatzen. Der Austausch der
Franzosen mit dem Erich Kästner-Gymnasium besteht bereits seit
zehn Jahren.
VON DANIEL JUNKER
LAATZEN.
Christine Dessoudres organisiert den Austausch für die
Franzosen
von Anfang an – und ist jedes Mal angetan von den Besuchen in
Laatzen. „Am Erich Kästner-Schulzentrum gibt es
viele
engagierte Lehrer“, sagt die einzige Deutschlehrerin am
Collège Fontanelle in Rouen. „Und das sind nicht
nur
Lehrer aus dem Französischbereich.“ Auch Kollegen
mit
anderen Fächern beteiligten sich. Dies sei nicht
selbstverständlich, sagt Dessoudres. Zu manchen Treffen
kämen
sogar pensionierte Lehrer, die früher bei den Besuchen dabei
waren.
Im Januar haben die deutschen Schüler die Franzosen in Rouen
besucht. „Es haben sich auch schon zwei, drei Freundschaften
entwickelt“, sagt Nande Röhlmann,
Französischlehrerin
am Erich Kästner-Gymnasium. „In den
nächsten zehn Tagen
wird sich zeigen, ob das von Dauer ist.“
Der Terminplan für die Franzosen ist eng gesteckt: Gestern
Mittag
empfing Bürgermeister Thomas Prinz die Gäste und ihre
deutschen Schulkollegen im Rathaus. Bei einem Vortrag stellte er die
Stadt vor. „Laatzen ist die am höchsten verdichtete
Stadt in
Niedersachsen“, referierte er. Nach dem Vortrag
überreichte
ihm die Laatzener Schülerin Minh Ho (14) „eine CD
mit Fotos
vom Austausch als wir in Frankreich waren.“
Heute geht es in den Zoo nach Hannover, morgen steht eine Reise nach
Berlin an. „Wir besuchen die Mauergedenkstätte
Bernauer
Straße“, sagt Röhlmann. Danach soll die
Hauptstadt
erkundet werden, am Nachmittag wird eine Ausstellung zur
Demokratisierung Deutschlands im Deutschen Dom besichtigt. Am Montag
geht es nach Rinteln zum Freilichtmuseum Steinzeichen.
Am nächsten Mittwoch heißt es dann Adieu: Um acht
Uhr fahren
die französischen Gäste zurück nach Rouen.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 10.06.2008
Schulverein
finanziert erste Honorarkraft für eine AG
Gymnasium baut Angebote mit Ganztagsschulbetrieb noch
aus
Alle gut aufpassen:
Claudia
Losch zeigt Sebastian (11, links) und Erik (11) die richtige
Startposition für den 50-Meter-Lauf . Böhme
VON JENNIFER BÖHME
LAATZEN-MITTE.
Allmählich trudeln alle wieder ein. Zwei Runden sind die
Fünft- und Sechstklässler um den Sportplatz gelaufen
–
zum Aufwärmen. Kurz noch etwas trinken, dann geht es zur
Sprunggrube. Erik nimmt Anlauf und drückt sich direkt vor der
Sandgrube fest vom Boden ab. „Das war gut“, lobt
Claudia
Losch den Elfjährigen.
Erst seit diesem Schulhalbjahr bietet das Erich
Kästner-Gymnasium
für die fünften und sechsten Klassen die
Leichtathletik-AG
an. Der Förderverein der Schule finanziert die
Arbeitsgemeinschaft– Betreuerin Claudia Losch arbeitet auf
Honorarbasis. Die AG beginnt nach Schulschluss. „Mit den
Lehrerstunden wäre dieses Angebot nicht mehr abzudecken
gewesen“, sagt Christine Klein, stellvertretende
Schulleiterin.
Dabei seien sportliche Angebote wichtig. „Kinder haben einen
hohen Bewegungsdrang“, sagt die Vorsitzende des
Fördervereins Barbara Söhlke. 19 Schüler
nehmen an der
AG teil– „mehr, als wir erwartet hatten“,
sagt
Christine Klein.
Das erste Resümee von Claudia Losch: Alle Kinder machen
begeistert
mit. Zu Beginn des Halbjahres hat die Rössingerin mit ihnen
noch
in der Sporthalle trainiert. Seit das Wetter schön ist, geht
es
nach draußen auf den Sportplatz. Losch selbst ist von Haus
aus
Kugelstoßerin. Ihr größter Erfolg: Bei den
Olympischen
Spielen in Los Angeles holte sie 1984 Gold.
Die Schulleitung ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Das
Gymnasium hat erstmals eine Honorarkraft für eine AG
eingestellt
– quasi schon einmal als Testlauf. Nach den Sommerferien wird
das
Gymnasium wie die Realschule eine Ganztagschule. „Und dann
gibt
es auch einen Topf, aus dem solche Honorarkräfte finanziert
werden
können“, sagt Klein. Momentan steckt die Schule
mitten in
den Planungen für weitere AGs – von gesunder
Ernährung
bis Fotografie. Um eine große Vielfalt bieten zu
können,
wird auch mit Vereinen zusammengearbeitet.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 09.06.2008
Der
Spargel ist die beste Schülerzeitung
Redaktion
des Erich Kästner-Gymnasiums gewinnt Deutschen
Schülerzeitungspreis 2008
 VON JENNIFER BÖHME
UND JOHANNES DORNDORF
LAATZEN.
Der Spargel vom
Erich Kästner-Gymnasium ist Gewinner des Deutschen
Schülerzeitungspreises 2008 der Jungen Presse – und
ist
damit Deutschlands beste Schülerzeitung. „Wir hatten
überhaupt nicht damit gerechnet“, sagte Gymnasiastin
Ina
Pintjak (17), die seit drei Jahren in der Spargel-Redaktion
mitarbeitet, gestern. Die Preisverleihung, bei der die Laatzener auch
RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel kennenlernten, war am Sonnabend in
Köln – „und vorher hatten wir nur gewusst,
dass es der
Spargel unter die besten zehn geschafft hat“.
Die Konkurrenz war groß: 672 Schülerzeitungen hatten
Schüler und Lehrer aus ganz Deutschland zur vierten Auflage
des
Schülerzeitungspreises eingereicht. Der Spargel
überzeugte
die Fachjury mit einer gelungenen Mischung aus schulischen und
übergeordneten Themen. Sowohl Sebastian Balzter von der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung als auch Henry Lübberstedt von
stern.de lobten die detaillierte Behandlung mit dem Thema
„LesBiSchwules Leben an der Schule“. Des Weiteren
habe laut
der Jury der Mut der Redaktion zur Kritik an der Schulleitung den
Spargel zum Sieger gemacht.
„Nach der Veranstaltung haben wir sofort unsere
Mitschüler
angerufen“, sagt Ina Pintjak. Der erste Preis soll heute mit
dem
Redaktionsteam gefeiert werden.
Zur Preisverleihung nach Köln fuhren am Wochenende lediglich
Ina
Pintjak und Janine Jackstat (17). Die übrige Redaktion weilte
parallel im Brandenburgischen: Bei der inzwischen schon traditionellen
Spargelfahrt verbrachte das Team drei Tage auf einem Spargelhof in der
Nähe der Stadt Brandenburg. Auf dem Programm standen eine
Dombesichtigung – und natürlich Spargelessen.
Bild:
Nach der
Preisvergabe: Die
Gymnasiastinnen Ina Pintjak (17, links) und Janine Jackstat mit
RTLChefredakteur und Schirmherr Peter Kloeppel.
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 03.04.2008
Spargel ist Zweiter beim
Schülerzeitungswettbewerb
Das eingereichte Heft thematisiert
Homosexualität an Schulen
Laatzen-Mitte.
Andere Redaktionen
würden wohl ausgiebig feiern, doch am Erich
Kästner-Gymnasium ist man angesichts früherer Erfolge
nur verhalten euphorisch. Die jüngste Ausgabe des Spargel mit
dem Titelthema „Tabuzone Schwule“ ist beim
JuniorenPressePreis 2007 zur zweitbesten Schülerzeitung in
Niedersachsen gekürt worden. Platz eins belegte die Zeitung
des Göttinger Felix-Klein-Gymnasiums Forum.
Enttäuschung herrscht nach Auskunft von EKG-Lehrer Hans-Werner
Bertram vor allem über die Art und Weise der Mitteilung:
„Es gab lediglich einen Brief, das
war’s.“ Eine individuelle Würdigung,
Urkunde oder gar Preisverleihung gebe es diesmal nicht. Bertram
vermutet, dass dies mit Konflikten unter den beiden konkurrierenden
Schülerzeitungsverbänden in Niedersachsen
zusammenhänge.
Qualifiziert habe sich der Spargel auch für den
Bundeswettbewerb. Wie Bertram erfahren hat, sei man dort jedoch nicht
unter den ersten Dreien. Die genaue Platzierung würde erst im
Juni bekannt gegeben. jd
nach
oben
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 28.03.2008
Sportliche Schüler dribbeln bis nach Basel
Von Marie
Sophie Müller
Für 17
Schüler des Erich-Kästner-Gymnasiums
Laatzen hat die heiße Phase vor der
Fußball-Europameisterschaft begonnen: Sie gehören zu
den rund 10 000 Kindern und Jugendlichen, die bei dem Projekt
„Fit am Ball 3000“ eben diesen bis in die Schweiz
bugsieren wollen. Das soll laut den Regeln des Veranstalters, der
Deutschen Sporthochschule Köln,
„fußballgemäß“
geschehen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass bis zum
Eröffnungsspiel am 7. Juni 2715,1 Kilometer nach Basel
zurückgelegt werden müssen.
Der Weltrekordversuch begann am 29. Februar in Leipzig und
führt 200 beteiligte Schulklassen durch die Austragungsorte
der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Gestern war die AWD-Arena
in Hannover Ziel der 56. Etappe.
Am Vormittag hatte die 55. Etappe bei frostigen 0,5 Grad unter Null in
Resse begonnen. „Die Kälte stellte schon eine
besondere Belastung für die Kinder dar“, sagte
Gustav Hamann, Lehrer des Erich-Kästner-Gymnasiums. Dennoch
seien die Kinder der 5. und 6. Klassen motiviert gewesen und
hätten sich auch nicht davon entmutigen lassen, wenn der Ball
aus einem der Bäche entlang des Weges geangelt werden musste.
Um kurz vor 13 Uhr kam die sportliche Truppe dann in Letter an.
Dort übergab die zehnjährige Jana Leonie Grote den
Ball an Schüler aus Seesen, die ihn anschließend in
die AWD-Arena dribbelten. „Es war ganz schön
spannend“, meinte Jana. Auf die EM freut sie sich jetzt
schon: „Deutschland hat gute Chancen!“, prophezeite
die Zehnjährige.

Fit auch bei Minusgraden: Jana Leonie Grote
dribbelt den Ball mit ihren Mitschülern von Resse nach Letter
– bis zum EM-Eröffnungsspiel am 7. Juni 2008 soll er
in der Schweiz sein. Simonsen
nach
oben
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 13.03.2008

Schüler einer
AG des Erich Kästner-Gymnasiums sind beim
Dribbelweltrekordversuch dabei. Junker
Kästner-Schüler wollen Rekord
200 Schulteams dribbeln 100 Tage lang einen
Fußball zum EM-Eröffnungsspiel nach Basel
Fünft-
und Sechstklässler des
Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) mischen bei einem
Weltrekordversuch mit: Seit dem 29. Februar dribbeln Schüler
einen Ball durch Deutschland. Etwa 10 000 Kinder
machen bei der Aktion mit. Die Laatzener übernehmen den Ball
am Donnerstag, 27. März, in der Wedemark.
Laatzen/Region.
Die 15,2 Kilometer
lange Strecke, auf der die Schüler des Erich
Kästner-Gymnasiums unterwegs sein werden, führt von
Resse bis nach Letter. Das Gymnasium hat für dieses
Teilstück die Patenschaft übernommen. „Wir
werden den Ball um 9 Uhr übernehmen und mit 15 bis 20
Schülern bis nach Letter dribbeln“, sagt Lehrer
Gustav Hamann. Dort wird er am 27. März gegen 13 Uhr an eine
Schule aus Seesen abgegeben. „Ihr habt alle eine
große Verantwortung“, gibt Hamann seinen
Schützlingen mit auf den Weg. „Es kommt auf jeden
von Euch an.“ Gelaufen werde bei jedem Wetter. Auch einige
Ernährungstipps hat der Lehrer für die Jungen und
Mädchen parat: „Zum Laufen solltet Ihr Obst und
Müsliriegel mitnehmen. Schweres Essen ist nicht
angebracht.“
Bei dem Projekt dribbeln 200 Schulteams den Ball von Leipzig
über eine Gesamtstrecke von 3000 Kilometern zum
Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft am
7. Juni in Basel. Die Strecke verläuft entlang aller
Austragungsorte der Weltmeisterschaft 2006. Damit wird die Idee des
olympischen Fackellaufs aufgegriffen, bei dem eine Flamme vom
griechischen Olympia zum jeweiligen Austragungsort der Spiele getragen
wird. Das Ereignis wurde von Guinness World Records als
Weltrekordversuch zertifiziert.
Die Aktion ist Teil des von der Sporthochschule Köln (DSHS)
initiierten Projektes „Fit am Ball 3000“, mit dem
für den Schulsport und einen aktiven Lebensstil geworben
werden soll. Die Initiatoren wollen die Europameisterschaft
dafür nutzen, Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung und zu
einem besseren gesundheitsbezogenen Verhalten zu bringen.
„Wer regelmäßig in der Gruppe Sport
treibt, bleibt fit, pflegt Freundschaften und hat mehr Freude am
Leben“, sagt Jürgen Buschmann von der DSHS.
„Wir wollen die Euphorie vor der Fußball-EM nutzen,
um möglichst viele Menschen mit dieser Botschaft zu
erreichen.“
Der Weltrekordversuch ist nur ein Teil des Projektes: Insbesondere
sollen die Bewegung und die gesunde Ernährung
gefördert werden. So lernen die
Kästner-Schüler in der AG Fit am Ball den
gesundheitlichen Aspekt des Sports kennen. Die AG endet im Juni mit
einer deutschlandweiten Schulmeisterschaft, bei der sich die
Jugendlichen in Vielseitigkeitswettkämpfen und einem
Fußballturnier messen.
weitere Informationen
nach
oben
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 28.02.2008
Salat falten für das perfekte
Vorstellungsgespräch
Angehende Abiturienten des Erich
Kästner-Gymnasiums üben feine Tischmanieren
– Kursus als Seminarfach?
Von Nadine Baumgarte
Laatzen-MItte. Welche Gabel ist nun
die richtige für den Salat und wie wird die Serviette korrekt
auf dem Schoß platziert? „Salat falten
müssen sie bei einem Vorstellungsgespräch
können“, sagt Benimmtrainerin Marion
Barthen-Lüttich und lacht. Denn das widerspenstige
Grünzeug auf den Tellern der angehenden Abiturienten des Erich
Kästner-Gymnasiums hat seine Tücken. In den Mund
passt es nicht so wie es angerichtet ist. „Das ist die
Handgranate unter den Salaten“, warnt die Trainerin. Und
tatsächlich: Die Blätter purzeln von der Gabel und
hinterlassen unschöne Flecken auf der Kleidung. Wenn es um
einen Job geht, macht das keinen guten Eindruck. Genau aus diesem Grund
haben die Schüler Klassenraum gegen Restaurant in der
Berufsschule für Gastronomie getauscht und pauken nun die
Knigge-Regeln.
„Wir wollen den Schülern etwas Praktisches
für ihr Leben mitgeben. Bewerbungsgespräche stehen
an“, sagt Lehrerin Bettina Schmans, die den Etikettekursus
organisiert hat. Die Jugendlichen sind dankbar für die Tipps
vom Profi. „Bislang habe ich das Glas immer falsch
gehalten“, gibt Svenja Tolle zu.
Für formvollendete Manieren bei Tisch bedarf es
Übung. Ein Geheimtipp der Expertin: „Wenn Sie das
Glas mit der Zunge befeuchten und dann erst trinken, bleibt kein
Lippenstift zurück“, erklärt sie und
demonstriert den Trick. „Das werde ich zu Hause aber erst
einmal vor dem Spiegel ausprobieren, damit ich mich nicht
blamiere“, sagt Tolle.
Die Nachhilfestunde in Tischkultur ist nur einer von vielen praktischen
Tests, bei denen sich die 18 Schüler bewähren
müssen. Schmans hat sich ein ganzes Programm zum Thema
„Eigenverantwortung in Theorie und Praxis“
überlegt. Welche Versicherungen sind nötig, was
kostet eine Wohnung und wie bewerbe ich mich um einen Studienplatz? Das
wissen die Schüler jetzt zumindest schon einmal in der
Theorie. Ein weiterer Praxistest steht ihnen noch bevor. Im
März müssen sie sich in einem inszenierten
Bewerbungsgespräch behaupten. „Wenn der Kursus bei
den Schülern gut ankommt, können wir das vielleicht
als Seminarfach regelmäßig anbieten“, sagt
Schmans.
zum Bild:
Benimmtrainerin
Marion
Barthen-Lüttich zeigt
Darja Enkova (links) und Maria Schneider den
korrekten Umgang mit dem
Weinglas. Baumgarte
nach
oben
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 23.02.2008
Die Erlöse gehen nach Sierra Leone
Schüler des Erich
Kästner-Schulzentrums
präsentieren gut gelaunt ihre Projektergebnisse

Die Chemie
stimmt: Tim
Berger (18, links) und Isam Abdi (18) zeigen beim Tag der
offenen Tür, wie durch Wasser-
destillation Lavendelöl
und andere Duftstoffe hergestellt
werden. Junker
Von Daniel Junker
Laatzen-Mitte.
Gegen 16 Uhr wird es laut im Erich Kästner-Schulzentrum:
Weißer Rauch dringt aus einer mit Folie verhängten
Tür. Dann öffnet sich der Vorhang und heraus
schreitet eine Karawane verkleideter Schüler. Mit lautem
Getöse zieht sie durch das Forum der Schule. In ihren
Händen tragen die Jugendlichen Schilder mit Slogans wie
„Mehr Klausuren“, „Notendurchschnitt
4,99“ und „Warum aufhören,
wenn’s noch geht?“
Beim Tag der offenen Tür stellte das Erich
Kästner-Gymnasium gestern die Ergebnisse der Projektwoche vor.
Von Dienstag bis Donnerstag hatten sich die Jugendlichen mit
unterschiedlichen Dingen beschäftigt – auch mit der
Bildungspolitik der Landesregierung. Bei dem
karnevalsähnlichen Marsch durch die Schule prangerten sie
Dinge an, die ihnen nicht passen. „Der Sportunterricht
für die Klassen neun bis elf wurde komplett
gestrichen“, sagte Stanislaw Tschernezki verärgert.
Viele Schüler seien gegen die Ganztagsschule, sagte Nadine
Krone. Eine Etage höher hatte die Klasse 5c
Flohmarktstände aufgebaut, an denen sie Bücher und
Spielsachen verkaufte: „Wir spenden das Geld an den Verein
Löwen für Löwen“,
erläuterte Ilja Reis das Projekt. Die Organisation
unterstützt Kinder im westafrikanischen Staat Sierra Leone.
Drei Tage lang hatten sich die Schüler mit dem Land und dem
Verein auseinandergesetzt. In der Wissenschaftsmeile im C-Trakt des
Gebäudes zeigten die Jugendlichen unter anderem, wie durch
Wasserdestillation Lavendelöl hergestellt wird.
nach
oben
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 22.02.2008
Gymnasiasten beschneiden Weiden in der Leinemasch
Schüler stellen Projektergebnisse beim Tag der
offenen Tür vor
Von Daniel Junker
Laatzen-Mitte/Grasdorf.
Einsatz
für die Landschaftspflege: Bei ihrer Projektwoche haben
Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums Weiden und
Pappeln im Landschaftsschutzgebiet in der Grasdorfer Masch beschnitten.
Damit wollen sie verhindern, dass die Bäume zu kopflastig
werden und auseinanderbrechen. „Außerdem schaffen
wir Nistplätze und Behausungen für Vögel und
Insekten“, sagt Schülerin Marcella Mensing. Die
Schneidearbeiten dienten auch dazu, das traditionelle Bild der Masch zu
erhalten, sagt Lehrerin Nande Röhlmann.
„Wir haben das Projekt gewählt, um der Umwelt zu
helfen“, sagt Tobias Klenke. Es sei schön, einmal
ein paar Tage an der frischen Luft zu sein. „Teilweise war
das aber ganz schön anstrengend. Die Äste wachsen so
dicht zusammen, da kommt man nicht schnell voran.“
Früher wurden aus dem Schnittholz Körbe geflochten.
Diese Handarbeit probierten einige Schüler gleich vor Ort aus:
Marcella, Jan Großhennig und Friederike Höner
bastelten in den Pausen Kränze aus dem Schnittmaterial.
Das Projekt wurde vom Naturschutzbund Laatzen unterstützt.
Beim heutigen Tag der offenen Tür stellen die Schüler
– wie auch alle anderen Projektgruppen – von 15.30
Uhr bis 18 Uhr ihre Projektergebnisse im Schulzentrum vor.
Albert Haid
(17, von links), Manuela Tuschinsky (16) und Matthias Langer (17)
schneiden die Äste einer Weide. Junker
nach
oben
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 16.02.2008
Turnerinnen des Gymnasiums holen
Bronze
Laatzen. Zum fünften Mal in
Folge hat eine Turnmannschaft des Erich Kästner-Gymnasiums am
Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“
teilgenommen – und ist erfolgreich gewesen. Beim
Bezirksentscheid in Burgdorf schafften es die fünf
zwölf- bis 13-jährigen Turnerinnen Svenja Hansen,
Ann-Christin Hagedorn, Liselotte Kleier, Cansu-Nurhan Noyan und Marijke
Meyer auf den dritten Platz.
Dabei hatte sich Marijke bereits beim Einturnen am Fuß
verletzt, sodass sie nur am Reck und Balken mitturnen konnte. Im
vergangenen Jahr hatten sich die Schülerinnen noch mit Platz
sieben begnügen müssen.
Die Mädchen turnen nicht nur in der Schule. Turnerisch
ausgebildet werden sie im Verein, beim VfL Grasdorf und der Sportlichen
Vereinigung Arnum. Die Zusammenarbeit zwischen dem VfL, vertreten durch
Edith Busche, und dem Gymnasium, vertreten durch Bettina Schmans,
funktioniert seit Jahren ausgezeichnet. Busche trainiert die
Mädchen zum Teil auch in der Turn-Arbeitsgemeinschaft der
Schule und entdeckt dabei so ganz nebenbei
regelmäßig neue Talente. jbö
Erfolgreich (von links): Ann-Christin, Svenja,
Liselotte, Marijke und Cansu.
nach
oben
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 09.02.2008
Erfolg bei Jugend forscht
Dritter Platz geht an Alexey Stepanyuk
Hannover/Laatzen. Großer
Erfolg für Alexey Stepanyuk vom Erich
Kästner-Gymnasium beim Regionalentscheid des Wettbewerbs
Jugend forscht: Mit einer Versuchsreihe über das Wachstum von
Kresse unter verschiedenen Lichtbedingungen belegte der
13-Jährige gestern in der Kategorie Biologie den dritten Platz
der Juniorsparte. „Alexey hat gemessen, unter welchem Licht
Kresse am besten wächst“, sagte Biologielehrerin
Hendrika van Waveren. Der Siebtklässler hatte die Pflanzen mit
rotem, blauem und grünem Licht bestrahlt und fand heraus, dass
sich unterschiedliche Wellenlängen auf das Wachstum auswirken:
Unter rotem Licht wächst Kresse am besten.
Bei seinen Versuchen lernte Alexey, seine Experimente zu dokumentieren,
auszuarbeiten und später zu präsentieren.
„Es bringt den Schülern wirklich etwas,
wissenschaftlich mit der Jury zu diskutieren“, sagte van
Waveren. Auch die Gespräche mit Jugendlichen von anderen
Schulen seien wertvoll gewesen.
Gewonnen hat Alexey einen kleinen Geldbetrag. Zum Landeswettbewerb ist
er aber nicht zugelassen: Dort nehmen nur die Erstplatzierten aus jeder
der sechs Kategorien teil. dj
Forscht am
Wachstum von Kresse: Der 13-jährige Alexey Stepanyuk belegt
den dritten Platz des Junior-Wettbewerbs. Baumgarte
nach
oben
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 09.02.2008
Schüler üben sich in Literaturkritik
Laatzenerin Corinna Luedtke liest im Erich
Kästner-Gymnasium aus ihrem Debütroman
Von Nadine Baumgarte
Laatzen. Dass
Autoren in Schulen
lesen, ist nicht außergewöhnlich. Und dass die
Schüler sich danach darüber unterhalten, schon gar
nicht. Am Erich Kästner-Gymnasium haben angehende Abiturienten
der Laatzener Autorin Corinna Luedtke gestern Mittag aber einmal direkt
ihre Meinung gesagt – in einer Unterrichtseinheit
Literaturkritik. „Es ist wohl das intensivste
Gespräch nach einer Lesung gewesen, das ich je
hatte“, sagte Luedtke im Anschluss.
Die Laatzenerin hat große Emotionen im Repertoire:
Liebesschwüre folgen auf Ausbrüche von Wut und Angst.
„Wir sind so wunderbar frei, dass ich kotzen
könnte“, heißt es an einer Stelle. Tabulos
und kritisch lässt sie ihre Figuren sprechen – und
fesselte damit auch die rund 70 Zuhörer in den Räumen
des Gymnasiums.
Wie sich Liebe in Abhängigkeit und psychische Gewalt
verwandeln kann, ist eines der zentralen Themen in „Die
Nächte mit Paul oder der Tag ist anderswo“. Und eben
darum drehten sich auch Fragen und Diskussion. „Was hat Sie
inspiriert, eine so ungewöhnliche Liebesgeschichte zu
schreiben“, wollte ein Schüler wissen.
„Ich habe mir die Frage gestellt, warum eine Frau, die
schlecht behandelt wird, dennoch immer wieder zu ihrem Partner
zurückkehrt“, antwortete Luedtke. Die
Schüler hakten nach. „Louisa hat sich freiwillig in
die Beziehung hineinbegeben“, erwiderte ein Schüler.
Luedtke berichtete, sie habe mit Opfern gesprochen und Fachliteratur
gelesen. „Sie ist dem Täter verfallen und kann sich
dagegen nicht wehren“, sagte sie.
Luedtke war von der Debatte beeindruckt: „Es ist
schön, mit kritischen jungen Menschen zu sprechen.“
zum Bild:
Die Laatzener Autorin Corinna
Luedtke liest aus ihrem Liebesroman
und diskutiert mit Schülern über das Thema
psychische Gewalt. Baumgarte
nach
oben
|
Ausgabe:
Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 07.02.2008
Nachwuchswissenschaftler aus
Laatzen treten
bei Jugend forscht an

Yousif Al-Saiegh (17,
links) und Martin Kiefer (17) zählen Bakterien-
kulturen. In probiotischen Getränken
finden sie davon mehr als in
herkömmlichen Milch- produkten. Baumgarte
Laatzen.
Sechs Nachwuchsforscher aus
Laatzen stellen sich heute und morgen beim Wettbewerb Jugend forscht in
Hannover den Fragen der Juroren. Aus dem Laatzener Team haben Martin
Kiefer und Yousif Al-Saiegh die besten Chancen auf eine Platzierung.
„Wir wollten wissen, ob man der Werbung trauen kann, und
haben Lactosebakterien in probiotischen Getränken
untersucht“, sagt Yousif.
Bundesweit nehmen 10 000 Jugendliche an den Regionalwettbewerben teil.
Die Besten qualifizieren sich für die Landesausscheide.
„Auch wenn wir nicht so weit kommen, setzen wir unsere
Forschung fort“, sagt Yousif. nb
Mehr auf Seite 4
nach
oben
Zucker schränkt die Wirkung von
probiotischen Drinks ein
Zum Bild von Seite 1: Die Schüler
präsentieren ihre Experimente

Claudia Noack (14,großes Bi
ld, links) und Marie Haase (13)
gießen Milch auf die Kressesamen. Annika Sievers (12, kleines
Bild) hat untersucht, wie schnell Wasser in Pflanzen aufsteigt. Baumgarte
(2)
Von Nadine Baumgarte
Laatzen.
Bis die Erich-Kästner-Schüler Martin Kiefer und
Yousif Al-Saiegh, die heute und morgen in Hannover bei Jugend forscht
antreten, zu ihren Ergebnissen kamen, war es ein langer Weg: Bei den
ersten Versuchen mit probiotischen Getränken wollten die
Bakterienkulturen zunächst nicht sprießen. Doch das
Engagement der beiden Jugendlichen hat sich gelohnt. Die Ergebnisse
überraschten: Die in der Werbung angepriesenen
Bakterienkulturen seien zwar in den Getränken in
höherer Zahl vorhanden als in normalen Milch- und
Joghurtprodukten. Doch ein hoher Zuckeranteil schränke die
Wirkung ein.
Nach dem Ausscheid in Hannover geht es für die Jungforscher
weiter. Dann wollen Martin und Yousif die DNA der Bakterien unter die
Lupe nehmen. „Damit treten wir dann beim nächsten
Wettbewerb an“, sagt Yousif.
Zum ersten Mal schickt das Gymnasium auch Nachwuchswissenschaftler aus
den Jahrgängen sieben und acht ins Rennen. Alexey Stepanyuk,
Annika Sievers, Marie Haase und Claudia Noack haben sich mit dem
Wachstumsverhalten von Pflanzen beschäftigt: Kresse geht ein,
wenn sie mit Milch gegossen wird, so eine Erkenntnis. Unter
grünem Licht schießt das Kraut zwar in die
Höhe, wird aber gelb und krank. Mit ihren Studien
über die Pflanzen wollen sie heute und morgen die Jury beim
Juniorwettbewerb Schüler experimentieren beeindrucken.
„Das ist eine gute Gelegenheit, einfach mal den Wettbewerb
kennenzulernen und Ideen zu sammeln“, sagt Biologielehrerin
Hendrika van Waveren. Die Experimente seien zwar nicht
patentverdächtig, aber die Schüler sammelten viele
Erfahrungen.
nach oben
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ
Datum: 25.01.2008
Nationalflaggen flattern vor der Schule
16 Norweger sind zu Gast am Erich
Kästner-Gymnasium
Von Nadine Baumgarte
Laatzen-Mitte. Schon heute
müssen sich die norwegischen Schüler wieder von ihren
Gastgebern verabschieden. Eine Woche lang waren 16 Nordlichter zu Gast
im Erich Kästner-Gymnasium. Seit fünf Jahren gibt es
den Austausch zwischen Laatzen und Lillestrøm.
Erstmals zeigten die Laatzener Flagge. „Ich habe bei der
norwegischen Botschaft und beim Honorarkonsulat in Hannover wegen der
rechtlichen Bestimmungen nachgefragt“, sagt Lehrerin Sibylle
Dordel, die den Austausch mit der Lillestrøm
Videregående Skole organisiert hat. Bürgermeister
Thomas Prinz erteilte dem Gymnasium schließlich die
Erlaubnis, die norwegische Fahne zu hissen.
Weniger kompliziert lief das internationale Zusammenspiel auf der
Bühne der Schule ab. Die Jugendlichen probten gestern
für ihren Auftritt vor Gastfamilien und Lehrern. Textsicher
waren sie mittags noch nicht. „Wir hatten noch keine Zeit,
die Texte zu lernen, und haben heute erst mit den Proben
begonnen“, sagte Austauschschülerin Silje Christine
Nitteberg.
Vor einer Woche war die Gruppe in Berlin gelandet – heute
geht es wieder zurück in Richtung Norden. Zeit zum Pauken
blieb in der Zwischenzeit kaum. Auf die Besichtigung der Berliner
Sehenswürdigkeiten folgte das Programm in Laatzen.
„Wir haben viel von der deutschen Lebensweise
kennengelernt“, erzählte Marthe Øhra.
Würstchen und Sauerkraut standen auf dem Speiseplan und auch
am Unterricht mussten die Norweger teilnehmen. „Der Abschied
wird sicher traurig. Wir haben viele Freunde gefunden“, sagte
Marthe.
Bild oben: Für die norwegischen
Austauschschüler hat das Gymnasium die Nationalfahnen gehisst.
Baumgarte (2)
Bild rechts: Christine Aalvik (links) und Thea
Østereng
üben fürs Theaterstück.
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 23.01.2008
Ab Sommer ganztags Unterricht
KGS in Hemmingen sowie Gymnasium und Realschule in
Laatzen bekommen Zuschüsse
Ab dem
nächsten Schuljahr haben die Schüler das Gymnasiums
und der Realschule in Laatzen sowie der KGS in Hemmingen auch
nachmittags Unterricht. Das Kultursministerium hat den
Ganztagsschulbetrieb genehmigt.
Von Jennifer Böhme
und Stefan Vogt
Laatzen/Hemmingen.
Die Bescheide lagen den Schulen gestern zwar noch nicht
vor. Kultusminister Bernd Busemann gab aber in einer Pressemitteilung
bekannt: Niedersachsenweit werden zum neuen Schuljahr 126
Ganztagsschulen genehmigt. In Hemmingen steht die
Carl-Friedrich-Gauß-Schule mit auf der Liste, in Laatzen das
Erich Kästner-Gymnasium und die -Realschule.
Zusätzliche Lehrerstunden gibt es für die neuen
Ganztagsschulen nicht. Aber Zuschüsse nach folgendem
Schlüssel: Pro Klasse in Jahrgang fünf und sechs
zahlt das Land 4245 Euro – für die Laatzener Schulen
wären das jeweils 25 470 Euro. Dieses Budget können
die Bildungseinrichtungen im Zuge ihrer Eigenverantwortlichkeit selbst
verwalten und „Angebote am Nachmittag damit
gestalten“, erläuterte Georg Weßling,
Sprecher des Kultusministeriums.
Die Hemminger KGS will zum Schuljahreswechsel zunächst mit den
Jahrgängen fünf und sechs auf Ganztagsbetrieb
umstellen. Dass die Schule Zuschüsse vom Land bekommt, hat den
didaktischen Leiter Frank Hellberg überrascht. „Ich
dachte, wir bekommen weder Lehrerstunden noch Geld“, sagte
er. Die finanzielle Unterstützung werde die Schule
voraussichtlich für die freiwilligen Nachmittagsangebote und
Förderstunden verwenden. So könne die Schule die
Arbeit von Referenten und Übungsleitern aus den Vereinen
honorieren. Beschlossene Sache sei dies aber noch nicht.
Hans-Ulrich Becker, Leiter des Erich Kästner-Gymnasiums,
freute sich gestern über die Zusage –
drängt jetzt aber auch auf den Bau einer Mensa. Mehr
auf Seite 5
Wie schnell kommt jetzt die neue Mensa?
Zum Thema von Seite 1: Ganztagsschulen
Das
Gymnasium und die Realschule in Laatzen setzen ab dem neuen Schuljahr
auf ein offenes, freiwilliges Ganztagsangebot. Beide Schulen freuen
sich über die Genehmigung vom Kultusministerium, wollen jetzt
aber von Politik und Verwaltung auch eine zügige Entscheidung
beim Mensabau.
Von Jennifer Böhme
Laatzen.
Als Schulträgerin müsse nach der Zusage des
Kulturministeriums nun auch die Kommune zielstrebig sein, sagte
Hans-Ulrich Becker, der Leiter des Gymnasiums, gestern. Bislang gibt es
im Schulzentrum nur eine provisorische Mensa.
Die Verwaltung will zeitnah in die Grobplanung einsteigen, das
Gespräch mit den Schulen suchen und einen Architekten
beauftragen. Noch diskutiert werden müsse, ob sich ein Anbau
realisieren lässt oder ob es reicht, Räume in der
Schule zu einer Mensa umzubauen, sagte Laatzens Erster Stadtrat Arne
Schneider. Ein Neubau, so wie ihn die Schulen favorisieren,
könnte die Stadt bis zu 1,6 Millionen Euro kosten.
Beide Schulen wollen eine feste Mittagspause einführen. Wie
dann das Nachmittagsangebot gestaltet wird, soll im zweiten
Schulhalbjahr „konkret ausgeplant werden“, sagte
Becker. Die Realschule hat die Wünsche der Schüler
abgefragt. Die Umfrage wird gerade ausgewertet, „auf deren
Basis wir dann weiter planen“, sagte Konrektorin Claudia
Linz.
Die Realschule wie das Gymnasium setzen auf außerschulische
Kooperationspartner bei neuen Arbeitsgemeinschaften. Für die
Honorarkräfte stellt die Stadt 10 000 Euro pro Schule zur
Verfügung. Zudem gibt es für die Schulen einmalig 25
000 Euro, um sich für das Nachmittagsangebot auszustatten.
Für das Gymnasium war es der zweite Anlauf, Ganztagsschule zu
werden. Der erste Antrag war vor sechs Jahren zugunsten der
Albert-Einstein-Schule abgelehnt worden.
nach oben
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 18.01.2008
Laatzener Schüler lernen das Berufsleben kennen
Vom Aktenstempeln im Rathaus bis zum Streifefahren mit
der Polizei: Elftklässler absolvieren Betriebspraktika
Von Arne Schrader
Laatzen.
Mit dem Einstieg ins
Berufsleben beschäftigt sich derzeit der elfte Jahrgang des
Erich Kästner-Gymnasiums (EKG). Die Schüler aus den
drei Klassen bekommen während des Betriebspraktikums Einblick
in Unternehmen und Behörden in der Region.
Bei der Auswahl der Firmen lässt sich ein klarer Trend
erkennen. Viele Schüler zieht es in Hotels oder Banken, wo ein
alltäglicher Arbeitsablauf zu erwarten ist. Für das
Polizeikommissariat Laatzen hat sich hingegen die 16-jährige
Ulrike Siemer entschieden. Neben der obligatorischen
Büroarbeit fährt sie bei so vielen Streifen wie
möglich mit. Denn Polizistin sei ihr absoluter Wunschberuf,
sagt die Schülerin. Bei einer
Verkehrsüberprüfung zeigt sich die Grasdorferin
besonders engagiert: „Ich mache gerade meinen
Führerschein, da hilft mir dieses Praktikum
erheblich.“
Für Nils Birkholz aus Alt-Laatzen endet heute seine Zeit im
Sprengel-Museum Hannover. Dem kulturell interessierten Schüler
hat das Praktikum viel Freude gemacht. „Es ist interessant
und es herrscht ein angenehmes Arbeitsklima“, berichtet er.
Kleinere Arbeiten, wie etwa das Aufhängen einiger Plakate oder
das Eintüten von Prospekten, konnte er erledigen. Er durfte
auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. So stieß Nils
Birkholz beim Streifzug durch das Gebäude zufällig
auf eine Bleistiftzeichnung des spanischen Surrealisten Salvador
Dalí. Zudem begleitet er Führungen aller
Altersgruppen durch das Museum zu Ausstellungen von Künstlern
wie Niki de Saint Phalle.
Im Laatzener Rathaus beschäftigt sich Le Duy Linh Phan beim
Team Grünanlagen mit dem Thema Umwelt. Auch hier sei die
Stimmung gut und der Job unterhaltsam. Dass für ihn mal
Langeweile aufkommt, sei ganz normal. „Aufgrund der
Jahreszeit entfallen viele Arbeiten“, sagt er. Übrig
bleiben im Winter überwiegend Formalitäten, wobei
Linh schon zu einem Termin im aquaLaatzium entsandt wurde, wo die
Verwendung von Förderungsmitteln überprüft
werden sollte.

So abwechslungsreich kann Schule sein (von links):
Ulrike Siemer verbringt ihr Praktikum bei der Laatzener Polizei, Nils
Birkholz im Sprengel-Museum und Linh Phan in der Stadtverwaltung.
Schrader (3)
nach oben
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 24.11.2007
Mit einem Blitz in die Zukunft der Technik
Gymnasialschüler informieren sich
über Berufe
Mit Technik in die Zukunft:
Die Oberstufenschüler des Erich Kästner-Gymnasiums
haben sich gestern in einer Mischung aus Berufs- und Experimentalschau
über technische Berufe informiert.
Von Daniel Junker
Laatzen-Mitte. Um den potenziellen
Ingenieurnachwuchs warben Redner aus Industrie und Wissenschaft: Seit
etwa drei Jahren verzeichne die Branche enorme Zuwächse,
jedoch gebe es nicht genügend Facharbeiter, sagte Edmund
Schulz von der hannoverschen Maschinenbaufirma Krauss-Maffei-Berstorff.
„Wir brauchen mehr Ingenieure, es fehlen
Studenten.“ Die Branche leide unter den Folgen des
anhaltenden Fachkräftemangels. Mit der von der Stiftung
Niedersachsenmetall und verschiedenen Berufsverbänden
organisierten Veranstaltung sollen Schüler motiviert werden,
technische Berufe zu ergreifen. Dabei stellte Schulz auch für
Frauen gute Chancen in Aussicht.
Sein Kollege Marco
Seidel stellte das Berufsfeld Ingenieur vor: „Ingenieure
entwickeln und betreuen Maschinen.“ Der Beruf sei vielseitig
und flexibel. „Heute nennt man das
interdisziplinär.“
Kirsten Tracht vom Langenhagener Triebwerkhersteller MTU beschrieb die
Karrierechancen: „Flächendeckend werden
große Firmen von Ingenieuren geführt.“ Es
sei leichter, aus einem Ingenieur einen Kaufmann zu machen als aus
einem Kaufmann einen Ingenieur.
Zum Abschluss zeigte Felix Kraus, Dozent an der
Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel,
spektakuläre Experimente. „Wir können
Blitze im Labor simulieren“, sagte er – und
demonstriert, was er damit meinte: Kraus sprengte Holz durch einen
Blitzeinschlag, den er mit einem Stoßspannungsgenerator
erzeugte, und erklärte, was es mit Bauernregeln auf sich hat:
Eichen stünden meist allein, Buchen würden hingegen
in Wäldern wachsen – und dort sei es wesentlich
sicherer. Ein Tessla-Transformator erzeugte hochfrequenten
Wechselstrom, den Kraus durch seinen Körper fließen
ließ.
Biltze schlagen beim Feuerwerk der Experimente
aus einem
Tessla-Transformator (linkes Bild). Die Referenten Edmund Schulz (Bild
oben), Tobias Kaufmann, Marco Seidel und Werner Fricke stellen
technische Berufe vor. Junker
nach oben
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 22.11.2007
Serie gibt Einblick in die Politik
Erich Kästner-Schüler nutzen
Kommunalwahl-Serie der Leine-Nachrichten im Unterricht
Interessant,
informativ und übersichtlich: So lautet das Urteil eines
Politikleistungskurses zur Kommunalpolitik-Serie der Leine-Nachrichten.
Mit Unterstützung der Hannoverschen Volksbank wurden
Klassensätze der Serie gratis an Schulen verteilt, um dort den
Unterricht zu unterstützen.
Von Daniel
Junker
Laatzen-Mitte. Auch
die Zwölftklässler des Erich
Kästner-Gymnasiums beschäftigen sich derzeit im
Unterricht mit dem Thema Kommunalpolitik. Lehrer Olaf Schröder
nutzt die Serie als Unterstützung: „In den
Nachrichten wird vor allem über Bundes- und Landespolitik
gesprochen. Kommunalpolitik hat tatsächlich etwas
Förderung verdient.“ Das bestätigt auch
Schülerin Katrin Beck: „Eigentlich bekommt man von
Kommunalpolitik nicht so viel mit.“
„Für Leute, die politisch nicht so informiert sind,
wird klarer, wen sie da überhaupt wählen“,
sagt Kristina Kilb. Ihr gefällt besonders, dass die
jüngsten Rats- und Ortsratsmitglieder zu Wort kommen.
„Man hat gesehen, was auch jüngere Politiker
für einen Einfluss haben.“
„Beim Bürgermeister haben wir einen Einblick in
seinen Arbeitsalltag bekommen“, sagt Timo Hansen. Dies gelte
auch für den Rat: „Ich wusste gar nicht,
über was die da so diskutieren.“ „Die
Serie personifiziert die Politik“, ergänzt sein
Lehrer Olaf Schröder. Im Unterricht sei das Thema manchmal
sehr abstrakt. „Die Schüler können sich so
besser vorstellen, was Politiker eigentlich den ganzen Tag lang
machen.“ Das gelte vor allem dann, wenn zum Beispiel der
Bürgermeister zum Schützenfest muss. „Das
macht der nicht in seiner Freizeit, das ist seine Arbeit.“
Die Schüler äußern sich aber auch kritisch:
„Es wäre schön, wenn die Politiker nicht
nur Phrasen aufzählen würden, sondern auch mal sagen,
was sie in den vergangenen Jahren wirklich gemacht haben“,
meint Andreas Voss. Sophia Dörner hätte sich einen
vielfältigeren Überblick gewünscht:
„Ich finde es schade, dass gestern drei Ratsmitglieder von
der CDU ihre Kommentare abgeben konnten, aber nur einer von der SPD.
Die Grünen waren überhaupt nicht vertreten.“

Viktor Bier (17, Bild oben, von links), Henning
Walten (18), Andreas Voss (18), Marco Sander (18) und Katharina Kaiser
(20) nutzen die Leine-Nachrichten im Unterricht. Kristin Wiebrauck
(rechtes Bild) von der Volksbank Hannover übergibt eine der
Gewinnspielbroschüren, die zum Abschluss der Serie verteilt
werden, an Lehrer Olaf Schröder. Junker (2)
nach oben
|
Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ Datum: 20.11.2007
56 300 Euro für Schulcomputer: Stadt
investiert in moderne Technik
Laatzen-Mitte. Die Stadt Laatzen hat
in diesem Jahr 56 300 Euro in die Modernisierung der Computertechnik im
Erich Kästner-Schulzentrum, in der Grund- und Hauptschule
Rathausstraße und in der Grundschule
Pestalozzistraße investiert. Die Computerräume
wurden mit jeweils 14 Schülerrechnern, einem Lehrerrechner und
einem Server ausgestattet. Darüber hinaus sind die Schulen auf
das neue Betriebssystem Vista umgestiegen.
Die Vorgängermodelle, die 2001 und 2002 mit
Unterstützung des Vereins n21 und eines
Landesförderungsprogramms angeschafft wurden, waren nicht mehr
zeitgemäß: „Die Technik war veraltet, die
Ausfallquote hoch“, begründet Stadtsprecher
Jörg Brinkmann die Neuanschaffung. „Man kann ja
nicht warten, bis die Rechner auseinander fallen“, sagt
Lehrer Wolfdieter Harmening vom Kästner-Schulzentrum.
„Der Umgang mit Computern gehört mittlerweile zum
Kulturgut unserer Gesellschaft“, sagt Brinkmann. Es sei
Aufgabe der Schulen, den Umgang damit zu lehren. dj
Modernisierte Technik: Die
Schülerinnen Janine Hampel (18, vorne), Julia Krüger
(17), Stefanie Lange (17) und Hanna Kempf (18) nutzen seit Oktober die
neuen Computer im Erich Kästner-Schulzentrum. Junker
nach oben
|