Pressespiegel 2007/2008

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 10.12.2008

Telefonhörer entführt in Märchenwelt

Theaterklasse

Theaterklasse führt ihre eigene Inszenierung im Schulzentrum auf

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN-MITTE. Hilflos kriecht die alte Frau auf dem Boden herum: Sie hat ihre Brille verloren. Brigitta und Paula finden die Dame in ihrer misslichen Lage. Kurz entschlossen suchen die beiden mit, fündig wird aber schließlich ihr Hund Jonathan.
Als Dank schenkt die Dame den dreien einen abgerissenen Telefonhörer. Brigitta und Paula wundern sich noch, als plötzlich der gestiefelte Kater, Schneewittchen und sogar der Weihnachtsmann erscheinen – hervorgerufen durch den Hörer. Es beginnt eine spannende Reise durch die Märchenwelt.
Die Klasse 5a des Erich Kästner-Gymnasiums – eine sogenannte Theaterklasse, bei der die Schüler Schauspiel als Schulfach belegen – hatte am Montagabend Premiere mit ihrem Theaterstück „Der abgerissene Telefonhörer“ im Forum der Schule. Mithilfe von Theaterpädagogin Julia Vohl haben die Kinder das Stück selbst geschrieben. „Wir sind Ende September für ein Wochenende nach Celle gefahren und haben es dort erarbeitet“, sagt die zehnjährige Güllizar Aslan, die den Hund Jonathan spielt. Die Pädagogin habe das Grundgerüst der Handlung angeboten. „Wir konnten dann noch einzelne Dinge vorschlagen“, sagt Marie-Sophie Kiefer, Darstellerin der Brigitta. Seitdem wurde wöchentlich während zwei Schulstunden geprobt – mit vollem Erfolg, wie sich am Montag herausstellte. Denn auf der kulissenlosen Bühne brachte die Klasse das Stück sehr amüsant herüber. Auch wegen der vielen geistreichen Details: So erstickt Schneewittchen fast an einem Apfelstück. Und der Mond, der wegen einer Grippe nur hüsteln kann, weigert sich sogar aufzugehen.
Am nächsten Montag stehen die 17 Mädchen und zwei Jungen noch einmal auf der Bühne des Schulzentrums. In der fünften und sechsten Schulstunde spielen sie für Grundschüler an der Pestalozzistraße. Weitere Aufführungen sind für Januar 2009 geplant.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 25.11.2008

Sporthalle erhält Solaranlage

Neue Module sollen rund 50 Prozent des Warmwasserbedarfs des Gebäudes decken

Solaranlage

Auf dem Sporthallendach des Erich Kästner-Schulzentrums sind seit gestern vier thermische Solarzellen angebracht. Die neue Anlage soll künftig die Hälfte des Warmwasserbedarfs der Halle decken.

VON ANDRÉ NOWAK 

LAATZEN-MITTE. Der Fahrer bewies gestern viel Fingerspitzengefühl, als er mithilfe eines Krans vier fast zehn Meter lange Solarmodule auf das Dach der Sporthalle am Erich Kästner-Schulzentrum hob. Dort übernahmen Arbeiter die mehr als 200 Kilo schweren Zellen und trugen sie auf zwei montierte Gestelle. Am Freitag soll die Sanierung der Sporthalle mit der Inbetriebnahme der Solarzellen nach neun Wochen abgeschlossen werden.
Die Apparatur arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Die vier Solarmodule fangen die Sonnenenergie auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern auf. Über installierte Rohre wird Wasser in die Zellen gepumpt und durch Solarenergie erhitzt. Vom Dach fließt es anschließend in einen neu installierten Pufferspeicher im Keller. Die Stadt hat für die thermische Solaranlage rund 30?000 Euro investiert.
Die neue Anlage soll die Warmwasserbereitung in der Halle unterstützen und in Sonnenzeiten den größten Heizanteil leisten. „Im Winter wird das warme Wasser weiterhin über die Zentralheizung des Schulzentrums produziert“, sagt Stefan Vietje von der Stadt Laatzen.
Anders im Sommer: Die Stadt plant, dann die Zentralheizung der Schule abzustellen. Die benötigte Energie soll die Solaranlage erzeugen, um so die Verteilverluste zu reduzieren. Den restlichen Heizbedarf soll die Strombeheizung im Pufferspeicher decken.
Die Stadt will den Verbrauch anhand von eingebauten Zählern nach einem Jahr ermitteln. „Grundsätzlich ist die Anlage so ausgelegt, dass sie die Hälfte des Warmwasserbedarfs decken wird“, sagt Vietje.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 23.09.2008

Der Schall bewegt einen Tischtennisball

Erik erklärt

Grundschulprojekt: Gymnasiasten zeigen Viertklässlern physikalische Phänomene

VON ANDRÉ NOWAK

LAATZEN-MITTE. Was passiert, wenn man eine Stimmgabel ins Wasser hält? Wie hören sich die Vibrationen eines Gummibands in einer Röhre an? Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Schall haben sich gestern mehr als 40 Schüler der Rethener Grundschule beschäftigt. Bei dem Projekt „Physik für helle Köpfe“ im Erich Kästner-Gymnasium lernten die Jungen und Mädchen mithilfe von Zehntklässlern physikalische Phänomene kennen. An neun Stationen lernten die Viertklässler, dass Schall hörbar, sichtbar und fühlbar ist.
Die Aktion wurde von der Stiftung Niedersachsenmetall und dem Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft ins Leben gerufen. Sie hatten im Vorfeld Experimentierkästen an 20 Schulen verschickt.
Unter Anleitung der Gymnasiasten erfuhren die Kinder unter anderem, dass Reagenzgläser, die mit unterschiedlichen Mengen Wasser gefüllt sind, verschieden klingen. In einem weiteren Versuch schlugen die Grundschüler auf ein Tamburin – und die Schallwellen brachten einen Tischtennisball zum Schwingen.
„Unsere Gymnasiasten hatten die vorgeschlagenen Versuche ausprobiert. Neun davon haben wir anschießend ausgewählt und für heute vorbereitet“, sagte Physiklehrerin Charlotte Witt. Zusammen mit ihrer Kollegin Beate Brase freute sie sich über das Engagement ihrer Schüler. Sie hatten das Projekt zusätzlich zum regulären Unterricht vorbereitet. Das Fazit von Witt: „Für die Zehntklässler hat das Projekt einen ungeheuren Lerneffekt, und die Kleinen werden früh für Naturwissenschaften begeistert.“

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 19.09.2008

Profisportler trainieren mit Laatzener Gymnasiasten

Profisportler






Radprofi Roman Jördens (großes Bild, rechts) gibt Andreas (11) Hilfestellung beim Fahren auf der Rolle. Der ehemalige Bundesliga Profi David Arigbabu  (kleines Bild) zeigt Sophie (10) Tricks mit dem Basketball.
Nowak (2)






LAATZEN-MITTE. Mit mehr als zwei Meter Körpergröße überragte der ehemalige Basketball- Bundesligaprofi David Arigbabu gestern die Sechstklässler des Erich Kästner-Gymnasiums bei weitem.
75 Schüler hatten bei der Aktion „Sport und Sportler zum Anfassen“ der Sparkasse Hannover und der Agentur Eichels Event die Möglichkeit, mit professionellen Radfahrern, Basketballern und Triathleten zu trainieren. David Arigbabu von den UBC-Tigers Hannover zeigte den Jungen und Mädchen spielerisch, wie sie am besten auf den Basketballkorb zielen und werfen sollten. Die Siegerin des Hannover-Triathlons 2008, Lena Brunkhorst, versuchte bei den Kindern in der Sporthalle Spaß am Laufen zu wecken.
Der ehemalige Radprofi Roman Jördens vom Team Heinz von Heiden hatte seine Rennräder mitgebracht und aufgebockt. Beim sogenannten Fahren auf der Rolle wurde anschließend gemessen, welche Distanz und Durchschnittsgeschwindigkeit die Schüler in zwei Minuten erreichen konnten. Der elfjährige Andreas war von der Belastung erstaunt. „Das ist ganz schön schwer. Draußen mit dem Fahrrad zu fahren, ist einfacher“, sagte der Schüler.     an

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 16.09.2008

Koch-AG

Kochen gehört zum Ganztagsangebot des Erich Kästner Gymnasiums (von links): Anna (11), Christine (11) und Larena (12) schneiden n ihrer ersten AG-Stunde Früchte für einen Obstsolat. Nowak

Das Erich Kästner Schulzentrum nimmt den Ganztagsbetrieb auf

LAATZEN-MITTE. Mit Koch-, Sport- und Computerkursen hat gestern der Ganztagsbetrieb am Erich Kästner-Schulzentrum begonnen. In der AG Kochen des Gymnasialzweigs lernten die Schüler gleich in der ersten Stunde, wie sie einen gesunden Obstsalat aus Bananen, Äpfeln, Kiwis, Weintrauben, Quark und Joghurt zubereiten. Gabriela Kuhnert von der Leine-VHS half Realschülern beim Einstieg in die Schreib- und Rechenprogramme Word und Excel. Groß war der Andrang beim Hip-Hop-Kursus: „Es wollten so viele Schülerinnen teilnehmen, dass wir eine weitere Gruppe eingerichtet haben“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Christine Klein.an/Mehr auf Seite 3

Mehrheit der Schüler nutzt Ganztagsangebot

Gymnasiasten und Realschüler des Erich Kästner-Schulzentrums werden seit gestern ganztags unterrichtet. An drei Wochentagen können die Jugendlichen unter anderem Sport treiben und Hausaufgabenhilfe in Anspruch nehmen.

VON ANDRÉ NOWAK

LAATZEN-MITTE. Das neue Ganztagsangebot wird gut angenommen: Rund 60 Prozent der Schüler besuchen mindestens eine der zahlreichen neuen Arbeitsgemeinschaften. Die Nachmittagskurse werden am Gymnasium zunächst nur in den fünften und sechsten Klassen angeboten – in der Realschule auch in Jahrgang sieben. „Wir hoffen, dass die freiwilligen AGs den Wohlfühlfaktor für die Jugendlichen an unserer Schule steigert“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Christine Klein.
Ein erster Erfolg hat sich bereits eingestellt: Für Kursangebote wie Hip-Hop, Tischtennis und digitale Fotografie gab es sehr viele Anmeldungen. Geleitet werden die AGs am Gymnasium von Lehrern, Eltern und Vereinstrainern.
Die Realschule wird bei ihrem Ganztagsangebot von der Leine-VHS unterstützt. Drei Dozenten bringen den Jugendlichen unter anderem den Umgang mit den PC-Programmen Word, Excel und Powerpoint bei. „Wir haben für diese Kooperation ein Budget vom Land und der Stadt Laatzen zur Verfügung gestellt bekommen“, sagte die kommissarische Realschulleiterin Claudia Linz. Neben den Computerkursen ist besonders die Koch-AG gefragt. Viele Schüler nutzen auch die Hausaufgabenhilfe, die von speziell ausgebildeten Neunt- und Zehntklässlern betreut wird.
Mit Einrichtung des Ganztagsangebots sei die Nachfrage nach dem Mensaangebot gestiegen, sagt Christine Klein. Sie erwartet, dass sich der Trend noch verstärken wird.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 09.08.2008

Für den Ganztagsbetrieb wird umgebaut

Die Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums und der -Realschule bekommen einen großen Aufenthaltsraum

Umbau in der MediothekIm Schulzentrum an der Marktstraße wird umgebaut: Nach den Ferien beginnt am Erich Kästner-Gymnasium und an der -Realschule der Ganztagsbetrieb. In der Mediothek entsteht derzeit ein großer Aufenthaltsbereich für die Schüler.

VON JENNIFER BÖHME

LAATZEN-MITTE. Die Trockenbauer David Welke und Manuel Oehlmann waren gestern in der Mediothek gegenüber der Schulbücherei damit beschäftigt, die neue Deckenverkleidung anzubringen. Der alte Fußbodenbelag ist bereits rausgerissen, die Trennwände sind entfernt. Entstehen soll ein großer neuer Raum mit Tischen und gemütlicher Sitzecke, den die Schüler künftig als Aufenthaltsbereich nutzen können. Die Diaprojektoren und Landkarten, die bislang in der Mediothek gelagert wurden, sind jetzt in den Fachräumen verstaut – wie im Erdkunderaum, sagt Christine Klein, die stellvertretende Schulleiterin des Erich Kästner-Gymnasiums.
Das Gymnasium wird zunächst in den beiden unteren Jahrgängen mit dem Ganztagsbetrieb beginnen. Das Nachmittagsangebot ist wie für die Realschüler der Klassen fünf bis sieben freiwillig. Etwa 280 Realschüler und Gymnasiasten könnten es nutzen – wie viele es konkret sein werden, steht noch nicht fest. „Die Erhebung ist noch nicht abgeschlossen“, sagt der Erste Stadtrat Arne Schneider.
Auch Klein kann nicht abschätzen, wie viele Schüler sich anmelden werden. Das Gymnasium stellt sich ohnehin darauf ein, „dass es etwa ein Jahr braucht, um den Ganztagsbetrieb zu etablieren“, sagt Klein. Geplant sei, jedes Schuljahr einen weiteren Jahrgang hinzuzunehmen.
Die Schulen sind noch dabei, das Nachmittagsangebot auszugestalten. „Wir stehen in Verhandlungen mit möglichen Kooperationspartnern“, sagt Klein. Auf einen Aufruf der Stadt hatten sich diverse Vereine und Privatpersonen gemeldet, die auf Honorarbasis eine AG anbieten würden. Die Meldungen seien an die Schulen weitergegeben worden, sagt Schneider. Bis 16 Uhr soll es Angebote geben.
Die Mittagsverpflegung ist geregelt. Schon seit September 2006 gebe es einen provisorischen Mensabetrieb, sagt der Erste Stadtrat. Die Dorff-Küche beliefert als Caterer das Schulzentrum. Gegessen wird im Forum. Der Planungsauftrag für eine Mensa sei aber schon an einen Architekten vergeben worden, sagt Schneider. Nach den Ferien will die Stadtverwaltung eine Arbeitsgruppe einsetzen, an der auch die Schulen beteiligt werden.

zum Bild:
Trockenbauer David Welke (vorne) und Manuele Oehlmann bringen die neue Deckenverkleidung an. Die Mediothek im Schulzentrum an der Marktstraße wird für den Ganztagsbetrieb umgebaut. Es soll ein Aufenthaltsraum für die Schüler entstehen.


Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.06.2008

Abschied für die Abiturienten

ZeugnisübergabeLAATZEN-MITTE. Am Ende standen sie alle auf der Aulabühne und sangen „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ von De Höhner – und demonstrierten ihren großen Zusammenhalt, der in sieben Jahren auf dem Erich Kästner-Gymnasium gewachsen ist. Patrick Mewes, der mit Brit Jünemann gestern bei der Abientlassung die Schülerrede hielt, schien das auszusprechen, was viele seiner Mitschüler so empfanden: „Ohne die Schulzeit, die Lehrer und diesen Jahrgang wäre ich nicht das geworden, was ich bin – wir gehen erwachsen von dieser Schule.“
Die schönsten Momente der Schulzeit wurden auf eine Leinwand projiziert – Fotos von den Studienfahrten, von Feten und Ausflügen in den Heidepark. 68 von 70 Gymnasiasten haben ihre Abiturprüfungen bestanden. „Heute ist Ihr Tag“, wandte sich Schulleiter Hans-Ulrich Becker an die Abiturienten. Er verabschiedete gestern den 28. Abiturjahrgang des Erich Kästner-Gymnasiums – und den Jahrgang mit dem zweitbesten Notendurchschnitt. 2,43 – das sei elf Hundertstel besser als im vergangenen Jahr, lobte Becker die Absolventen. 18 Schüler haben eine Eins vor dem Komma. jbö

Hans-Ulrich Becker, Leiter des Erich Kästner-Gymnasiums in Laatzen, gratuliert der besten Abiturientin. Joana Witt (19) hat mit 1,4 bestanden.


DIE ERFOLGREICHEN ABITURIENTEN

ERICH KÄSTNER GYMNASIUM
Linda Baranek, Christian Bartels, Oleg Bogdan, Julia Bokermann, Sören Lennart Borchert, Jasper Brandes, Fabian Brüder, Felix Carceles, Claudia Creter, Jacek Darwicki, Luisa Nel Dera, Paul Derabin, Alexander Distelkamp, David Ehlers, Darja Enkova, Svenja Fröhlich, Marius Fuhrberg, Viktor Gebel, Julian Geppert, Olga Gluscova, Alexander Gusenko, Benjamin Güttler, Maria Heym, Julian Michael Hoffmann, Brit Jünemann, Marc karnatz, Elisa Kiehl, Judith Klein, Jan Kröger, Timo Krone, Stephanie Kruse, Svenja Langner, Mathis Liebich, Marit Lindau, Timo Lorenz, Olga Lysov, Sophie Manicke, Dominik Reza Menhaj, Patrick Mewes, Sören Chritian Meyer, Christoph Neitzel, My Tram Anh Nguyen, Melisa-Nihan Noyan, Jeanette Pasternack, Stefanie Peter, Andreas Piepereit, Steffen Christian Platschek, Caroline Prokscha, Julia Katharina Ramsay, Arno Maximilian Scharf, Maria Schneider, Marcel Schrader, Marcel René Schumann, Kristin Seidel, Sergey Stephanyuk, Miriam Stöter, Arne Strecker, Alexander Technau, Julia Thiemann, Svenja Tolle, Wiebke Tönnies, Minh Anh Truong, Sandra Vietgen, Tobias Vogel, Elisabeth Werner, Joana Witt, Mareike Witt und Mohadsse Yaqubi.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 11.06.2008

Zehn Jahre Austausch mit Rouen

22 Schüler aus Frankreich sind zu Besuch

vorm Rathaus

Bürgermeister22 Schüler aus Rouen sind zu Gast in Laatzen. Der Austausch der Franzosen mit dem Erich Kästner-Gymnasium besteht bereits seit zehn Jahren.

VON DANIEL JUNKER

LAATZEN. Christine Dessoudres organisiert den Austausch für die Franzosen von Anfang an – und ist jedes Mal angetan von den Besuchen in Laatzen. „Am Erich Kästner-Schulzentrum gibt es viele engagierte Lehrer“, sagt die einzige Deutschlehrerin am Collège Fontanelle in Rouen. „Und das sind nicht nur Lehrer aus dem Französischbereich.“ Auch Kollegen mit anderen Fächern beteiligten sich. Dies sei nicht selbstverständlich, sagt Dessoudres. Zu manchen Treffen kämen sogar pensionierte Lehrer, die früher bei den Besuchen dabei waren.

Im Januar haben die deutschen Schüler die Franzosen in Rouen besucht. „Es haben sich auch schon zwei, drei Freundschaften entwickelt“, sagt Nande Röhlmann, Französischlehrerin am Erich Kästner-Gymnasium. „In den nächsten zehn Tagen wird sich zeigen, ob das von Dauer ist.“
Der Terminplan für die Franzosen ist eng gesteckt: Gestern Mittag empfing Bürgermeister Thomas Prinz die Gäste und ihre deutschen Schulkollegen im Rathaus. Bei einem Vortrag stellte er die Stadt vor. „Laatzen ist die am höchsten verdichtete Stadt in Niedersachsen“, referierte er. Nach dem Vortrag überreichte ihm die Laatzener Schülerin Minh Ho (14) „eine CD mit Fotos vom Austausch als wir in Frankreich waren.“

Heute geht es in den Zoo nach Hannover, morgen steht eine Reise nach Berlin an. „Wir besuchen die Mauergedenkstätte Bernauer Straße“, sagt Röhlmann. Danach soll die Hauptstadt erkundet werden, am Nachmittag wird eine Ausstellung zur Demokratisierung Deutschlands im Deutschen Dom besichtigt. Am Montag geht es nach Rinteln zum Freilichtmuseum Steinzeichen.
Am nächsten Mittwoch heißt es dann Adieu: Um acht Uhr fahren die französischen Gäste zurück nach Rouen.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 10.06.2008

Schulverein finanziert erste Honorarkraft für eine AG

Gymnasium baut Angebote mit Ganztagsschulbetrieb noch aus

AG

Alle gut aufpassen: Claudia Losch zeigt Sebastian (11, links) und Erik (11) die richtige Startposition für den 50-Meter-Lauf . Böhme

VON JENNIFER BÖHME

LAATZEN-MITTE. Allmählich trudeln alle wieder ein. Zwei Runden sind die Fünft- und Sechstklässler um den Sportplatz gelaufen – zum Aufwärmen. Kurz noch etwas trinken, dann geht es zur Sprunggrube. Erik nimmt Anlauf und drückt sich direkt vor der Sandgrube fest vom Boden ab. „Das war gut“, lobt Claudia Losch den Elfjährigen.

Erst seit diesem Schulhalbjahr bietet das Erich Kästner-Gymnasium für die fünften und sechsten Klassen die Leichtathletik-AG an. Der Förderverein der Schule finanziert die Arbeitsgemeinschaft– Betreuerin Claudia Losch arbeitet auf Honorarbasis. Die AG beginnt nach Schulschluss. „Mit den Lehrerstunden wäre dieses Angebot nicht mehr abzudecken gewesen“, sagt Christine Klein, stellvertretende Schulleiterin. Dabei seien sportliche Angebote wichtig. „Kinder haben einen hohen Bewegungsdrang“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins Barbara Söhlke. 19 Schüler nehmen an der AG teil– „mehr, als wir erwartet hatten“, sagt Christine Klein.

Das erste Resümee von Claudia Losch: Alle Kinder machen begeistert mit. Zu Beginn des Halbjahres hat die Rössingerin mit ihnen noch in der Sporthalle trainiert. Seit das Wetter schön ist, geht es nach draußen auf den Sportplatz. Losch selbst ist von Haus aus Kugelstoßerin. Ihr größter Erfolg: Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles holte sie 1984 Gold.

Die Schulleitung ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Das Gymnasium hat erstmals eine Honorarkraft für eine AG eingestellt – quasi schon einmal als Testlauf. Nach den Sommerferien wird das Gymnasium wie die Realschule eine Ganztagschule. „Und dann gibt es auch einen Topf, aus dem solche Honorarkräfte finanziert werden können“, sagt Klein. Momentan steckt die Schule mitten in den Planungen für weitere AGs – von gesunder Ernährung bis Fotografie. Um eine große Vielfalt bieten zu können, wird auch mit Vereinen zusammengearbeitet.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 09.06.2008

Der Spargel ist die beste Schülerzeitung

Redaktion des Erich Kästner-Gymnasiums gewinnt Deutschen Schülerzeitungspreis 2008

SpargelVON JENNIFER BÖHME UND JOHANNES DORNDORF

LAATZEN. Der Spargel vom Erich Kästner-Gymnasium ist Gewinner des Deutschen Schülerzeitungspreises 2008 der Jungen Presse – und ist damit Deutschlands beste Schülerzeitung. „Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet“, sagte Gymnasiastin Ina Pintjak (17), die seit drei Jahren in der Spargel-Redaktion mitarbeitet, gestern. Die Preisverleihung, bei der die Laatzener auch RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel kennenlernten, war am Sonnabend in Köln – „und vorher hatten wir nur gewusst, dass es der Spargel unter die besten zehn geschafft hat“.
 
Die Konkurrenz war groß: 672 Schülerzeitungen hatten Schüler und Lehrer aus ganz Deutschland zur vierten Auflage des Schülerzeitungspreises eingereicht. Der Spargel überzeugte die Fachjury mit einer gelungenen Mischung aus schulischen und übergeordneten Themen. Sowohl Sebastian Balzter von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als auch Henry Lübberstedt von stern.de lobten die detaillierte Behandlung mit dem Thema „LesBiSchwules Leben an der Schule“. Des Weiteren habe laut der Jury der Mut der Redaktion zur Kritik an der Schulleitung den Spargel zum Sieger gemacht.

„Nach der Veranstaltung haben wir sofort unsere Mitschüler angerufen“, sagt Ina Pintjak. Der erste Preis soll heute mit dem Redaktionsteam gefeiert werden.
Zur Preisverleihung nach Köln fuhren am Wochenende lediglich Ina Pintjak und Janine Jackstat (17). Die übrige Redaktion weilte parallel im Brandenburgischen: Bei der inzwischen schon traditionellen Spargelfahrt verbrachte das Team drei Tage auf einem Spargelhof in der Nähe der Stadt Brandenburg. Auf dem Programm standen eine Dombesichtigung – und natürlich Spargelessen.

Bild:
Nach der Preisvergabe: Die Gymnasiastinnen Ina Pintjak (17, links) und Janine Jackstat mit RTLChefredakteur und Schirmherr Peter Kloeppel.

Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 03.04.2008

Spargel ist Zweiter beim Schülerzeitungswettbewerb

Das eingereichte Heft thematisiert Homosexualität an Schulen

Laatzen-Mitte. Andere Redaktionen würden wohl ausgiebig feiern, doch am Erich Kästner-Gymnasium ist man angesichts früherer Erfolge nur verhalten euphorisch. Die jüngste Ausgabe des Spargel mit dem Titelthema „Tabuzone Schwule“ ist beim JuniorenPressePreis 2007 zur zweitbesten Schülerzeitung in Niedersachsen gekürt worden. Platz eins belegte die Zeitung des Göttinger Felix-Klein-Gymnasiums Forum.
Enttäuschung herrscht nach Auskunft von EKG-Lehrer Hans-Werner Bertram vor allem über die Art und Weise der Mitteilung: „Es gab lediglich einen Brief, das war’s.“ Eine individuelle Würdigung, Urkunde oder gar Preisverleihung gebe es diesmal nicht. Bertram vermutet, dass dies mit Konflikten unter den beiden konkurrierenden Schülerzeitungsverbänden in Niedersachsen zusammenhänge.
Qualifiziert habe sich der Spargel auch für den Bundeswettbewerb. Wie Bertram erfahren hat, sei man dort jedoch nicht unter den ersten Dreien. Die genaue Platzierung würde erst im Juni bekannt gegeben. jd

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.03.2008

Sportliche Schüler dribbeln bis nach Basel

ResseVon Marie Sophie Müller

Für 17 Schüler des Erich-Kästner-Gymnasiums Laatzen hat die heiße Phase vor der Fußball-Europameisterschaft begonnen: Sie gehören zu den rund 10 000 Kindern und Jugendlichen, die bei dem Projekt „Fit am Ball 3000“ eben diesen bis in die Schweiz bugsieren wollen. Das soll laut den Regeln des Veranstalters, der Deutschen Sporthochschule Köln, „fußballgemäß“ geschehen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass bis zum Eröffnungsspiel am 7. Juni 2715,1 Kilometer nach Basel zurückgelegt werden müssen.

Der Weltrekordversuch begann am 29. Februar in Leipzig und führt 200 beteiligte Schulklassen durch die Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Gestern war die AWD-Arena in Hannover Ziel der 56. Etappe.

Am Vormittag hatte die 55. Etappe bei frostigen 0,5 Grad unter Null in Resse begonnen. „Die Kälte stellte schon eine besondere Belastung für die Kinder dar“, sagte Gustav Hamann, Lehrer des Erich-Kästner-Gymnasiums. Dennoch seien die Kinder der 5. und 6. Klassen motiviert gewesen und hätten sich auch nicht davon entmutigen lassen, wenn der Ball aus einem der Bäche entlang des Weges geangelt werden musste.
 
Um kurz vor 13 Uhr kam die sportliche Truppe dann in Letter an. Dort übergab die zehnjährige Jana Leonie Grote den Ball an Schüler aus Seesen, die ihn anschließend in die AWD-Arena dribbelten. „Es war ganz schön spannend“, meinte Jana. Auf die EM freut sie sich jetzt schon: „Deutschland hat gute Chancen!“, prophezeite die Zehnjährige.

Resse

Fit auch bei Minusgraden: Jana Leonie Grote dribbelt den Ball mit ihren Mitschülern von Resse nach Letter – bis zum EM-Eröffnungsspiel am 7. Juni 2008 soll er in der Schweiz sein. Simonsen

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 13.03.2008

AG

Schüler einer AG des Erich Kästner-Gymnasiums sind beim Dribbelweltrekordversuch dabei. Junker

Kästner-Schüler wollen Rekord

200 Schulteams dribbeln 100 Tage lang einen Fußball zum EM-Eröffnungsspiel nach Basel

Fünft- und Sechstklässler des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG) mischen bei einem Weltrekordversuch mit: Seit dem 29. Februar dribbeln Schüler einen Ball durch Deutschland. Etwa 10 000 Kinder machen bei der Aktion mit. Die Laatzener übernehmen den Ball am Donnerstag, 27. März, in der Wedemark.

Laatzen/Region. Die 15,2 Kilometer lange Strecke, auf der die Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums unterwegs sein werden, führt von Resse bis nach Letter. Das Gymnasium hat für dieses Teilstück die Patenschaft übernommen. „Wir werden den Ball um 9 Uhr übernehmen und mit 15 bis 20 Schülern bis nach Letter dribbeln“, sagt Lehrer Gustav Hamann. Dort wird er am 27. März gegen 13 Uhr an eine Schule aus Seesen abgegeben. „Ihr habt alle eine große Verantwortung“, gibt Hamann seinen Schützlingen mit auf den Weg. „Es kommt auf jeden von Euch an.“ Gelaufen werde bei jedem Wetter. Auch einige Ernährungstipps hat der Lehrer für die Jungen und Mädchen parat: „Zum Laufen solltet Ihr Obst und Müsliriegel mitnehmen. Schweres Essen ist nicht angebracht.“
Bei dem Projekt dribbeln 200 Schulteams den Ball von Leipzig über eine Gesamtstrecke von 3000 Kilometern zum Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft am 7. Juni in Basel. Die Strecke verläuft entlang aller Austragungsorte der Weltmeisterschaft 2006. Damit wird die Idee des olympischen Fackellaufs aufgegriffen, bei dem eine Flamme vom griechischen Olympia zum jeweiligen Austragungsort der Spiele getragen wird. Das Ereignis wurde von Guinness World Records als Weltrekordversuch zertifiziert.
Die Aktion ist Teil des von der Sporthochschule Köln (DSHS) initiierten Projektes „Fit am Ball 3000“, mit dem für den Schulsport und einen aktiven Lebensstil geworben werden soll. Die Initiatoren wollen die Europameisterschaft dafür nutzen, Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung und zu einem besseren gesundheitsbezogenen Verhalten zu bringen. „Wer regelmäßig in der Gruppe Sport treibt, bleibt fit, pflegt Freundschaften und hat mehr Freude am Leben“, sagt Jürgen Buschmann von der DSHS. „Wir wollen die Euphorie vor der Fußball-EM nutzen, um möglichst viele Menschen mit dieser Botschaft zu erreichen.“
Der Weltrekordversuch ist nur ein Teil des Projektes: Insbesondere sollen die Bewegung und die gesunde Ernährung gefördert werden. So lernen die Kästner-Schüler in der AG Fit am Ball den gesundheitlichen Aspekt des Sports kennen. Die AG endet im Juni mit einer deutschlandweiten Schulmeisterschaft, bei der sich die Jugendlichen in Vielseitigkeitswettkämpfen und einem Fußballturnier messen.

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 28.02.2008

Salat falten für das perfekte Vorstellungsgespräch

Angehende Abiturienten des Erich Kästner-Gymnasiums üben feine Tischmanieren – Kursus als Seminarfach?

Von Nadine Baumgarte

Bei TischLaatzen-MItte. Welche Gabel ist nun die richtige für den Salat und wie wird die Serviette korrekt auf dem Schoß platziert? „Salat falten müssen sie bei einem Vorstellungsgespräch können“, sagt Benimmtrainerin Marion Barthen-Lüttich und lacht. Denn das widerspenstige Grünzeug auf den Tellern der angehenden Abiturienten des Erich Kästner-Gymnasiums hat seine Tücken. In den Mund passt es nicht so wie es angerichtet ist. „Das ist die Handgranate unter den Salaten“, warnt die Trainerin. Und tatsächlich: Die Blätter purzeln von der Gabel und hinterlassen unschöne Flecken auf der Kleidung. Wenn es um einen Job geht, macht das keinen guten Eindruck. Genau aus diesem Grund haben die Schüler Klassenraum gegen Restaurant in der Berufsschule für Gastronomie getauscht und pauken nun die Knigge-Regeln.
„Wir wollen den Schülern etwas Praktisches für ihr Leben mitgeben. Bewerbungsgespräche stehen an“, sagt Lehrerin Bettina Schmans, die den Etikettekursus organisiert hat. Die Jugendlichen sind dankbar für die Tipps vom Profi. „Bislang habe ich das Glas immer falsch gehalten“, gibt Svenja Tolle zu.
Für formvollendete Manieren bei Tisch bedarf es Übung. Ein Geheimtipp der Expertin: „Wenn Sie das Glas mit der Zunge befeuchten und dann erst trinken, bleibt kein Lippenstift zurück“, erklärt sie und demonstriert den Trick. „Das werde ich zu Hause aber erst einmal vor dem Spiegel ausprobieren, damit ich mich nicht blamiere“, sagt Tolle.
Die Nachhilfestunde in Tischkultur ist nur einer von vielen praktischen Tests, bei denen sich die 18 Schüler bewähren müssen. Schmans hat sich ein ganzes Programm zum Thema „Eigenverantwortung in Theorie und Praxis“ überlegt. Welche Versicherungen sind nötig, was kostet eine Wohnung und wie bewerbe ich mich um einen Studienplatz? Das wissen die Schüler jetzt zumindest schon einmal in der Theorie. Ein weiterer Praxistest steht ihnen noch bevor. Im März müssen sie sich in einem inszenierten Bewerbungsgespräch behaupten. „Wenn der Kursus bei den Schülern gut ankommt, können wir das vielleicht als Seminarfach regelmäßig anbieten“, sagt Schmans.

zum Bild:

Benimmtrainerin Marion Barthen-Lüttich zeigt Darja Enkova (links) und Maria Schneider den korrekten Umgang mit dem Weinglas. Baumgarte

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 23.02.2008

Die Erlöse gehen nach Sierra Leone

Schüler des Erich Kästner-Schulzentrums präsentieren gut gelaunt ihre Projektergebnisse

Chemie

Die Chemie stimmt: Tim Berger (18, links) und Isam Abdi (18) zeigen beim Tag der offenen Tür, wie durch Wasser- destillation Lavendelöl und andere Duftstoffe hergestellt werden. Junker

Von Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Gegen 16 Uhr wird es laut im Erich Kästner-Schulzentrum: Weißer Rauch dringt aus einer mit Folie verhängten Tür. Dann öffnet sich der Vorhang und heraus schreitet eine Karawane verkleideter Schüler. Mit lautem Getöse zieht sie durch das Forum der Schule. In ihren Händen tragen die Jugendlichen Schilder mit Slogans wie „Mehr Klausuren“, „Notendurchschnitt 4,99“ und „Warum aufhören, wenn’s noch geht?“
Beim Tag der offenen Tür stellte das Erich Kästner-Gymnasium gestern die Ergebnisse der Projektwoche vor. Von Dienstag bis Donnerstag hatten sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Dingen beschäftigt – auch mit der Bildungspolitik der Landesregierung. Bei dem karnevalsähnlichen Marsch durch die Schule prangerten sie Dinge an, die ihnen nicht passen. „Der Sportunterricht für die Klassen neun bis elf wurde komplett gestrichen“, sagte Stanislaw Tschernezki verärgert. Viele Schüler seien gegen die Ganztagsschule, sagte Nadine Krone. Eine Etage höher hatte die Klasse 5c Flohmarktstände aufgebaut, an denen sie Bücher und Spielsachen verkaufte: „Wir spenden das Geld an den Verein Löwen für Löwen“, erläuterte Ilja Reis das Projekt. Die Organisation unterstützt Kinder im westafrikanischen Staat Sierra Leone. Drei Tage lang hatten sich die Schüler mit dem Land und dem Verein auseinandergesetzt. In der Wissenschaftsmeile im C-Trakt des Gebäudes zeigten die Jugendlichen unter anderem, wie durch Wasserdestillation Lavendelöl hergestellt wird.

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 22.02.2008

Gymnasiasten beschneiden Weiden in der Leinemasch

Schüler stellen Projektergebnisse beim Tag der offenen Tür vor

Von Daniel Junker

KopfweidenLaatzen-Mitte/Grasdorf. Einsatz für die Landschaftspflege: Bei ihrer Projektwoche haben Schüler des Erich Kästner-Gymnasiums Weiden und Pappeln im Landschaftsschutzgebiet in der Grasdorfer Masch beschnitten. Damit wollen sie verhindern, dass die Bäume zu kopflastig werden und auseinanderbrechen. „Außerdem schaffen wir Nistplätze und Behausungen für Vögel und Insekten“, sagt Schülerin Marcella Mensing. Die Schneidearbeiten dienten auch dazu, das traditionelle Bild der Masch zu erhalten, sagt Lehrerin Nande Röhlmann.
„Wir haben das Projekt gewählt, um der Umwelt zu helfen“, sagt Tobias Klenke. Es sei schön, einmal ein paar Tage an der frischen Luft zu sein. „Teilweise war das aber ganz schön anstrengend. Die Äste wachsen so dicht zusammen, da kommt man nicht schnell voran.“
Früher wurden aus dem Schnittholz Körbe geflochten. Diese Handarbeit probierten einige Schüler gleich vor Ort aus: Marcella, Jan Großhennig und Friederike Höner bastelten in den Pausen Kränze aus dem Schnittmaterial.
Das Projekt wurde vom Naturschutzbund Laatzen unterstützt. Beim heutigen Tag der offenen Tür stellen die Schüler – wie auch alle anderen Projektgruppen – von 15.30 Uhr bis 18 Uhr ihre Projektergebnisse im Schulzentrum vor.

Albert Haid (17, von links), Manuela Tuschinsky (16) und Matthias Langer (17) schneiden die Äste einer Weide. Junker

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 16.02.2008

Turnerinnen des Gymnasiums holen Bronze

TurnerinnenLaatzen. Zum fünften Mal in Folge hat eine Turnmannschaft des Erich Kästner-Gymnasiums am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ teilgenommen – und ist erfolgreich gewesen. Beim Bezirksentscheid in Burgdorf schafften es die fünf zwölf- bis 13-jährigen Turnerinnen Svenja Hansen, Ann-Christin Hagedorn, Liselotte Kleier, Cansu-Nurhan Noyan und Marijke Meyer auf den dritten Platz.
Dabei hatte sich Marijke bereits beim Einturnen am Fuß verletzt, sodass sie nur am Reck und Balken mitturnen konnte. Im vergangenen Jahr hatten sich die Schülerinnen noch mit Platz sieben begnügen müssen.
Die Mädchen turnen nicht nur in der Schule. Turnerisch ausgebildet werden sie im Verein, beim VfL Grasdorf und der Sportlichen Vereinigung Arnum. Die Zusammenarbeit zwischen dem VfL, vertreten durch Edith Busche, und dem Gymnasium, vertreten durch Bettina Schmans, funktioniert seit Jahren ausgezeichnet. Busche trainiert die Mädchen zum Teil auch in der Turn-Arbeitsgemeinschaft der Schule und entdeckt dabei so ganz nebenbei regelmäßig neue Talente. jbö

Erfolgreich (von links): Ann-Christin, Svenja, Liselotte, Marijke und Cansu.

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 09.02.2008

Erfolg bei Jugend forscht

Dritter Platz geht an Alexey Stepanyuk

AlexeyHannover/Laatzen. Großer Erfolg für Alexey Stepanyuk vom Erich Kästner-Gymnasium beim Regionalentscheid des Wettbewerbs Jugend forscht: Mit einer Versuchsreihe über das Wachstum von Kresse unter verschiedenen Lichtbedingungen belegte der 13-Jährige gestern in der Kategorie Biologie den dritten Platz der Juniorsparte. „Alexey hat gemessen, unter welchem Licht Kresse am besten wächst“, sagte Biologielehrerin Hendrika van Waveren. Der Siebtklässler hatte die Pflanzen mit rotem, blauem und grünem Licht bestrahlt und fand heraus, dass sich unterschiedliche Wellenlängen auf das Wachstum auswirken: Unter rotem Licht wächst Kresse am besten.
Bei seinen Versuchen lernte Alexey, seine Experimente zu dokumentieren, auszuarbeiten und später zu präsentieren. „Es bringt den Schülern wirklich etwas, wissenschaftlich mit der Jury zu diskutieren“, sagte van Waveren. Auch die Gespräche mit Jugendlichen von anderen Schulen seien wertvoll gewesen.
Gewonnen hat Alexey einen kleinen Geldbetrag. Zum Landeswettbewerb ist er aber nicht zugelassen: Dort nehmen nur die Erstplatzierten aus jeder der sechs Kategorien teil. dj

Forscht am Wachstum von Kresse: Der 13-jährige Alexey Stepanyuk belegt den dritten Platz des Junior-Wettbewerbs. Baumgarte

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 09.02.2008

Schüler üben sich in Literaturkritik

Laatzenerin Corinna Luedtke liest im Erich Kästner-Gymnasium aus ihrem Debütroman

Von Nadine Baumgarte

Corinna LuedtkeLaatzen. Dass Autoren in Schulen lesen, ist nicht außergewöhnlich. Und dass die Schüler sich danach darüber unterhalten, schon gar nicht. Am Erich Kästner-Gymnasium haben angehende Abiturienten der Laatzener Autorin Corinna Luedtke gestern Mittag aber einmal direkt ihre Meinung gesagt – in einer Unterrichtseinheit Literaturkritik. „Es ist wohl das intensivste Gespräch nach einer Lesung gewesen, das ich je hatte“, sagte Luedtke im Anschluss.
Die Laatzenerin hat große Emotionen im Repertoire: Liebesschwüre folgen auf Ausbrüche von Wut und Angst. „Wir sind so wunderbar frei, dass ich kotzen könnte“, heißt es an einer Stelle. Tabulos und kritisch lässt sie ihre Figuren sprechen – und fesselte damit auch die rund 70 Zuhörer in den Räumen des Gymnasiums.
Wie sich Liebe in Abhängigkeit und psychische Gewalt verwandeln kann, ist eines der zentralen Themen in „Die Nächte mit Paul oder der Tag ist anderswo“. Und eben darum drehten sich auch Fragen und Diskussion. „Was hat Sie inspiriert, eine so ungewöhnliche Liebesgeschichte zu schreiben“, wollte ein Schüler wissen. „Ich habe mir die Frage gestellt, warum eine Frau, die schlecht behandelt wird, dennoch immer wieder zu ihrem Partner zurückkehrt“, antwortete Luedtke. Die Schüler hakten nach. „Louisa hat sich freiwillig in die Beziehung hineinbegeben“, erwiderte ein Schüler. Luedtke berichtete, sie habe mit Opfern gesprochen und Fachliteratur gelesen. „Sie ist dem Täter verfallen und kann sich dagegen nicht wehren“, sagte sie.
Luedtke war von der Debatte beeindruckt: „Es ist schön, mit kritischen jungen Menschen zu sprechen.“

zum Bild:

Die Laatzener Autorin Corinna Luedtke liest aus ihrem Liebesroman und diskutiert mit Schülern über das Thema psychische Gewalt. Baumgarte

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 07.02.2008

Nachwuchswissenschaftler aus Laatzen treten bei Jugend forscht an

Yousif und Martin
Yousif
Al-Saiegh (17, links) und Martin Kiefer (17) zählen Bakterien- kulturen. In probiotischen Getränken finden sie davon mehr als in herkömmlichen Milch- produkten. Baumgarte

Laatzen. Sechs Nachwuchsforscher aus Laatzen stellen sich heute und morgen beim Wettbewerb Jugend forscht in Hannover den Fragen der Juroren. Aus dem Laatzener Team haben Martin Kiefer und Yousif Al-Saiegh die besten Chancen auf eine Platzierung. „Wir wollten wissen, ob man der Werbung trauen kann, und haben Lactosebakterien in probiotischen Getränken untersucht“, sagt Yousif.
Bundesweit nehmen 10 000 Jugendliche an den Regionalwettbewerben teil. Die Besten qualifizieren sich für die Landesausscheide. „Auch wenn wir nicht so weit kommen, setzen wir unsere Forschung fort“, sagt Yousif. nb

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Zucker schränkt die Wirkung von probiotischen Drinks ein

Zum Bild von Seite 1: Die Schüler präsentieren ihre Experimente

Claudia und Marie                Annika

Claudia Noack (14,großes Bi ld, links) und Marie Haase (13) gießen Milch auf die Kressesamen. Annika Sievers (12, kleines Bild) hat untersucht, wie schnell Wasser in Pflanzen aufsteigt. Baumgarte (2)

Von Nadine Baumgarte

Laatzen. Bis die Erich-Kästner-Schüler Martin Kiefer und Yousif Al-Saiegh, die heute und morgen in Hannover bei Jugend forscht antreten, zu ihren Ergebnissen kamen, war es ein langer Weg: Bei den ersten Versuchen mit probiotischen Getränken wollten die Bakterienkulturen zunächst nicht sprießen. Doch das Engagement der beiden Jugendlichen hat sich gelohnt. Die Ergebnisse überraschten: Die in der Werbung angepriesenen Bakterienkulturen seien zwar in den Getränken in höherer Zahl vorhanden als in normalen Milch- und Joghurtprodukten. Doch ein hoher Zuckeranteil schränke die Wirkung ein.
Nach dem Ausscheid in Hannover geht es für die Jungforscher weiter. Dann wollen Martin und Yousif die DNA der Bakterien unter die Lupe nehmen. „Damit treten wir dann beim nächsten Wettbewerb an“, sagt Yousif.
Zum ersten Mal schickt das Gymnasium auch Nachwuchswissenschaftler aus den Jahrgängen sieben und acht ins Rennen. Alexey Stepanyuk, Annika Sievers, Marie Haase und Claudia Noack haben sich mit dem Wachstumsverhalten von Pflanzen beschäftigt: Kresse geht ein, wenn sie mit Milch gegossen wird, so eine Erkenntnis. Unter grünem Licht schießt das Kraut zwar in die Höhe, wird aber gelb und krank. Mit ihren Studien über die Pflanzen wollen sie heute und morgen die Jury beim Juniorwettbewerb Schüler experimentieren beeindrucken. „Das ist eine gute Gelegenheit, einfach mal den Wettbewerb kennenzulernen und Ideen zu sammeln“, sagt Biologielehrerin Hendrika van Waveren. Die Experimente seien zwar nicht patentverdächtig, aber die Schüler sammelten viele Erfahrungen.

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 25.01.2008

Nationalflaggen flattern vor der Schule

16 Norweger sind zu Gast am Erich Kästner-Gymnasium

Von Nadine Baumgarte

AustauschschülerLaatzen-Mitte. Schon heute müssen sich die norwegischen Schüler wieder von ihren Gastgebern verabschieden. Eine Woche lang waren 16 Nordlichter zu Gast im Erich Kästner-Gymnasium. Seit fünf Jahren gibt es den Austausch zwischen Laatzen und Lillestrøm.
Erstmals zeigten die Laatzener Flagge. „Ich habe bei der norwegischen Botschaft und beim Honorarkonsulat in Hannover wegen der rechtlichen Bestimmungen nachgefragt“, sagt Lehrerin Sibylle Dordel, die den Austausch mit der Lillestrøm Videregående Skole organisiert hat. Bürgermeister Thomas Prinz erteilte dem Gymnasium schließlich die Erlaubnis, die norwegische Fahne zu hissen.
Weniger kompliziert lief das internationale Zusammenspiel auf der Bühne der Schule ab. Die Jugendlichen probten gestern für ihren Auftritt vor Gastfamilien und Lehrern. Textsicher waren sie mittags noch nicht. „Wir hatten noch keine Zeit, die Texte zu lernen, und haben heute erst mit den Proben begonnen“, sagte Austauschschülerin Silje Christine Nitteberg. Proben

Vor einer Woche war die Gruppe in Berlin gelandet – heute geht es wieder zurück in Richtung Norden. Zeit zum Pauken blieb in der Zwischenzeit kaum. Auf die Besichtigung der Berliner Sehenswürdigkeiten folgte das Programm in Laatzen. „Wir haben viel von der deutschen Lebensweise kennengelernt“, erzählte Marthe Øhra. Würstchen und Sauerkraut standen auf dem Speiseplan und auch am Unterricht mussten die Norweger teilnehmen. „Der Abschied wird sicher traurig. Wir haben viele Freunde gefunden“, sagte Marthe.

   

Bild oben: Für die norwegischen Austauschschüler hat das Gymnasium die Nationalfahnen gehisst. Baumgarte (2)



Bild rechts: Christine Aalvik (links) und Thea Østereng üben fürs Theaterstück.



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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 23.01.2008

Ab Sommer ganztags Unterricht

KGS in Hemmingen sowie Gymnasium und Realschule in Laatzen bekommen Zuschüsse

Ab dem nächsten Schuljahr haben die Schüler das Gymnasiums und der Realschule in Laatzen sowie der KGS in Hemmingen auch nachmittags Unterricht. Das Kultursministerium hat den Ganztagsschulbetrieb genehmigt.
Von Jennifer Böhme und Stefan Vogt

Laatzen/Hemmingen. Die Bescheide lagen den Schulen gestern zwar noch nicht vor. Kultusminister Bernd Busemann gab aber in einer Pressemitteilung bekannt: Niedersachsenweit werden zum neuen Schuljahr 126 Ganztagsschulen genehmigt. In Hemmingen steht die Carl-Friedrich-Gauß-Schule mit auf der Liste, in Laatzen das Erich Kästner-Gymnasium und die -Realschule. Zusätzliche Lehrerstunden gibt es für die neuen Ganztagsschulen nicht. Aber Zuschüsse nach folgendem Schlüssel: Pro Klasse in Jahrgang fünf und sechs zahlt das Land 4245 Euro – für die Laatzener Schulen wären das jeweils 25 470 Euro. Dieses Budget können die Bildungseinrichtungen im Zuge ihrer Eigenverantwortlichkeit selbst verwalten und „Angebote am Nachmittag damit gestalten“, erläuterte Georg Weßling, Sprecher des Kultusministeriums.
Die Hemminger KGS will zum Schuljahreswechsel zunächst mit den Jahrgängen fünf und sechs auf Ganztagsbetrieb umstellen. Dass die Schule Zuschüsse vom Land bekommt, hat den didaktischen Leiter Frank Hellberg überrascht. „Ich dachte, wir bekommen weder Lehrerstunden noch Geld“, sagte er. Die finanzielle Unterstützung werde die Schule voraussichtlich für die freiwilligen Nachmittagsangebote und Förderstunden verwenden. So könne die Schule die Arbeit von Referenten und Übungsleitern aus den Vereinen honorieren. Beschlossene Sache sei dies aber noch nicht.
Hans-Ulrich Becker, Leiter des Erich Kästner-Gymnasiums, freute sich gestern über die Zusage – drängt jetzt aber auch auf den Bau einer Mensa. Mehr auf Seite 5

Wie schnell kommt jetzt die neue Mensa?

Zum Thema von Seite 1: Ganztagsschulen

Das Gymnasium und die Realschule in Laatzen setzen ab dem neuen Schuljahr auf ein offenes, freiwilliges Ganztagsangebot. Beide Schulen freuen sich über die Genehmigung vom Kultusministerium, wollen jetzt aber von Politik und Verwaltung auch eine zügige Entscheidung beim Mensabau.
Von Jennifer Böhme

Laatzen. Als Schulträgerin müsse nach der Zusage des Kulturministeriums nun auch die Kommune zielstrebig sein, sagte Hans-Ulrich Becker, der Leiter des Gymnasiums, gestern. Bislang gibt es im Schulzentrum nur eine provisorische Mensa.
Die Verwaltung will zeitnah in die Grobplanung einsteigen, das Gespräch mit den Schulen suchen und einen Architekten beauftragen. Noch diskutiert werden müsse, ob sich ein Anbau realisieren lässt oder ob es reicht, Räume in der Schule zu einer Mensa umzubauen, sagte Laatzens Erster Stadtrat Arne Schneider. Ein Neubau, so wie ihn die Schulen favorisieren, könnte die Stadt bis zu 1,6 Millionen Euro kosten.
Beide Schulen wollen eine feste Mittagspause einführen. Wie dann das Nachmittagsangebot gestaltet wird, soll im zweiten Schulhalbjahr „konkret ausgeplant werden“, sagte Becker. Die Realschule hat die Wünsche der Schüler abgefragt. Die Umfrage wird gerade ausgewertet, „auf deren Basis wir dann weiter planen“, sagte Konrektorin Claudia Linz.
Die Realschule wie das Gymnasium setzen auf außerschulische Kooperationspartner bei neuen Arbeitsgemeinschaften. Für die Honorarkräfte stellt die Stadt 10 000 Euro pro Schule zur Verfügung. Zudem gibt es für die Schulen einmalig 25 000 Euro, um sich für das Nachmittagsangebot auszustatten.
Für das Gymnasium war es der zweite Anlauf, Ganztagsschule zu werden. Der erste Antrag war vor sechs Jahren zugunsten der Albert-Einstein-Schule abgelehnt worden.

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 18.01.2008

Laatzener Schüler lernen das Berufsleben kennen

Vom Aktenstempeln im Rathaus bis zum Streifefahren mit der Polizei: Elftklässler absolvieren Betriebspraktika

Von Arne Schrader

Laatzen. Mit dem Einstieg ins Berufsleben beschäftigt sich derzeit der elfte Jahrgang des Erich Kästner-Gymnasiums (EKG). Die Schüler aus den drei Klassen bekommen während des Betriebspraktikums Einblick in Unternehmen und Behörden in der Region.
Bei der Auswahl der Firmen lässt sich ein klarer Trend erkennen. Viele Schüler zieht es in Hotels oder Banken, wo ein alltäglicher Arbeitsablauf zu erwarten ist. Für das Polizeikommissariat Laatzen hat sich hingegen die 16-jährige Ulrike Siemer entschieden. Neben der obligatorischen Büroarbeit fährt sie bei so vielen Streifen wie möglich mit. Denn Polizistin sei ihr absoluter Wunschberuf, sagt die Schülerin. Bei einer Verkehrsüberprüfung zeigt sich die Grasdorferin besonders engagiert: „Ich mache gerade meinen Führerschein, da hilft mir dieses Praktikum erheblich.“
Für Nils Birkholz aus Alt-Laatzen endet heute seine Zeit im Sprengel-Museum Hannover. Dem kulturell interessierten Schüler hat das Praktikum viel Freude gemacht. „Es ist interessant und es herrscht ein angenehmes Arbeitsklima“, berichtet er. Kleinere Arbeiten, wie etwa das Aufhängen einiger Plakate oder das Eintüten von Prospekten, konnte er erledigen. Er durfte auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. So stieß Nils Birkholz beim Streifzug durch das Gebäude zufällig auf eine Bleistiftzeichnung des spanischen Surrealisten Salvador Dalí. Zudem begleitet er Führungen aller Altersgruppen durch das Museum zu Ausstellungen von Künstlern wie Niki de Saint Phalle.
Im Laatzener Rathaus beschäftigt sich Le Duy Linh Phan beim Team Grünanlagen mit dem Thema Umwelt. Auch hier sei die Stimmung gut und der Job unterhaltsam. Dass für ihn mal Langeweile aufkommt, sei ganz normal. „Aufgrund der Jahreszeit entfallen viele Arbeiten“, sagt er. Übrig bleiben im Winter überwiegend Formalitäten, wobei Linh schon zu einem Termin im aquaLaatzium entsandt wurde, wo die Verwendung von Förderungsmitteln überprüft werden sollte.

Ulrike            Nils            Linh

So abwechslungsreich kann Schule sein (von links): Ulrike Siemer verbringt ihr Praktikum bei der Laatzener Polizei, Nils Birkholz im Sprengel-Museum und Linh Phan in der Stadtverwaltung. Schrader (3)

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 24.11.2007

Mit einem Blitz in die Zukunft der Technik

Gymnasialschüler informieren sich über Berufe

IngenieurMit Technik in die Zukunft: Die Oberstufenschüler des Erich Kästner-Gymnasiums haben sich gestern in einer Mischung aus Berufs- und Experimentalschau über technische Berufe informiert.
Von Daniel Junker
Laatzen-Mitte. Um den potenziellen Ingenieurnachwuchs warben Redner aus Industrie und Wissenschaft: Seit etwa drei Jahren verzeichne die Branche enorme Zuwächse, jedoch gebe es nicht genügend Facharbeiter, sagte Edmund Schulz von der hannoverschen Maschinenbaufirma Krauss-Maffei-Berstorff. „Wir brauchen mehr Ingenieure, es fehlen Studenten.“ Die Branche leide unter den Folgen des anhaltenden Fachkräftemangels. Mit der von der Stiftung Niedersachsenmetall und verschiedenen Berufsverbänden organisierten Veranstaltung sollen Schüler motiviert werden, technische Berufe zu ergreifen. Dabei stellte Schulz auch für Frauen gute Chancen in Aussicht.

Sein Kollege Marco Seidel stellte das Berufsfeld Ingenieur vor: „Ingenieure entwickeln und betreuen Maschinen.“ Der Beruf sei vielseitig und flexibel. „Heute nennt man das interdisziplinär.“
Kirsten Tracht vom Langenhagener Triebwerkhersteller MTU beschrieb die Karrierechancen: „Flächendeckend werden große Firmen von Ingenieuren geführt.“ Es sei leichter, aus einem Ingenieur einen Kaufmann zu machen als aus einem Kaufmann einen Ingenieur.

Tesla-TrafoZum Abschluss zeigte Felix Kraus, Dozent an der Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel, spektakuläre Experimente. „Wir können Blitze im Labor simulieren“, sagte er – und demonstriert, was er damit meinte: Kraus sprengte Holz durch einen Blitzeinschlag, den er mit einem Stoßspannungsgenerator erzeugte, und erklärte, was es mit Bauernregeln auf sich hat: Eichen stünden meist allein, Buchen würden hingegen in Wäldern wachsen – und dort sei es wesentlich sicherer. Ein Tessla-Transformator erzeugte hochfrequenten Wechselstrom, den Kraus durch seinen Körper fließen ließ.

Biltze schlagen beim Feuerwerk der Experimente aus einem Tessla-Transformator (linkes Bild). Die Referenten Edmund Schulz (Bild oben), Tobias Kaufmann, Marco Seidel und Werner Fricke stellen technische Berufe vor. Junker

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 22.11.2007

Serie gibt Einblick in die Politik

Erich Kästner-Schüler nutzen Kommunalwahl-Serie der Leine-Nachrichten im Unterricht

Interessant, informativ und übersichtlich: So lautet das Urteil eines Politikleistungskurses zur Kommunalpolitik-Serie der Leine-Nachrichten. Mit Unterstützung der Hannoverschen Volksbank wurden Klassensätze der Serie gratis an Schulen verteilt, um dort den Unterricht zu unterstützen.

Von Daniel Junker
SchülerLaatzen-Mitte. Auch die Zwölftklässler des Erich Kästner-Gymnasiums beschäftigen sich derzeit im Unterricht mit dem Thema Kommunalpolitik. Lehrer Olaf Schröder nutzt die Serie als Unterstützung: „In den Nachrichten wird vor allem über Bundes- und Landespolitik gesprochen. Kommunalpolitik hat tatsächlich etwas Förderung verdient.“ Das bestätigt auch Schülerin Katrin Beck: „Eigentlich bekommt man von Kommunalpolitik nicht so viel mit.“
„Für Leute, die politisch nicht so informiert sind, wird klarer, wen sie da überhaupt wählen“, sagt Kristina Kilb. Ihr gefällt besonders, dass die jüngsten Rats- und Ortsratsmitglieder zu Wort kommen. „Man hat gesehen, was auch jüngere Politiker für einen Einfluss haben.“
„Beim Bürgermeister haben wir einen Einblick in seinen Arbeitsalltag bekommen“, sagt Timo Hansen. Dies gelte auch für den Rat: „Ich wusste gar nicht, über was die da so diskutieren.“ „Die Serie personifiziert die Politik“, ergänzt sein Lehrer Olaf Schröder. Im Unterricht sei das Thema manchmal sehr abstrakt. „Die Schüler können sich so besser vorstellen, was Politiker eigentlich den ganzen Tag lang machen.“ Das gelte vor allem dann, wenn zum Beispiel der Bürgermeister zum Schützenfest muss. „Das macht der nicht in seiner Freizeit, das ist seine Arbeit.“
Die Schüler äußern sich aber auch kritisch: „Es wäre schön, wenn die Politiker nicht nur Phrasen aufzählen würden, sondern auch mal sagen, was sie in den vergangenen Jahren wirklich gemacht haben“, meint Andreas Voss. Sophia Dörner hätte sich einen vielfältigeren Überblick gewünscht: „Ich finde es schade, dass gestern drei Ratsmitglieder von der CDU ihre Kommentare abgeben konnten, aber nur einer von der SPD. Die Grünen waren überhaupt nicht vertreten.“

Preisübergabe

Viktor Bier (17, Bild oben, von links), Henning Walten (18), Andreas Voss (18), Marco Sander (18) und Katharina Kaiser (20) nutzen die Leine-Nachrichten im Unterricht. Kristin Wiebrauck (rechtes Bild) von der Volksbank Hannover übergibt eine der Gewinnspielbroschüren, die zum Abschluss der Serie verteilt werden, an Lehrer Olaf Schröder. Junker (2)

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Ausgabe: Leine-Nachrichten/HAZ  Datum: 20.11.2007

56 300 Euro für Schulcomputer: Stadt investiert in moderne Technik

neue PCLaatzen-Mitte. Die Stadt Laatzen hat in diesem Jahr 56 300 Euro in die Modernisierung der Computertechnik im Erich Kästner-Schulzentrum, in der Grund- und Hauptschule Rathausstraße und in der Grundschule Pestalozzistraße investiert. Die Computerräume wurden mit jeweils 14 Schülerrechnern, einem Lehrerrechner und einem Server ausgestattet. Darüber hinaus sind die Schulen auf das neue Betriebssystem Vista umgestiegen.
Die Vorgängermodelle, die 2001 und 2002 mit Unterstützung des Vereins n21 und eines Landesförderungsprogramms angeschafft wurden, waren nicht mehr zeitgemäß: „Die Technik war veraltet, die Ausfallquote hoch“, begründet Stadtsprecher Jörg Brinkmann die Neuanschaffung. „Man kann ja nicht warten, bis die Rechner auseinander fallen“, sagt Lehrer Wolfdieter Harmening vom Kästner-Schulzentrum. „Der Umgang mit Computern gehört mittlerweile zum Kulturgut unserer Gesellschaft“, sagt Brinkmann. Es sei Aufgabe der Schulen, den Umgang damit zu lehren. dj

Modernisierte Technik: Die Schülerinnen Janine Hampel (18, vorne), Julia Krüger (17), Stefanie Lange (17) und Hanna Kempf (18) nutzen seit Oktober die neuen Computer im Erich Kästner-Schulzentrum. Junker

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