Meinungen von beteiligten Schülerinnen zur Veranstaltung "Grenzgebiete"
Grenzgebiete - Unser Statement
Wir finden es sehr gut, dass auf das Thema "sexuelle
Gewalt" aufmerksam gemacht wurde, da man sich im alltäglichen Leben
eigentlich gar keine Gedanken darüber macht. Das interessante Theaterstück hat
uns gelungen in das Thema eingeführt. Die Schauspieler sind gut in ihre Rollen
geschlüpft und haben uns somit klar gemacht, wie wichtig es ist, über das Thema
Bescheid zu wissen und dass man nicht einfach darüber hinwegsehen sollte.
Auch
die anschließenden Workshops mit den Schauspielern waren sehr informativ und
aufschlussreich. Dadurch wurden uns die Gefahren näher gebracht und uns wurden
die Grenzen vom Spaß bis zur sexuellen Gewalt vermittelt. Dennoch hätten wir
uns gewünscht, dass mehr auf das Handeln der Opfer und deren Umfeld nach einem
Vorfall eingegangen wäre.
Insgesamt finden wir es super, dass diese Veranstaltung an
unserer Schule stattgefunden hat.
Valerie
Szarata & Vivien Schlothauer, 9a
Feedback
Das Theaterstück „Grenzgebiete“ wurde im
November an unserer Schule aufgeführt. Im Folgendem wollen wir
unsere Meinung erörtern.
Fangen wir mit dem Positiven an:
Wir fanden gut, dass es nach dem Theaterstück noch einen
Workshop gab, der uns die Möglichkeit gab, mehr über
das Theaterstück zu erfahren und die Sichtweise der
Schauspieler zu hören. Wir fanden ebenfalls toll, dass wir im
Workshop ein Spiel gemacht haben, bei dem wir verschiedene
Ausdrücke der Sexualität
ermitteln konnten. Es war interessant zu sehen, welche Begriffe
existieren und welche Wertungen sie beinhalten.
Hinzuzufügen
wäre, dass wir dort auch über ernste Themen, zum
Beispiel, wie man sich Hilfe holen kann, nachdem ein ungewollter
sexueller Angriff stattgefunden hat, geredet haben. Noch besser fanden
wir, dass wir offen über das „Tabuthema“
Vergewaltigung reden konnten, da dieses Thema öfters auch in
der Gesellschaft totgeschwiegen wird.
Am besten fanden wir, dass die Schauspieler auch gezeigt haben, wie
sich das Verhalten eines Menschen unter Alkohol-und Drogeneinfluss
verändert und dieser Sachen macht, die er
nüchtern nie gemacht hätte.
Kommen wir nun zu den negativen Aspekten:
Nicht besonders toll fanden wir, dass es schien, als wäre es
im Theaterstück immer derselbe Ort gewesen, an dem die
Handlung spielte. Diesen Eindruck verstärkte noch der
gleichbleibende Bühnenhintergrund. Wünschenswert ist auch, dass die Schauspieler die
Tanzeinlagen besser gestalten, damit man sie von
vornherein verstehen kann. Nicht so gut war außerdem, dass sie nur den
Standpunkt des Opfers nach dem Überfall gezeigt haben und
nicht noch dazu die Sicht des Täters.
Schlecht fanden wir, dass nur zwei Beziehungstypen gezeigt wurden,
nämlich der eine, in dem es nur um Gefühle ging, und
der andere, in dem es ausschließlich um Sex ging.
Insgesamt waren das Theaterstück und der Workshop gut
geeignet, um uns mit dem schwierigen Thema vertraut zu machen und
darüber hinaus eine interessante Abwechslung zu dem Arbeiten
mit Texten im Schulalltag.
Christine & Ilayda