Der winzige
Kleinbus auf dem Schulparkplatz
schockt mich - wie um Gottes Willen sollen wir da alle reinpassen?
8.00 Uhr
Aufstehen mit Morgenmusik aus Zimmer 3.
Die Glücklichen unter uns, die eine Dusche auf dem Zimmer ihr
Eigen nennen können schleichen gemütlich ins Bad.
Alle anderen drängen sich auf dem Flur und stoppen gegenseitig
ihre Duschzeiten – Ergebnisse werden verschwiegen.
8.30 Uhr
Frühstück
Der Tag beginnt mit lecker Cappuccino, Kuchen, Keksen und Croissants.
Frei nach dem Motto „ich esse also bin ich“ hauen
sich alle ordentlich den Bauch voll um für einen langen Tag
auf der Piste gewappnet zu sein.
Irgendwann
später
Herr Hamann erhebt sich und verteilt Schüler auf Gruppen,
Gruppen auf Skilehrer und alles auf Zeiten. Wer jetzt noch durchblickt,
wirft sich schleunigst in Skihose und Jacke und findet sich vor der
Haustür zur Skigymnastik mit Alja ein. Jene ist jeden Tag aufs
Neue ein echtes Erlebnis („hebt euren rechten Fuß
über das linke Bein während ihr mit der linken Hand
die rechte Schulter eures Vordermannes berührt und linksherum
im Kreis hüpft ... häh ??? )
gegen 10.00 Uhr
Alle ziehen gemächlich los.
Ob zum Lift der uns auf 3000 m Höhe bringt, zu
Anfängerstunden mit Frau Engelke ( „...man kann
jeden Hang mit Abrutschen bewältigen...“) , zu
aufregenderen Skiübungen für Profis mit Alja oder gar
zum Walzer auf Skiern.
(Anm. der Redaktion: Letzteres war auch nach neun Tagen
dermaßen schwer durchschaubar für mich, dass ich
mich beim Tanzen auch weiterhin auf meine Füße
verlasse)
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Die ersten Versuche auf der
Piste ....
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um 12.00 Uhr
Wir treffen uns zum Mittagessen auf der Sonnenterasse und
lästern schadenfroh über die Minusgrade in
Deutschland.
Gestärkt wird sich mit Pizza von Georgio, Keksen oder
vitaminreichen 5-Minuten-Terrinen.
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Grillen zur Stärkung
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Spätestens
13.30 Uhr
Es geht erneut auf die Piste.
Der Eine oder die Andere hat inzwischen den Schnee, der uns so
verführerisch anblitzt, aus der Nähe getestet, aber
nichts desto trotz stehen wir immer wieder auf.
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Herr Hamann bei der Abfahrt
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Zwischen 17.00 und
18.00 Uhr
haben wir genug und schleppen unsere müden Knochen unter die
Dusche oder ins Bett in fieberhafter Erwartung des grandiosen
Abendessens.
19.30 Uhr
Endlich Abendbrot!!!
Mit Salatbuffet, zwei warmen Gängen und Riesenauswahl an
Nachtischen für viele das Highlight des Tages und einfach
nicht zu toppen.
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Georgio, unser Wirt, sehr
nachdenklich...
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20.30 Uhr bis ????
Wir fördern das soziale Miteinander…
Franzi fühlt Franzi auf den Zahn, was jene zwei Ecken ihrer
Schneidezähne kostet, Thea entwickelt psychologische Theorien,
Steffi dreht eine Reportage über
Heiratsanträge… kurz: wir haben Spaß!
Bedingt durch Fackelabfahrten, Freilufttanzen bei Glühwein,
Skitaufe und Constantins 20. Geburtstag, schlafen wir in 9 Tagen
Bormio-„Urlaub“ eher wenig, überstehen
dies allerdings weitgehend unbeschadet.
Bis auf Sese, der sich bereits am zweiten Tag den Daumen bricht,
Phillip der sein Knie kühlen muss und Steffi, die ihr Blut aus
einer tiefen Schnittwunde anfangs für Erdbeersaft
hält, zumindest.
Auch die Anfänger unter uns sind inzwischen fast Profis und definitiv bormiosüchtig.
Mein Fazit: Lasst euch mit dem Bormiovirus infizieren, der euch nicht wieder loslassen wird - es lohnt sich!