Skifreizeit in Bormio, Italien
 
Bormio: Ein jährliches Abenteuer. Ist man einmal da gewesen, ist man infiziert. Auch dieses Jahr wurden die unzähligen Skipisten vom 07.03.2008 bis zum 16.03.2008 unsicher gemacht. 26 Leuten der Jahrgänge 10-13 waren dabei!  Um unseren wunderschönen Ort Bormio in Italien zu erreichen, stand uns zunächst die nächtliche, 14 stündige Fahrt mit unseren Stammbusfahrern bevor. Doch mit einer lustigen Truppe,  genügend Proviant und Filmen verging die Zeit wie im Flug. Als sich zu später Stunde der Geräuschpegel legte, wurden wir alle erschöpft zum Schlafen verführt, egal ob auf  den Sitzen oder  dem gemütlichen Gang. Am Morgen weckte uns die sanfte Sonne, die sich auf den spiegel-glatten Wasseroberflächen des Comer-Sees brach  und uns durch grandiose Ausblicke auf die gewaltigen Berge überzeugte.

Gruppenfoto

Und als wir in Bormio ausstiegen, erwartete uns bereits das Alpenpanorama sowie der italienische Frühling.
Ein Abenteuer sollte beginnen, denn um in unsere Unterkunft, das Chalet dei Rododendri, zu gelangen, mussten wir den Berg bis auf 2200 m Höhe bezwingen. Nein, nicht zu Fuß, aber auch nicht mit dem Bus. Auf Skiern und mit dem Sessellift. Alle, vom blutigen Anfänger bis zum Skiass, meisterten die Strecke ohne Probleme. Die ersten Willigen, die es einfach nicht länger aushielten konnten, schnallten schon nach wenigen Minuten wieder ihre Skier unter die Füße, um die ersten Abfahrten zu meistern.

Skifahren          Skilift

Noch am selben Abend fing Giorgio, die gute Seele unseres Hauses, an, uns mit regionalen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Täglich freuten wir uns auf unser vier Gänge Menü, dessen Highlight das köstlich zubereitete Dessert bildete. Anschließend verbrachten wir lange Nächte gemeinsam, sogar vor dem Lagerfeuer.
Die Skitage selbst waren ein Traum. Begriffe wie „Schneesturm“, „Nebel“, „kriechende Kälte“ schienen aus dem Vokabular gestrichen zu sein. Die Skipisten waren wunderbar. Vom Anfänger bis zum Profi wurde jedem etwas geboten. Sogar die Beginner trauten sich schon am zweiten Tag mit dem Lift auf 3000 Meter Höhe. Zwischen den lehrreichen Skistunden, die wir zu Skilehrern ausgebildeten Ehemaligen Schülern des EKG´s zu Verdanken haben, erholten wir uns auf der Sonnenterasse unter strahlend blauem Himmel. Andernfalls nutzen wir die Pause um uns zu stärken, mit Georgios Pizza oder Bruschetta, Keksen und vitaminreichen 5-Minuten Terrinen. Ferner darf man nicht die heiß geliebte Skigymnastik vergessen, die jedes Mal eine Menge Spaß brachte. Sicherlich berührte der ein oder andere den Schnee häufiger als es ihm lieb war, insgesamt waren jedoch alle unglaublich begeistert. Dieses Jahr hatten wir zumal das Glück, live während des Weltcapes in Bormio zu sein, sodass halb Italien in dem verschneiten Ort für Ausnahmestimmung sorgte. Wir trafen  diverse berühmte Skifahrer wie z. B. die Deutsche Maria Riesch oder den Amerikaner Bode Miller.  

Bode Miller           Terasse  

Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit einen Tag im steuerfreien Livigno zu verbringen, oder den Ort Bormio zu erkunden. Des weiteren waren die Fackelabfahrt, das „Kochlöffelspiel“ ,die „Skitaufe“, und das Grillen im Schnee unvergessliche Höhepunkte der Fahrt. „Kochlöffelspiel“ und „Skitaufe“? Was sich dahinter versteckt, muss jeder selbst herausfinden, denn die Bormio-Fahrer sind eine stillschweigende (und genießende) Gemeinschaft. Wir freuen uns wenn auch Ihr nächstes Jahr dabei seid und wir gemeinsam viel Spaß haben.

Fackelabfahrt            Eisba

Zum Schluss lässt sich sagen, dass es eine wunderbare Zeit mit einer tollen Gruppe war. Mittlerweile sind die Anfänger unter uns inzwischen fast Profis und definitiv alle Teilnehmer Bormio-süchtig.

verfasst von Jana Kloss und Lena Bode (März 2009)