handlungswAisen
nach EVIL – Das Böse - Ein Roman von Jan Gouillou

Aufführungen 26./27.04.2009



Erik erlebt zu Hause die Hölle. Sein Vater schlägt ihn fast jeden Tag nach dem Abendessen - wenn er Glück hat, nur mit der Kleiderbürste, wenn es schlimm kommt, mit der Hundepeitsche aus Leder. Es ist eigentlich egal, wie Erik sich verhält, sein gewalttätiger Vater findet immer einen Grund, den Sohn zu verprügeln.
 
In der Schule läuft es ganz anders. Dort ist Erik der Anführer einer Bande. Diebstahl, Hehlerei, Prügeleien. Die gewalttätigen Jobs erledigen die Bandenmitglieder, er selbst schlägt nur im Notfall zu. Als die Bande eines Tages beim Plattendiebstahl erwischt wird, muss Erik die Schule verlassen - und das, obwohl er eigentlich ein sehr guter Schüler ist. Ohne dass der Vater etwas davon erfährt, verkauft die Mutter ein wertvolles Gemälde  und übergibt das Geld treuhändlerisch einem Anwalt. So ermöglicht sie es Erik, dass dieser auf eine Privatschule geht. Noch am gleichen Tag verlässt Erik Stockholm und reist mit dem Zug ins Internat Stjärnsberg.

  


  
Auf den ersten Blick ist Stjärnsberg eine sehr fortschrittliche Schule, da die Lehrer die Schüler gut behandeln. Doch sehr schnell merkt Erik, dass das nur Fassade ist. Denn das „pädagogische Konzept“ im Internat sieht vor, dass die Schüler sich gegenseitig „erziehen“- entsprechend werden die Mittelstufenschüler, zu denen Erik gehört, von den älteren Gymnasiasten schikaniert. Sie bekommen von den Oberstufenschülern groteske, erniedrigende Aufträge. Wenn sie diese nicht ausführen werden sie brutal zusammengeschlagen. Die Lehrer schauen zu, ohne einzugreifen...
Eric, der sich fest vorgenommen hat, selbst nie mehr Gewalt gegen andere auszuüben, dessen wichtigstes Ziel das Abitur ist und der gemeinsam mit seinem Zimmergenossen Pierre lange Diskussionen über die Kraft des passiven Widerstandes führt, wird von den argwöhnischen, neidischen und böswilligen Oberstufenschülern solange provoziert, bis...

Der Kurs Darstellendes Spiel des EKG hat diese Romanvorlage mit großem Interesse angenommen, dabei aber auch eine Rollenerweiterung vorgenommen wurde (im Roman handelt es sich z.B. um ein reines Jungengymnasium). Unterstützt von der Theaterpädagogin Julia Vohl hatte der Kurs DSP in der Woche vor Weihnachten in Hambühren das Stück entwickelt und geprobt.