Camp² - Aus Lärm wird nichts -
eine amüsante Komödie nach dem Vorbild von Shakespeares
"Viel Lärm um nichts"
Aufführungen vom 4./6. März 2007

Auch dieses Jahr hat der Kurs Darstellendes Spiel unter der Leitung von Lehrerin Sybille Dordel und theaterpädagogischer Aufsicht von Julia Vohl sich mit einer klassischen Vorlage beschäftigt und diese mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Als Vorbild diente diesmal die Komödie "Viele Lärm um nichts" des großen englischen Dramatikers William Shakesspeare. Mit dieser romantischen-lockeren Komödie begeisterte Shakespeare schon zu seiner Zeit das Publikum; den Schülerinnen und Schülern des Kurses gelang das an beiden Aufführungsabenden bei nahezu vollbesetztem Forum ebenfalls hervorragend.

"Um dieses Stück entwickeln zu können, zogen wir uns auch dieses Jahr aus dem öffentlichen Leben zurück. Im Januar weilten wir eine Woche in Meppen. Gestartet haben wir dort mit nicht viel mehr als einer Idee. Stundenlang wurde entwickelt, improvisiert, das Spiel miteinander erlebt. Sich darauf einzulassen ist ein echtes soziales Erlebnis. Auch die abendlichen Freizeitveranstaltungen und die gemeinsame Bewältigung einiger Unstimmigkeiten trugen dazu bei, dass aus einem Kurs ein echtes Team wurde, mit dem produktive Arbeit auch noch viel Spaß bereitet."  - Zitat eines Schülers

Wärter      B und B      Claudio     
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Die Schüler und Schülerinnen haben das Geschehen kurzerhand in ein Zeltlager für Jugendliche verlegt. Das "Pferdchenspiel" der Wachen Schlehwein und Holzapfel (Benjamin Birkholz, Tobias Vogel) leitet amüsant und spannend in das Stück ein. Beim Bewerbungsverfahren für neue Teammitarbeiter des Camps zeigen die Schülerinnen und Schüler bei der Darstellung unterschiedlicher Charaktere ihr Können - anthroposophisch angehaucht, streng-sportlich oder  musisch-verträumt. Die Darstellung der Liebesgeschichten zwischen Claudio und Hero (gespielt von Jacek Darwicki und Maria Hemm) sowie Benedikt und Beatrice (gespielt von Julian Geppert und Julia Thiemann) mit den dazu gehörigen Intrigen,  Verkupplungsaktionen und Entführungen erfolgt - in der Sprache der Jugendlichen von heute - in enger Anlehnung an die historische Vorlage.


Die historische Vorlage
William Shakespeare: Viel Lärm um nichts

Shakespeares Werk "Viel Lärm um nichts" wird der Frühphase seine Schaffens zugeordnet, die vor allem von romatischen Komödien und Historiendramen wie "Ein Sommernachtstraum" oder "Heinrich VI." geprägt wurde.

Zum Inhalt:
Ein Krieg geht zu Ende und siegreich kehrt Don Pedro mit seinen Begleitern Benedikt und Claudio aus dem Kampf zurück. Auch der in Ungnade gefallene Halbbruder Don Pedros, Don Juan begleitet die Gruppe. In Messina lädt der Gouverneur Leonato die Gesellschaft ein, sich für einen Monat in der schönen Stadt auszuruhen.
Während Claudio sich in Leonatos Tochter Hero verliebt und beide auch alsbald heiraten wollen, liefern sich Benedikt und Leonatos. Nichte Beatrice hitzige Wortgefechte. Sowohl Benedikt als auch Beatrice sind der festen Überzeugung, niemals einen Partner zu finden, in den sie sich auch wirklich verlieben können. Um die Zeit bis zur Hochzeit zu verkürzen, gelobt jedoch die restliche Gesellschaft genau diese beiden Streithähne zu verkuppeln. Dies gelingt auch in einem lustigen Intrigenspiel und voller Inbrunst gestehen beide sich ihre Liebe.
Don Juan jedoch hat andere Pläne. Voller Missmut will er Unheil stiften und die Hochzeit von Claudio und Hero verhindern. Er schickt seine Schergen los, um einen Seitensprung Heros zu inszenieren. In die Falle gelockt glaubt Claudio, dass Hero ihn betrogen hat und sagt die Hochzeit ab. Die Tragödie nimmt ihren Lauf. Beatrice glaubt an Heros Unschuld und nimmt. Benedikt das Versprechen ab, seinen Freund Claudio, für den Schaden, den er angerichtet hat, zu töten.
Die Wachen Schlehwein und Heizapfel konnten jedoch die Schergen Don Juans belauschen und decken somit den Komplott auf. Heros Ehre ist wieder hergestellt, die Bösewichte werden gestellt und die ganze Geschichte endet mit der Doppelhochzeit von Claudio und Hero sowie Benedikt und Beatrice.
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