Auch dieses Jahr hat der
Kurs
Darstellendes Spiel unter der Leitung von Lehrerin Sybille Dordel und
theaterpädagogischer Aufsicht von
Julia
Vohl
sich mit einer klassischen Vorlage beschäftigt und diese mit
viel
Liebe zum Detail umgesetzt. Als Vorbild diente diesmal die
Komödie
"Viele
Lärm um nichts"
des großen englischen Dramatikers William Shakesspeare. Mit
dieser romantischen-lockeren Komödie begeisterte Shakespeare
schon
zu seiner Zeit das Publikum; den Schülerinnen und
Schülern
des Kurses gelang das an beiden Aufführungsabenden bei nahezu
vollbesetztem Forum ebenfalls hervorragend.
"Um dieses Stück entwickeln zu können, zogen wir uns
auch
dieses Jahr aus dem öffentlichen Leben zurück. Im
Januar
weilten wir eine Woche in Meppen. Gestartet haben wir dort mit nicht
viel mehr als einer Idee. Stundenlang wurde entwickelt, improvisiert,
das Spiel miteinander erlebt. Sich darauf einzulassen ist ein echtes
soziales Erlebnis. Auch die abendlichen Freizeitveranstaltungen und die
gemeinsame Bewältigung einiger Unstimmigkeiten trugen dazu
bei,
dass aus einem Kurs ein echtes Team wurde, mit dem produktive Arbeit
auch noch viel Spaß bereitet." - Zitat eines
Schülers
Die Schüler und Schülerinnen haben das Geschehen
kurzerhand
in ein Zeltlager für Jugendliche verlegt. Das "Pferdchenspiel"
der
Wachen Schlehwein und Holzapfel (Benjamin Birkholz, Tobias Vogel)
leitet amüsant und spannend in das Stück ein. Beim
Bewerbungsverfahren für neue Teammitarbeiter des Camps zeigen
die
Schülerinnen und Schüler bei der Darstellung
unterschiedlicher Charaktere ihr Können - anthroposophisch
angehaucht, streng-sportlich oder musisch-verträumt.
Die
Darstellung der Liebesgeschichten zwischen Claudio und Hero (gespielt
von Jacek Darwicki und Maria Hemm) sowie Benedikt und Beatrice
(gespielt von Julian Geppert und Julia Thiemann) mit den dazu
gehörigen Intrigen, Verkupplungsaktionen und
Entführungen erfolgt - in der Sprache der Jugendlichen von
heute -
in enger Anlehnung an die historische Vorlage.
Shakespeares Werk "Viel
Lärm um
nichts" wird der Frühphase seine Schaffens zugeordnet, die vor
allem von romatischen Komödien und Historiendramen wie "Ein
Sommernachtstraum" oder "Heinrich VI." geprägt wurde.
Zum Inhalt:
Ein Krieg geht zu Ende und siegreich kehrt Don Pedro mit seinen
Begleitern Benedikt und Claudio aus dem Kampf zurück. Auch der
in
Ungnade gefallene Halbbruder Don Pedros, Don Juan begleitet die Gruppe.
In Messina lädt der Gouverneur Leonato die Gesellschaft ein,
sich
für einen Monat in der schönen Stadt auszuruhen.
Während Claudio sich in Leonatos Tochter Hero verliebt und
beide
auch alsbald heiraten wollen, liefern sich Benedikt und Leonatos.
Nichte Beatrice hitzige Wortgefechte. Sowohl Benedikt als auch Beatrice
sind der festen Überzeugung, niemals einen Partner zu finden,
in
den sie sich auch wirklich verlieben können. Um die Zeit bis
zur
Hochzeit zu verkürzen, gelobt jedoch die restliche
Gesellschaft
genau diese beiden Streithähne zu verkuppeln. Dies gelingt
auch in
einem lustigen Intrigenspiel und voller Inbrunst gestehen beide sich
ihre Liebe.
Don Juan jedoch hat andere Pläne. Voller Missmut will er
Unheil
stiften und die Hochzeit von Claudio und Hero verhindern. Er schickt
seine Schergen los, um einen Seitensprung Heros zu inszenieren. In die
Falle gelockt glaubt Claudio, dass Hero ihn betrogen hat und sagt die
Hochzeit ab. Die Tragödie nimmt ihren Lauf. Beatrice glaubt an
Heros Unschuld und nimmt. Benedikt das Versprechen ab, seinen Freund
Claudio, für den Schaden, den er angerichtet hat, zu
töten.
Die Wachen Schlehwein und Heizapfel konnten jedoch die Schergen Don
Juans belauschen und decken somit den Komplott auf. Heros Ehre ist
wieder hergestellt, die Bösewichte werden gestellt und die
ganze
Geschichte endet mit der Doppelhochzeit von Claudio und Hero sowie
Benedikt und Beatrice.