| Kindersoldaten,
Ölfelder, Handel - Schüler entdecken internationale
Politik Planspiel “Outface” für das Projekt “Humanitäre Schule” Am 04.02. und
05.02.2009 stürzten sich 34 Schüler
und Schülerinnen in das Planspiel
“Qutface”, entworfen
vom Deutschen Roten Kreuz, und erlebten hitzige Diskussionen,
niederschmetternde Artikel von der Presse und lange Konferenzen. Aber
vor allem wurde ihnen deutlich, wie schwer es ist, friedliche Politik
zu
führen.
Für dieses Spiele hatten sich zahlreiche Schüler beworben, sodass leider nicht jeder Kandidat genommen werden konnte, da nur begrenzt Spielmaterial vorhanden war. In diesem Planspiel geht es um einen fiktiven Konflikt zwischen zwei afrikanischen Ländern, um Meerzugang und Ölfeldern, der durch Verhandlungen geklärt werden soll. Die teilnehmenden Schüler, wurden am Anfang in verschiedene Gruppen eingeteilt, welche sie während des Spielverlaufs repräsentieren sollten . Darunter waren Libaso und Radikar, die beteiligten Länder, Deutschland als Handelspartner von Radikar, die Sonderbeauftragten für Kinderrechte, die sich für die Kindersoldaten in diesem bewaffneten Konflikt einsetzten, die Die Schülerinnen und Schüler, die die Spielleitung bildeten, waren eigens für dieses Spiel ein Wochenende lang vom DRK in Bredenbeck geschult worden und mussten nun als Scouts das Projekt leiten. Anschließend gaben die Scouts den verschiedenen Gruppen Materialien, darunter Informationen zu dem Konflikt und der eigenen Organisation bzw. Land. Auch waren “Secret Files” für jede Gruppe vorhanden, in denen Informationen standen, von denen alle anderen Mitspieler nichts wussten oder verheimlichten. Nun konnten die Schüler/innen in ihren Gruppen beginnen, sich eine Strategie zurecht zu legen, Argumente zu finden und sich zu strukturieren. Danach stellte jede Gruppe sich persönlich vor, damit die anderen Spieler einen Überblick über alle Beteiligten bekommen konnten.
Anschließend wurde am nächsten Tag eine
Pressekonferenz
geführt, bei der alle Parteien ihren jeweiligen Standpunkt
vertraten und erste Gespräche untereinander begannen. |
Nachdem
dies
geschehen war begann die “Interaktionsphase”, bei
der die
verschiedenen Parteien an alle anderen Teilnehmer Briefe schreiben
konnten, die von den VN nach Form und korrektem Inhalt kontrolliert und
dann weitergeleitet wurden. Außerdem bestand die
Möglichkeit
sich dreimal für je zehn Minuten mit einer Gruppe zu treffen,
um
zu verhandeln, Bündnisse zu schließen etc. In dieser
Phase
konnten von den Gruppen auch schon erste Verträge oder
Friedensabkommen formuliert werden.Während dieser Geschehnisse musste die Presse alle zwanzig Minuten einen Artikel publizieren. Dabei waren sie nicht verpflichtet, wahrheitsgemäß zu schreiben, sondern konnten auch “Enten” setzen. Der letzte Tag des
Spiels begann mit kurzen, gruppeninternen
Besprechungen für die Abschlusskonferenz. Dann folgte auch
sofort die
Konferenz, in der jede beteiligte Partei versuchte, ihre Interessen und
Ziele zu verwirklichen, nicht nachzugeben und von der Situation zu
profitieren. Nach langen, hitzigen Diskussionen einigten sich die
Parteien auf einen Waffenstillstand und einen gemeinsamen Aufbau und
Nutzung des zerstörten Hafens. Außerdem sollten die
Beobachter vom
Deutschen Roten Kreuz die Situation betreuen und es soll nachgeforscht
werden wie groß die Ölfelder in Libaso sind.
Dies zeigte den
Schülern, dass Frieden zwar ein gutes, humanes,
anstrebenswerte
Ziel
ist, jedoch in Wirklichkeit nicht immer so einfach umgesetzt werden
kann.
Das Spiel hat allen Beteiligten sehr viel Spaß bereitet. Das Folgeprojekt Da
das ganze Projekt “Humanitäre Schule”
nicht nur aus dem Planspiel
besteht, sondern noch einem nachhaltigen und humanitären
Projekt,
welches von den Schüler/innen selbst bestimmt werden kann,
haben
sich
die Teilnehmer entschieden, das "Projekt Krebskranke Kinder Hannover"
in
Zusammenarbeit mit der MHH Hannover und dem Kinderkrankenhaus Auf der
Bult zu unterstützen.
Herr Professor Welte von der MHH Hannover wird am 19.03. für die Teilnehmer dieses Projektes einen Vortrag halten und die Arbeit der Krebsstation vorstellen. Wir werden dieses Projekt unterstützen. Wenn das Projekt gelingt, wird unserer Schule am 12.06. der Titel “Humanitäre Schule” verliehen. |