Berichte aus dem Gen-Labor

Seminarkurs "Bio-Ethik", 12. Jahrgang, 16.01.09

„Bio-Ethik“ - so lautet unser Thema für das Seminarfach des 12. Jahrgangs, ein erst zum Schuljahr 2006/2007 neu eingeführtes Fach, dessen besonderes Ziel es ist, die Schülerinnen und Schüler auf wissenschaftliches Arbeiten vorzubereiten, die Methodenkompetenz weiterzuentwickeln und fächerübergreifendes Lernen zu ermöglichen. Zur Umsetzung dieser hoch gesteckten Ziele bot sich das Thema „Bio-Ethik“ geradezu an.

Recht bald wurde uns allerdings klar, welch´ „dicken Brocken“ wir uns mit der „Bio-Ethik“ aufgeladen hatten. Wir stellten einerseits die Aktualität und gesellschaftliche Bedeutung von Fragen wie Euthanasie, Embryonenforschung, Gentechnik ... fest, erkannten andererseits aber auch, wieviel „Vorarbeit“ in Form von genauer fachlicher Informationsbeschaffung nötig ist, um zu einer begründeten ethischen Bewertung zu gelangen.

So haben wir die Gelegenheit genutzt, uns in dem an unserer Schule neu eingerichteten Labor am Beispiel der Gen-Kartoffel „Amflora“ über die Verfahren und Anwendungsbereiche der grünen Gentechnik zu informieren und einige Arbeitsschritte unter Anleitung der Wissenschaftlerinnen selber auszuführen.( vgl. Artikel „Gymnasiasten experimentieren im Genlabor“ Leine Nachrichten vom 16.01.2009) Dieser sehr interessante und informative sechsstündige Experimentiertag hat uns -  nicht nur durch die erfolgreich durchgeführten Versuche - tüchtig motiviert und fachlich fit gemacht, um in den folgenden Unterrichtsstunden an einem fiktiven Konfliktfall die Auseinandersetzung um Nutzen und Risiken der grünen Gentechnik selber als Rollenspiel nachzuvollziehen, die gesundheitlichen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen zu bedenken, Argumente kritisch zu prüfen und ethisch zu bewerten. Vielleicht kann sich aus diesen Fragestellungen auch ein lohnendes Themafür die facharbeit ergeben, die die Schülerinnen und Schüler im 2. Semester anfertigen werden.

Herzlich danken möchten wir Frau van Waveren, die durch ihr großes persönliches Engagement die Einrichtung des Labors an unserer Schule ermöglicht hat.
Andrea Preißner- Lorenz

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