Kommentare zum Thema: Renovierung des EKG

Leine-Nachrichten/HAZ vom 26.11.2010

FDP dringt auf Reparaturen in Schulen

Fraktion kritisiert Umgang mit dem EKG

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE. Die Laatzener FDP kritisiert die Haltung von Bürgermeister Thomas Prinz gegenüber Schülern des Erich Kästner-Gymnasiums. „Die Fraktion empfindet die Reaktion gegenüber den Schülern beschämend“, schreibt Fraktionschef Gerhard Klaus in einer Presseerklärung. Schüler hatten sich bei Prinz über den Zustand ihres Klassenzimmer beschwert. Prinz lobte das Engagement der Schüler, verwies aber auf die leeren städtischen Kassen. „Die FDP sieht dagegen durchaus die Möglichkeit, solche unhaltbaren Zustände umgehend zu beseitigen“, meint Klaus. Es gebe im Haushalt am Ende des Jahres immer wieder Beträge, die nicht ausgegeben würden. Die Behebung der von den Schülern angesprochenen Schäden würden schließlich keine „Riesenbeträge“ verschlingen. Die Fraktion kündigt an, entsprechende Mittel für den Haushalt 2011 zu beantragen, falls dies die Verwaltung nicht selbst tue. „Vor der Schule wird die intakte Marktstraße mit Millionenaufwand bearbeitet und in der Schule vergammeln die Räume“, meint FDP-Ratsherr Dirk Weissleder. Die SPD-Mehrheitsfraktion setze „immer wieder auf große und teure Projekte, anstatt die elementaren Bedürfnisse der Bürger zu befriedigen.“
Die Reaktion gegenüber den Schülern ist beschämend.



Leine-Nachrichten/HAZ vom 16.12.2010

Schule hat Geld für neues Mobiliar

Stadt sieht keine Notwendigkeit, mehr Geld für das EKG bereitzustellen - Schulleiter: Zustand ist zumutbar

Nach Vorwürfen, die Stadt Laatzen sei bei der Unterhaltung des Erich Kästner-Gymnasiums nachlässig, verweist die Verwaltung jetzt auf die Schule selbst – zumindest in Teilbereichen: Für den Austausch von Mobiliar und die Erneuerung von Tapeten gab es ein Budget.

VON JOHANNES DORNDORF

LAATZEN-MITTE. Im November hatten sich Schüler des achten Jahrgangs bei Bürgermeister Thomas Prinz über den Zustand ihres Klassenraums beklagt. Daraufhin beantragte die FDP im Rat, Abhilfe zu schaffen und Geld in den Haushalt einzustellen.
Dies ist aus Sicht der Verwaltung nicht notwendig, heißt es jetzt in einer Stellungnahme. So weise sie etwa den Vorwurf „unhygienischer Toiletten“ zurück – diese würden täglich gereinigt. Hinsichtlich der Kritzeleien sei die Stadt als Schulträger machtlos, sie appelliert an Schüler und Lehrer, soziale Kontrolle auszuüben. „Es handelt sich lediglich um ein optisches Problem, das angesichts der Haushaltslage und dringenderer Reparaturerfordernisse keine Priorität genießt.“
Die Teppichböden würden bereits seit mehreren Jahren etappenweise ausgetauscht – der Fußboden im D-Trakt sei bereits komplett erneuert worden. Es gebe aber auch Böden, die älter als 30 Jahre sind. Für die Zukunft prüfe man zurzeit Linoleum als Alternative. Aus akustischen Gründen müssten dafür jedoch Deckenverkleidungen eingebaut und Änderungen der Metallwände vorgenommen werden.
Bei Tapeten und Mobiliar verweist die Stadt auf das Schulbudget. EKG-Leiter Hans-Ulrich Becker bestätigt, dass in den nächsten Jahren tatsächlich Geld vorhanden sei. Das Mobiliar sei schon 2010 in drei Räumen komplett erneuert worden, bis 2013 sollen sieben weitere folgen. Auch Geld für neue Tapeten in der Klasse 8b, die sich über abfallende Tapeten beklagt hatte, sei vorhanden.
Die Klagen über defekte Steckdosen basierten auf einem Zufall, ergänzt Becker: In unbedenklichen Fällen würden diese tatsächlich zunächst verklebt. Erst bei mehreren defekten Dosen rufe die Schule einen Elektriker. Die von der Klasse monierte Steckdose sei bei einer solchen Reparatur ärgerlicherweise übersehen worden.
Insgesamt beschreibt Becker den Zustand des EKG als „zumutbar“ – gerade im Vergleich zu manchen Schulen in Hannover. „Es könnte besser sein – aber ich bin Realist“, sagt Becker.